48 Wenn Lust eskaliert - Tod durch die Kreissäge
Shownotes
Es ist ein kalter Dezemberabend im Jahr 2008, kurz vor Weihnachten. Der 28-jährige Alexander liegt nackt auf dem Bett. Gefesselt. Auf den Augen trägt er eine zugeklebte Taucherbrille. Er will nichts sehen, es muss dunkel sein. Schwarz. Auf ihm sitzt eine junge Frau. Seine Freundin. Er vertraut ihr. Die beiden sind ein Paar und sexuell experimentierfreudig – das gehört zu ihrer Beziehung. Und heute soll es wieder besonders aufregend werden. Denkt Alexander. Er spürt ihre Hände auf seinem Körper. Dann greift sie neben das Bett. Was sucht sie? Ein Sextoy? Es ertönt ein lautes, surrendes Geräusch, das immer näher kommt. Das ist kein Geräusch, das Alexander aus dem Schlafzimmer kennt. Es ist das Kreischen einer Handkreissäge. Und das letzte Geräusch, das er hören wird. Denn was jetzt passiert, sprengt jede Vorstellungskraft. Blut spritzt auf die Matratze. Ein Kopf wird abgetrennt. Es ist ein Sexspiel, das in einem Blutbad endet. Es ist ein Fall, der München aufwühlt: Mit einem Mann, der beim Sex ermordet wird. Ein Fall mit einer Leiche, die jahrelang verschollen bleibt. Und mit einer Frau, die das Unvorstellbare tut. Karolin und Jule sprechen über den Fall, Psychologe Christian Lüdke und Rechtsmediziner Thomas Kamphausen ordnen die Hintergründe ein.
Autoren: Elisa Kauzky Jule Gölsdorf Karolin Kandler
Instagram: @sistersincrime.podcast @julegoelsdorf @karolin_Kandler @kamphausenthomas.official @christian.luedke
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Quellen: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Muenchen-Kreissaegen-Mord-Bekannte-haben-schon-frueh-davon-gewusst-id40563086.html https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/kreissaegen-mord-in-haar-bei-muenchen-zeugin-berichtet-von-dreiecksbeziehung-art-385390 https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/kreissaegen-mord-von-haar-angeklagte-hatte-todesangst-art-389840 https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/verteidigung-angeklagte-immer-verwirrter-art-388789 https://b304.de/kreissaege/?cookie-state-change=1766864052546 Polizeiliche Kriminalstatistik 2024: https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2024/FachlicheBroschueren/IMK-Bericht.html https://m.bild.de/tv/2022/bild-doku-mein-groesster-fall-warum-toetete-gabi-p-ihren-freund-beim-fessel-sex-81175220.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F https://www.nytimes.com/2025/07/06/us/murder-solve-rate-louisville.html https://www.spiegel.de/panorama/justiz/muenchen-freund-mit-kreissaege-getoetet-zwoelfeinhalb-jahre-haft-fuer-studentin-a-1148456.html https://www.stern.de/panorama/verbrechen/freund-beim-sex-mit-kreissaege-ermordet--prozess-gegen-gabriele-p--endet-7458788.html https://www.sueddeutsche.de/muenchen/prozess-verlobter-im-kreissaegen-prozess-ganz-viel-selbsthass-schmerz-und-traurigkeit-1.3409222 https://www.n-tv.de/panorama/Studentin-Gabi-gaukelte-Trennung-vor-article19701943.html https://taz.de/Kettensaegenmassaker-in-Haar/!5380446/
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Transkript anzeigen
00:00:01: Es ist ein kalter Dezemberabend im Jahr two-tausend acht, kurz vor Weihnachten.
00:00:07: Der achtundzwanzigjährige Alexander liegt nackt auf dem Bett, gefesselt.
00:00:12: Auf den Augen trägt er eine zugeklebte Taucherbrille.
00:00:16: Er will nicht sehen, es muss dunkel sein, schwarz.
00:00:20: Auf ihm sitzt eine junge Frau, seine Freundin, er vertraut ihr.
00:00:25: Die beiden sind ein Paar und sexuell experimentierfreudig.
00:00:29: Das gehört zu ihrer Beziehung.
00:00:31: Und heute soll es wieder besonders aufregend werden, denkt Alexander.
00:00:36: Er spürt ihre Hände auf seinem Körper.
00:00:38: Dann greift sie neben das Bett.
00:00:40: Was sucht sie?
00:00:42: Ein Sextoi?
00:00:44: Es ertönt ein lautes sohendes Geräusch, das immer näher
00:00:47: kommt.
00:00:49: Das ist kein Geräusch, das Alexander aus dem Schlafzimmer kennt.
00:00:53: Es ist das
00:00:54: Kreischen
00:00:54: einer Handkreisege und das letzte Geräusch, das er hören wird.
00:01:00: Denn was jetzt passiert, sprengt jede Vorstellungskraft.
00:01:04: Blut spritzt auf die Matratze.
00:01:07: Ein Kopf wird abgetrennt.
00:01:09: Es ist ein Sexspiel, das in einem Blutbad endet.
00:01:13: Und ein Fall, der München auffühlt.
00:01:16: Mit einem Mann, der beim Sex ermordet wird, mit einer Handkreisege.
00:01:21: Mit einer Leiche, die jahrelang verschollen bleibt und mit einer Frau, die das Unvorstellbare tut.
00:01:37: Warum werden Frauen zu Täterinnen?
00:01:39: Was treibt die bösartigsten Mörderinnen an?
00:01:42: Brache, Habgier, Notwehr, Eifersucht oder einfach sadistisches Vergnügen?
00:01:49: Frauen können genauso brutal morden wie Männer, vielleicht sogar noch grausamer.
00:01:54: Wir berichten
00:01:55: über interessante Fälle, beleuchten Hintergründe und sprechen mit Expertinnen und Experten.
00:02:00: Natürlich immer mit dem nötigen Respekt für die Opfer.
00:02:20: Hallo und herzlich willkommen zu unserer letzten Sisters in Crime Folge im Jahr twenty-fünfundzwanzig.
00:02:27: Ich bin Karolin Kandler
00:02:29: und ich bin Jule Göstdorf und ... Ja, die schlechte Nachricht.
00:02:32: Es ist die letzte Folge in diesem Jahr.
00:02:34: Die Gute, wir senden durch und es gibt keine Pause.
00:02:38: Wir machen das einfach so wie bei uns in den News.
00:02:40: In den aktuellen Nachrichten gibt es ja auch keine Pause.
00:02:42: Es passiert ständig was auf der Welt und das gilt ja auch für True Crime.
00:02:46: Stimmt, ja.
00:02:47: Gemordet wird immer.
00:02:48: Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt darüber freuen soll, wahrscheinlich nicht, aber... gemordet wird immer, könnte irgendwie auch ein ganz guter Podcast-Titel sein, fällt mir gerade auf.
00:02:57: Sisters in Crime gemordet wird immer.
00:03:00: Auch nicht schlecht, vielleicht noch eine neue Reihe bei uns.
00:03:04: Aber nein, wir wollen uns vielleicht nicht zu viel vornehmen, steht ja einiges an.
00:03:08: Aber ich finde so ein Jahresende lädt ihr auch so ein bisschen dazu ein, Bilanz zu ziehen, aber natürlich auch nach vorne zu gucken.
00:03:14: Und ich bin echt happy, dass wir unsere True Crime Baby gestartet haben.
00:03:18: Ich auch.
00:03:18: Das ist richtig schön, nicht nur weil es einfach ein tolles Projekt ist und wir so happy sind, dass so viele von euch uns hören.
00:03:25: Deshalb auch erst mal danke, danke, danke.
00:03:28: Sondern können ja auch so ein bisschen stolz drauf sein, also wie viele Leute haben gesagt, noch ein True Crime Podcast, also das braucht man echt nicht.
00:03:36: Ihr werdet auf jeden Fall scheitern, lasst es lieber gleich, was man immer so hört, bla bla bla.
00:03:42: Ja, echt, das stimmt.
00:03:44: Und schau, ich finde, wir haben ja echt einiges geschafft.
00:03:46: Ich meine, in diesem Jahr, am februar, sind die ersten beiden Folgen online gegangen und mittlerweile sind wir mit dieser Folge hier.
00:03:54: Achtundvierzig True Crime Folgen sind dann online.
00:03:57: Davon drei Femizid-Folgen, weil uns das Thema eben wichtig ist.
00:04:01: Ja, das ist echt krass.
00:04:02: Und dann hatten wir noch drei Doppel-Folgen mit anderen tollen Podcasts, also eine mit Eis in the Dark, eine Folge ja mit Psychologie to Go und eine mit Eismacholatte.
00:04:13: Außerdem gab es ja noch unsere Sonderfolge, die Spezialfolge aus der Rechtsmedizin.
00:04:18: Da waren wir ja bei einer Obduktion mit dabei.
00:04:21: Und wir haben unseren zweiten Podcast gestartet, Happily True, mit ebenfalls wahren Geschichten, die aber eben nicht so grausam sind wie True Crime.
00:04:28: Und außerdem arbeiten wir, kommen das ja mit Porsche zusammen und im Februar startet unser TV-Format, Weiblich, Tötlich, Sisters in Crime.
00:04:37: Und eine Sache noch, wir gehen ja noch auf Tour, auf unsere V-Tour.
00:04:41: Das ist alles echt so verrückt.
00:04:42: Und wenn wir das so aufzählen, ich finde, das kann man selbst fast gar nicht glauben.
00:04:47: Und das hat nur geklappt, weil ihr uns so schön hört.
00:04:50: Also nochmal, wir können es gar nicht häufig genug sagen.
00:04:52: Vielen, vielen Dank.
00:04:54: Ja, wirklich.
00:04:54: Danke, danke, danke.
00:04:55: Und neben dem Dankeschön soll euch das natürlich unbedingt motivieren, an eure Träume zu glauben.
00:05:00: Also lasst euch wirklich von niemandem einreden, dass ihr irgendwas nicht schaffen könnt.
00:05:05: Also wenn ihr Spaß an einem Projekt habt, dann macht es einfach und dann klappt es auch.
00:05:08: Ja, absolut.
00:05:09: Und apropos Danke.
00:05:11: Weil einige von euch uns geschrieben haben, wann gibt's endlich Merge von Sisters in Crime?
00:05:16: Also, soweit sind wir noch nicht, aber wir haben uns gedacht, wir starten mal mit einer kleinen Sonderedition, dem Stanley Cup, nämlich in das Sisters in Crime-Edition in Orange.
00:05:25: Also, so knallorange gab's jetzt nicht, aber ein sehr schönes Orange.
00:05:29: Also, da werden wir im neuen Jahr eine schöne Neujahrsverlosung machen.
00:05:32: Dazu dann aber mehr in im Jahr ist ja nicht mehr so lange.
00:05:36: Ne eben, wir werden das dann mal verkünden Anfang des Jahres.
00:05:40: Und bevor wir jetzt mit dem Fall starten, hast du ja auch noch ein schönes tödliches Gericht für uns.
00:05:47: Tödliche Gerichte.
00:05:49: Genau, und zwar diesmal mit einer Silvester-Edition.
00:05:53: Silvester hat ja auch das Potenzial, tödlich zu enden.
00:05:56: Kennst du Mochi?
00:05:58: Klar liebe ich auch diese japanischen Reisküchlein, oder?
00:06:01: Also die gibt's doch so in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und auch als Eis, hole ich mir manchmal.
00:06:06: Genau.
00:06:07: Und in Japan werden die traditionell Annoyer gegessen und tragischerweise ersticken immer wieder Menschen Annoyer an diesen Mochis.
00:06:17: Und es landen noch einige im Krankenhaus.
00:06:19: CNN schrieb mal, der Neujerskiller hat wieder zugeschlagen.
00:06:24: Und da denkt man ja zuerst nicht an Mochi.
00:06:27: Das Problem ist nämlich, Mochi besteht aus Reis, der gegart, zerdrückt und anschließend zur Runden Küchlein gedrückt wird.
00:06:36: Und diese Masse ist eben super zäh und klebrig, das heißt diese Mochis müssen gut gekaut werden, denn wenn einem diese Zähemasse im Halt stecken bleibt, kann man leicht ersticken.
00:06:48: Diese Masse rutscht nämlich nicht einfach weiter, also man kann nicht schlucken, bekommt die klebrige Masse aber auch nicht aus dem Hals, der absolute Horror, wenn man sich das mal vorstellt.
00:06:57: Und gerade Kindern und auch älteren Menschen fällt das Zerbeißen offenbar schwer und daher kommt es immer wieder zu Unglücken mit diesen eigentlich also leckeren Mochis.
00:07:07: Jetzt sehe ich, Mochi ist echt mit anderen Augen.
00:07:09: Ich habe noch nie darüber nachgedacht, dass die mir im Hals stecken bleiben könnten.
00:07:13: Also, da hätte ich jetzt andere Silvesterbräuche im Kopf in Spanien.
00:07:16: Zum Beispiel, da ist man doch zu jedem Glockenschlag um null Urne Weintraube, also zwölf Schläge.
00:07:21: Da muss man ziemlich schnell essen.
00:07:23: Da könnte ich mir vorstellen, dass dir da vielleicht mal so eine Traube
00:07:26: im
00:07:26: Hals stecken bleibt.
00:07:27: Aber eine Mochi zu ersticken, das ist ja also wirklich nicht schön.
00:07:31: Naja, hast du Traditionen an Silvester?
00:07:34: Nee, eigentlich nicht.
00:07:35: Am liebsten hätte ich es als Tradition früh ins Bett zu gehen, weil ich überhaupt gar nicht auf Silvester stehe und auch nicht auf dieses Knallen.
00:07:42: Und ich würde ja auch wirklich, ich bin sehr dafür, das Knallen dieses Raketenabschießen zu verbieten.
00:07:48: Vielleicht so ein zentrales Feuerwerk.
00:07:50: Okay,
00:07:50: erfinde ich auch super.
00:07:51: Aber
00:07:51: eigentlich, wenn man an die Tiere denkt, an die Umwelt, also... Aber was eine ganz gute Alternative wäre, zur Mochis aus Keebereis.
00:07:58: Dieses Eis, was du angesprochen hast, ich glaube, das könnte doch vielleicht ein bisschen leichter rutschen.
00:08:02: Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, das als Brauch an Sylvester zu etablieren und nicht zu ersticken.
00:08:07: Stimmt, das können wir ja hier mal einführen.
00:08:09: Nicht nur die Japaner haben dann Mochis, sondern wir haben dann Eismochis in Deutschland.
00:08:12: Das
00:08:13: ist doch nicht schlecht.
00:08:14: Mochis statt Knallen, das ist unser neues Motto.
00:08:17: Genau.
00:08:18: Das ist dann wahrscheinlich auch nicht so gefährlich, aber jetzt erst mal an dieser Stelle einen ungefährlichen, guten Rutsch.
00:08:26: Und ich würde sagen, wir machen weiter mit deinem Fall.
00:08:29: Sehr gerne.
00:08:36: Dieser Fall der führt uns in den Süden Deutschlands ins wunderschöne Bayern in die Nähe von München, also sozusagen ein Heimspiel für uns.
00:08:44: Ja genau, zumindest arbeiten wir beide hier.
00:08:46: Ich bin zwar aus Mecklenburg-Vorpommern, also da aufgewachsen, da geboren, lebe aber jetzt schon eine ziemlich lange Zeit im München.
00:08:53: Quasi meine zweite Heimat, das ist mittlerweile jetzt ein Fall vor der Haustür.
00:08:58: Ist ja irgendwie nicht so schön, weil ich das Gefühl habe, dann ist es immer ein bisschen realer, oder?
00:09:02: Ja, es ist dann so nah, man könnte da theoretisch hingehen und sich irgendwie den Tatordern gucken oder so, ein bisschen spooky.
00:09:08: Ja, wir sind in Haar, einer kleinen Stadt, die nur etwa zwölf Kilometer östlich von München liegt, also wirklich direkt vor den Toren der Stadt.
00:09:16: Haar gehört zum Landkreis München und hat rund zwanzigtausend Einwohner.
00:09:21: Es ist ein ruhiger Ort mit viel Grün, kleinen Wohnsiedlungen, viele Familien leben dort, also... Ja, typisch oberbayerisch, würde ich sagen.
00:09:29: Hier wirkt alles ruhig, friedlich, besinnlich, eine gutbürgerliche Gegend eben.
00:09:34: Mit Einfamilienhäusern, perfekt gepflegten Vorgärten und weihnachtlich geschmückten Fenstern.
00:09:40: Das klingt alles schon sehr mysteriös, wenn du das so sagst.
00:09:42: Also das haben wir so oft bei unseren Fällen.
00:09:45: oder die perfekt gepflegten Vorgärten und alles ist idyllisch.
00:09:49: Ja, und dann passiert's.
00:09:50: Genau.
00:09:51: Ja, am Ende der Zunftstraße steht ein besonders unscheinbares Haus.
00:09:56: Grüne Pfeiler markieren den Eingang.
00:09:58: Ein schmaler Weg, der führt durch den Garten unter Lauben aus Ranken, die im Sommer blühen.
00:10:04: Aber an diesem Tag, an einem Mittwoch-Vormittag im Januar, da ist in dieser Straße, die sonst so ruhig ist, einiges los und hier siehst du auch ein paar Fotos davon.
00:10:14: Ja, also hier sieht man schon einen Garten im Vordergrund, im Hintergrund sind paar Häuser, die wirklich ja ganz schön gepflegt aussehen, relativ groß und ich glaube, es ist ein weißes Haus mit großen Fenstern, also sieht wirklich nach einer ganz schönen idyllischen Wohngegend aus.
00:10:32: Und weiter unter, also das zweite Foto, hier sieht man schon einen Polizeiwagen vor der Tür stehen.
00:10:38: Also hier scheint schon etwas passiert zu sein.
00:10:41: Ich glaube, es stehen sogar schon Reporter in der Nähe oder auf der Straße.
00:10:46: Und einige Fotografen sind da, die Fotos von irgendetwas machen.
00:10:51: Das scheint irgendwas im Garten gewesen zu sein, was sie da gefunden haben.
00:10:54: Also offenbar wird da irgendetwas... gesucht oder es wurde etwas gefunden oder so.
00:11:00: Ja, ganz genau.
00:11:00: Die Polizei hatte nämlich einen Hinweis bekommen, dass sich im Garten dieses Hauses eine Leiche befinden soll.
00:11:07: Offenbar hatte ein Beteiligter eines Verbrechens unter Alkohol geplaudert oder sich verplappert und quasi gestanden, dass da im Garten ein Toter liegt.
00:11:16: Wie bitte?
00:11:17: Also ich meine es ja gut, wenn so eine schlimme Tat deswegen rauskommt, aber irgendwie auch.
00:11:21: Dumm, oder?
00:11:22: Als im Suf so was auszuplaudern?
00:11:25: Ja, total.
00:11:25: Allerdings ist das gar nicht so selten, hat uns unser Psychologe Christian Lütke gesagt.
00:11:31: Dass sich Mitwisser in betrunkenem Zustand verplappern, kommt erstaunlich oft vor.
00:11:36: Alkohol senkt die Hemmung und erhöht den Rededrang.
00:11:39: Manchmal ist es ein Druckabbau, manchmal Pralerei,
00:11:42: aber oft
00:11:43: ist es auch beides.
00:11:44: Im Haarfall wird genau so ein Mechanismus beschrieben.
00:11:47: Der neue Partner erzählt im Rausch singemäß, wir sind Mörder.
00:11:50: Und darüber gelangt es dann am Ende zur Polizei.
00:11:53: Ja, genau so ist das da wohl gewesen, überraschend für die Polizei, dass da in dieser beschaulichen Wohnung gegen eine Leiche liegen soll und das seit Jahren.
00:12:01: Ja, aber wenn sich das im Freundeskreis rumspricht, also warum hat da vorher niemand was gesagt, beziehungsweise sich bei der Polizei gemeldet?
00:12:08: Ja, das finde ich auch total krass.
00:12:10: Ich meine, im Nachhinein haben sich da noch einige Bekannte gemeldet, die vom, wie sie es nennen, dunklem Geheimnis des Hauses wussten.
00:12:17: Also in dem Haus, in dem Haus, da wohnte ein Paar und ein Bekanter der beiden, der erzählt, wie es da so in so einer feuchtfröhlichen Runde hieß, sie habe ihren Ex umgebracht und im Garten vergraben.
00:12:29: und später hat die mutmaßliche Täterin selbst erzählt, sie habe in Notwehr gehandelt, ihr Ex habe sie angegriffen.
00:12:36: Oh Gott, das sind jetzt aber echt... und mega viele Infos.
00:12:39: Also fest steht, offensichtlich ist irgendjemand gestorben.
00:12:44: Da muss man doch auch mal nachhaken, oder?
00:12:46: Ja, das finde ich auch.
00:12:47: Also der Typ, der diese Story erzählt, der sagt, oh, genauer nachgefragt habe ich nicht.
00:12:51: Und auf die Idee, die Polizei zu rufen, sei er nicht gekommen.
00:12:55: Er hätte das zwar so ein bisschen komisch gefunden, aber die Story sei dann einfach irgendwann in Vergessenheit geraten.
00:13:01: Was?
00:13:02: Also, da erzählt ein Paar von einem Ex-Freund, den sie umgebracht haben und keiner... Also, das finde ich irgendwie krass.
00:13:10: Haben sie das nicht geglaubt oder hat es keine Ernst genommen?
00:13:13: oder was war da los?
00:13:14: Ja, ist so eine Mischung aus Beidem, also ein anderer ehemaliger Mitbewohner, der erzählt, die beiden hätten halt gesagt, wir sind Mörder und hätten ihm sogar die Stelle im Garten gezeigt, wo die Leiche vergraben liegt.
00:13:24: Und er sagt dann so, ja dieser Satz, wir sind Mörder, der habe sich schon eingebrannt, aber er habe das nicht für voll genommen und einfach gedacht, die beiden wollten ihn daraus ekeln.
00:13:33: Und er sei auch irgendwie mit sich selbst beschäftigt gewesen und wollte es dann auch gar nicht so genauer wissen, vielleicht auch so ein bisschen aus Angst vor.
00:13:41: Rache.
00:13:42: Na ja, aber es finde ich jetzt ehrlich gesagt ziemlich schwache ausreden und überhaupt.
00:13:46: Also stell dir mal vor, wir sitzen jetzt an Silvester zusammen, trinken im Prosecco oder so und dann würde mein Mann in dieser Runde erzählen, ach so übrigens, wir haben da mal jemanden umgebracht und der liegt auch noch da draußen im Garten und du denkst dir, oh ja frag ich mal nicht weiter nach, das nehme ich mal so hin.
00:14:01: Das
00:14:01: finde ich nicht so schlimm.
00:14:02: Genau, muss ich ja nicht mehr wissen.
00:14:04: Gebt mir lieber noch ein Glas Champagne.
00:14:06: Ja, Wahnsinn.
00:14:06: Es wäre schon heftig und ich muss sagen, also... Freundschaft hin oder her, also ich würde ein Mord, glaube ich, nicht decken.
00:14:12: Nee.
00:14:13: Und die Frage ist hier auch, gab es wirklich einen Toten oder ist das jetzt alles nur so was wie eine Schauergeschichte gewesen?
00:14:20: Nee, ist keine Schauergeschichte.
00:14:22: Also die Polizei bekommt, wie gesagt, diesen Tipp.
00:14:25: Die fahren dann zu dem Haus, um das es geht und konfrontieren das Paar, das dort lebt mit diesen Erkenntnissen.
00:14:31: Und die sagen direkt, ja, es stimmt, im Garten liegt eine Leiche.
00:14:36: Die einund dreißigjährige Gabriele und ihr lebensgefährte Christian, die geben beide eine Stelle im Garten an, wo die Polizei suchen soll.
00:14:45: Und direkt am Vormittag beginnen Beamte der Einsatzhundertschaft im Garten hinter dem Haus zu graben.
00:14:51: Und gegen Mittag finden die Beamten dann einen Plastiksack, der direkt in die Rechtsmedizin gebracht wird.
00:14:57: Und hier siehst du auch ein Bild davon.
00:14:59: Hier sieht man im Hintergrund dieses Haus und ein Gartenzaun und zwei Männer im schwarzen Anzug mit weißem Hemd.
00:15:07: Sie sehen ehrlich gesagt aus wie Bestatter, die eine Trage tragen mit einem Sack oben drauf.
00:15:14: Wahrscheinlich ist da die Leichere eingewickelt, in seinem weinroten Leichensack mit Gurten festgeschnallt.
00:15:21: Ja genau, das ist die Leiche, die sie da wegtragen.
00:15:24: Und das ist natürlich auch direkt ein riesengroßes Thema in München und Umgebung, auch für die Medien.
00:15:28: Was ja vorhin schon gesagt auf den ersten Fotos, dass da schon relativ schnell die Fotografen waren, Fotos geschossen haben, ist ja eben auch nicht so, dass man häufig in so einem beschaulichen Wohngebiet eine Leiche im Garten findet.
00:15:39: Und es gibt dann auch relativ schnell eine Pressekonferenz und der Leiter der Mordkommission Markus Kraus, der sagt dabei Folgendes.
00:15:48: Was man zusammenfassen sagen kann, ist, dass eingeräumt worden ist, dass es wieder einen Streit im Vorfeld gibt, dass dann die Person, der davon ausgeht, dass sie ins Leben gekommen ist, jedem ins Leben gekommen ist und das beide dann mitgewirkt haben an der Beseitigung.
00:16:02: Okay, also die beiden geben jetzt direkt zu, dass es einen Toten gibt und auch, dass es einen Streit gab.
00:16:08: Genau, deshalb werden die beiden, also Gabriele und Christian, auch direkt festgenommen.
00:16:12: Und die Polizei, die wartet jetzt erstmal auf die Ergebnisse aus der Rechtsmedizin, denn sie wollen natürlich wissen, wie ist der Tote ums Leben gekommen.
00:16:20: Und wer sind die drei?
00:16:21: Also wir haben einen Toten und Gabriele und Christian.
00:16:24: Sind die beiden ein Paar eigentlich?
00:16:27: Genau, die beiden sind ein Paar.
00:16:28: Und um zu verstehen, wie die Leiche da im Garten gelandet ist, gehen wir mal zurück ins Jahr zwei tausendneun.
00:16:34: Gabo Jelle und Christian sind erst seit ein paar Monaten ein Paar, leben aber bereits in dem Haus zusammen und sind auch miteinander verlobt.
00:16:43: Christian ist Tierpfleger, hat eine Glatze und einen Ziegenbad.
00:16:47: Hier gibt es auch ein gepixeltes Bild von ihm, aber ein bisschen was erkennst du?
00:16:52: Ja, also wie gesagt, das Gesicht ist gepixelt, aber ich würde sagen, dass er jetzt nicht älter als Mitte dreißig ist, würde ich mal so schätzen.
00:17:01: Eine Glatze, ein bisschen gestoppelten Bart, würde ich sagen, was man so erkennt, eine Brille und trägt einen, wie so ein Bartir kämmt, sieht das hier aus.
00:17:12: Und an diesem Wochenende ist Christian alleine zu Hause, denn Gabriele, die sonst noch studiert, die ist über die Pfingstfeiertage bei ihrer Familie.
00:17:20: Christian hütet das Haus und kümmert sich um die Katzen seiner Freundin.
00:17:24: Auch Christian fühlt sich da in dem Häuschen schon ganz wohl.
00:17:27: Und wem gehört das Haus?
00:17:29: Also das Haus gehört Gabriele, sie hat das Haus geerbt, lebt dort aber nicht nur mit Christian, sondern auch noch mit zwei Mitbewohnern zusammen.
00:17:36: Ihr Zimmer ist verbunden mit einer Treppe, die zu einem Dachboden führt.
00:17:41: Dort oben, da war Christian aber noch nie.
00:17:43: Der Dachboden ist nämlich schon, seit er sie kennt, abgesperrt.
00:17:47: Allerdings immer wieder laufen die Katzen nach oben, entsetzen sich davor die Tür und kratzen auch an der Tür.
00:17:54: Und irgendwie riecht es auch so ein bisschen streng, wenn man sich den Treppen nähert.
00:17:58: Die Mitbewohner, die fürchten schon, dass Gabriele da oben Gras anbaut, was ja erst mal ein kleineres Übel wäre.
00:18:06: Und jetzt, wo Gabriele nicht zu Hause ist, da denkt sich Christian, ich will wissen, was da oben unter dem Dach verborgen ist.
00:18:12: Und an einem der Tage am Wochenende, da steigte also die Treppenstufen ins Dachgeschoss seiner Verlobten hoch.
00:18:18: Christian ist ziemlich neugierig, hat auch keine Angst.
00:18:21: Er bricht die Tür auf und was er dort findet, das wird sein Leben für immer verändern.
00:18:27: Ich ahne Schlimmes und ich schätze mal, Gras hat sie da oben nicht angebaut.
00:18:32: Nein, der Raum riecht nach Tod.
00:18:36: Das ist Christians erster Gedanke.
00:18:38: Ein beißender Geruch steigt im in die Nase, es riecht verfault.
00:18:42: Ja und Christian liegt richtig, Tod ist nämlich auch das, was seine Augen erblicken können.
00:18:48: In der Mitte des Raumes auf einer blutgetränkten, abgewetzten Matratze liegt die enthauptete Leiche eines Jungen.
00:18:56: Mannes.
00:18:57: Oh
00:18:57: Gott.
00:18:59: Stell dir das mal vor, also du witzelst vielleicht noch darüber mit dein Mitbewohner, was deine Freundin da oben versteckt hat.
00:19:05: Denkst vielleicht an Drogen oder sowas und dann findest du da eine Leiche.
00:19:09: Und nicht nur das, sondern diese Leiche ist auch noch enthauptet.
00:19:13: Ja, das ist richtig, richtig heftig.
00:19:16: Auch Christian ist schockiert und hält den Atem an.
00:19:19: Doch dann verlässt er das Zimmer und lebt erst mal.
00:19:22: Sein Leben weiter.
00:19:23: Was?
00:19:24: Ja, er wartet einfach seelenrurch erstmal auf die Rückkehr seiner Verlobten, um sie dann zu Rede zu stellen.
00:19:30: Und vor Gericht wird er später dazu sagen, dass er ja nicht so sonderlich erstaunt war, weil er ja gar nicht wusste, was wirklich passiert ist und er wollte da keine voreiligen Schlüsse ziehen.
00:19:41: Und deshalb kommt er auch nicht auf die Idee, die Polizei zu rufen.
00:19:45: Das,
00:19:45: also das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:19:47: Also er findet eine Leiche, eine enthauptete Leiche muss man ja dazu sagen auf dem Dachboden und dann ruft er nicht die Polizei.
00:19:55: Also immer ist ja grundsätzlich die Polizei dafür zuständig rauszufinden, was passiert ist.
00:19:59: Also er muss ja gar nichts damit zu tun haben und er muss ja wahrscheinlich auch gar nichts befürchten erst einmal.
00:20:05: Aber weißt du dann, wer der Tote ist oder der Tote aus dem Garten?
00:20:10: oder ist das eine weitere Leiche?
00:20:11: oder wie hängt das jetzt alles zusammen?
00:20:13: Na, das ist die Leiche aus dem Garten, allerdings zu diesem Zeitpunkt lag sie noch auf dem Nachboden.
00:20:19: Also die einen haben der Polizei gegenüber ja gesagt, es haben einen Streit gegeben und wir haben ja auch schon gehört, dass der Bekannte von einem Ex-Freund gesprochen hat bzw.
00:20:28: mehrere Bekannte.
00:20:30: Geht es da um Liebe, die eskaliert ist oder was ist der Hintergrund?
00:20:34: Ja, das wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
00:20:35: Also klar ist nur, der Tote ist tatsächlich Gabriels Ex.
00:20:40: Aber ob sie ihn jetzt umgebracht hat, weil er vielleicht eine neue hatte, vielleicht aus Eifersucht, ob sie sich getrennt hat und ihn loswerden wollte oder ob sie neuen Typen hatte und sie dann gemeinsam einen Mord begangen haben, das sind alles Fragen, die sich auch die Polizisten stellen.
00:20:54: Und wer ist der Ex-Freund?
00:20:56: Das ist der achtundzwanzigjährige Alexander, der zu diesem Zeitpunkt schon seit fünf Monaten vermisst wird.
00:21:03: Alexander ist im Jahr, ein achtundzwanzigjähriger Student.
00:21:08: Er studiert Literatur und Japanologie.
00:21:11: Er wurde als Kind adoptiert und lebte lange bei seinen Adoptiveltern, bis er dann mit seiner Freundin Gabriele zusammenzieht.
00:21:19: Und hier siehst du auch ein Foto der beiden.
00:21:21: Also das sind Alexander und Gabriele?
00:21:23: Genau.
00:21:25: Alexander, ja, sieht, würde ich sagen, sogar noch ein bisschen jünger aus als achtundzwanzig.
00:21:30: Vielleicht ist er ja auch auf dem Foto noch ein bisschen jünger.
00:21:32: trägt so einen dunklen Pulli mit weißem Kragen, hat, ja, so eine, ich würde mal sagen, so ein bisschen strebehafte Brille.
00:21:40: Also, er sieht so ein bisschen aus wie so ein Informatiker.
00:21:44: Hat kurzer, ich würde mal sagen, dunkelblonde Haare, so wie ich das hier auf dem Foto sehe.
00:21:48: Und beißt die so ein bisschen auf die Unterlippe.
00:21:50: Und Gabriele, die schaut relativ selbstbewusst in die Kamera, hat rotblonde, locken, schulterlanges Haar, lächelt.
00:21:59: trägt auch einen dunklen Pulli und steht so relativ eng neben ihm.
00:22:04: Und kannst du noch ein bisschen mehr zu den beiden sagen, also wie und wann haben sie sich zum Beispiel kennengelernt?
00:22:09: Das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im
00:22:29: Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr, das war im Jahr dass es für immer hält.
00:22:34: Zumindest glaubt man das oft.
00:22:35: Ja, total.
00:22:36: Und vielleicht denken die beiden das zunächst auch.
00:22:38: Wer weiß.
00:22:40: Aber das Glück, das hat laut Gabriele nicht allzu lange angehalten.
00:22:43: Also sie sagt im Nachhinein, sie wären eigentlich nur zwei Jahre wirklich glücklich gewesen.
00:22:48: Gabriele, damals Pädagogikstudentin, wird dann gerade volljährig, als sie eben dieses Haus in Haar erbt.
00:22:54: Und da bietet es sich dann einfach an, zusammenzuziehen.
00:22:58: Ich meine, so ein kleines hübsches Häuschen mit Garten und in Vermietungsanzeigen, dann nennen sie ihr Haus gerne die Villa Kunterbund.
00:23:05: Und sie sollen da aber nicht alleine wohnen.
00:23:07: Also, Gabrielles Mutter, die hat eine Bedingung, es soll eine WG werden.
00:23:12: Das ist jetzt auch eine spezielle Forderung, aber gut, vielleicht wollte
00:23:15: sie...
00:23:17: Kommt man jetzt irgendwie erst auch nicht so drauf, aber keine Ahnung, vielleicht wollte sie ihre Tochter auch nicht zu sehr verwöhnen.
00:23:22: Also wer jetzt als Student ein Haus bekommt, das ist ja schon außergewöhnlich.
00:23:26: Das noch in München, also ich glaube, sie kann sich hier schon nützlich schätzen.
00:23:29: Ja,
00:23:30: definitiv.
00:23:30: Und erst mal klappt das auch ganz gut in der WG.
00:23:33: Also diese WG, die besteht aus drei Schlafzimmern.
00:23:35: Zwei Zimmer, die werden eben an diese Mitbewohner vermietet.
00:23:38: Und das Dritte gehört Gabriele und Alexander.
00:23:42: Allerdings mit der Zeit, da bemerken die Mitbewohner, dass es nicht mehr so richtig gut läuft zwischen den beiden.
00:23:47: Es gibt häufig Streit, Alexander zieht sich zurück, verbringt auch viel Zeit mit Zocken, er konsumiert Drogen, angeblich auch Magic Mushrooms.
00:23:55: und was die bewirken, das habe ich mal Rechtsmediziner Thomas Kamphausen gefragt.
00:24:00: Die typische Wirkung von Magic Mushrooms sind eine veränderte Wahrnehmung von Farben.
00:24:05: was immer berichtet wird, von Wahrnehmungen im Allgemeinen, Stimmungsschwankungen, euphorische Stimmung, aber auch so ein Gefühl, das man ganz besonders spirituell ist.
00:24:14: Gefahr ist wie immer bei fast allen.
00:24:16: Psychoaktiven Substanzen, die missbraucht werden, die Gefahr, dass damit auch schwere psychiatrische Krisen ausgelöst werden können bis hin zu Psychosen.
00:24:23: Das ist immer die ganz große Gefahr dabei.
00:24:26: Bei Pilzen kommt noch hinzu, dass die Verwechslungsgefahr mit auch tödlichen Pilzen sehr groß ist.
00:24:30: Das heißt, wenn man Kalköpfe zum Beispiel selber sammelt, das wäre eine solche Sorte, dann besteht auch immer die Gefahr, dass man auch tödliche Pilzen mit irgendwie sammelt und sich damit dann halt wirklich vergiftet kann.
00:24:41: Ja, Gabriele wiederum, die trinkt ziemlich viel Alkohol und das Haus, das verfällt zusehens.
00:24:47: Also überall dreckiges Geschirr, ganz viel Müll, Katzenstreu überall.
00:24:51: Denn diese Katzen, die leben ja ebenfalls mit im Haus.
00:24:54: Naja, wobei dreckiges Geschirr und Müll, also es ist wahrscheinlich nicht die erste WG, in der es so aussieht.
00:25:01: Ja, stimmt.
00:25:01: Wenn ich an meine WG-Zeiten zurückdenke, wobei wir waren einigermaßen ordentlich, aber dreckiges Geschirr hatten wir schon auch.
00:25:06: Kein Geschirrschüler.
00:25:08: Gut, aber wenn halt ein Paar dabei ist, das ständig streitet, dann kann das natürlich schnell toxisch werden, vor allem in einem recht kleinen Haus.
00:25:16: Ja, und damit sind wir im Jahr ... ... und die beiden, die sind zu diesem Zeitpunkt schon sieben Jahre zusammen.
00:25:27: Das verfliegste siebte Jahr, wie man so schön sagt.
00:25:30: Ja, genau, die Beziehung ist tatsächlich sehr angespannt.
00:25:33: Gabriele hat mittlerweile ihr Studium abgebrochen und arbeitet in der Behindertenhilfe.
00:25:39: Sie interessiert sich sehr für Pädagogik, insbesondere auch für so alternative Konzepte wie die Waldorfpädagogik.
00:25:45: Doch ihre Mutter, der passt das nicht so dienst dagegen und mit der Mutter hat sie generell irgendwie ein schwieriges Verhältnis.
00:25:51: Außerdem ist ihre Mutter auch alkoholabhängig.
00:25:54: Alexander hingegen bekommt viel Unterstützung von seinen Adoptiveltern auch finanziell.
00:26:00: Die Mutter ist eine Ärztin, der Vater Jurist und seine leibliche Mutter, die hatte ihn in einer Notsituation abgeben müssen.
00:26:07: Doch mit siebzehn lernt er sie endlich kennen und seitdem haben die beiden ein sehr enges Verhältnis.
00:26:13: Und eigentlich wirkt das Leben von Gabriele und Alexander nach außen wirklich geordnet und kontrolliert, wie sich das so gehört in so einem kleinen Vorort, bis zu einer Nacht wenige Tage vor Weihnachten.
00:26:24: Ja, und da streiten die beiden sich.
00:26:27: Sie schmeißt ihn raus, doch schon am Abend, da versöhnen sie sich wieder.
00:26:31: Und zwar beim Sex auf dem Dachboden.
00:26:34: Da kommen wir zu unserer Anfangsszene.
00:26:37: Er will ans Bett gefesselt werden, trägt dabei eine abgeklebte Schwimmbrille.
00:26:41: Sie setzt sich auf ihn.
00:26:43: Und er bemerkt nicht, wie sie zu einer Kreisse gegreift, die da auf dem Dachboden liegt, weil Alexander sie zuvor für Umbauarbeiten genutzt hat.
00:26:53: Ja, und sie durchtrennt ihm das Schlüssel und das Brustbein und sägt ihm den Kopf ab.
00:27:00: Und dann ist Alexander tot.
00:27:02: Ja, ich finde, jemanden einfach so mit einer Kreissäge zu töten, das ist ja schon super, super heftig und auch sehr blutig.
00:27:10: Und wie schwer das ist, das habe ich auch mal unseren Rechtsmediziner Thomas gefragt.
00:27:15: Eine Leiche mit einer Kreissäge zu zersenken ist... Zunächst mal, wenn man nicht weiß, wie man es technisch ansonsten in einfach Strichen richtig macht, eine körperlich dann einfache Variante, weil man damit auch durch Knochen einfach durchsägen kann.
00:27:26: Sie technisch nicht die richtige Variante deshalb, weil es natürlich Menschen gibt, die wissen, wie man ein Körper fachgerecht zerlegen kann.
00:27:35: Und das klingt irgendwie ganz komisch, ist aber, wenn man sich das einfach mal runterbricht, eine ganz klare Sache, das heißt also Metzger zum Beispiel Fleischer, die wissen genau, wie man ein Körper zerlegt.
00:27:43: genauso wie Jäger, die auch das Wild zerlegen.
00:27:46: Ärzte wissen das ganz genau, die haben sogar schon mal Menschen komplett präpariert, die wissen Schirurgen ganz genau, wo sie welche Schnitte setzen müssen, damit es auch ökonomisch, ergonomisch, physiologisch, zack, zack, zack, mit ganz wenigen Schnitten ganz erfolgreich halfiert.
00:28:00: Wenn jemand zu so einer Serie gegreifen muss, dann spricht das eigentlich dafür, dass er überhaupt keine Ahnung hat.
00:28:04: Und insbesondere auch gar keine Ahnung davon hat, dass mit diesem Kreissägeblatt individuelle Spuken gesetzt werden, am Knochen und am Knorpel, die die Kriminaltechnik heute ganz hervorragend untersuchen und vergleichen kann.
00:28:16: Das heißt, da gibt es Spezialisten bei den Landeskriminalämtern und bei Bundeskriminalamt und überhaupt bei den Polizeibehörden, die das ganz hervorragend können.
00:28:25: Die benutzt man ja sonst, um Holzplatten oder Bretter gerade durchzuschneiden.
00:28:30: Die hat so ein rundes Sägeblatt, das sich mit hoher Geschwindigkeit dreht, auf mehrere Tausend Umdrehungen pro Minute.
00:28:37: Tja, und Gabriele?
00:28:39: Die versucht jetzt, Teile der Leiche loszuwerden, also erst mal den Leichnam zu bewegen.
00:28:44: Als ihr das nicht gelingt, blässt sie die Kreissäge verschwinden, schließt den Dachboden ab und damit auch das ganze Kapitel Alexander.
00:28:53: Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:28:54: Also erstens, warum macht sie das?
00:28:57: Warum lässt sie ihn da einfach liegen?
00:28:59: Was macht sie mit dem Toten?
00:29:00: Also es musste auch irgendwann gerochen haben.
00:29:04: Ja, das habe ich auch gedacht und direkt mal Thomas danach gefragt.
00:29:07: Grundsätzlich sollte man davon ausgehen können oder annehmen, dass die Leiche, wenn sie ein halbes Jahr auf dem Dachboden gelegen hat, im Rahmen der Zersetzung anfängt, unangenehm zu riechen und typische Gerüche abzusondern.
00:29:18: Die Frage ist, ob die Leute das wahrnehmen oder nicht.
00:29:20: Man könnte jetzt noch... Und das hängt halt ganz von dem Mikro-Klima da oben auf dem Dachboden ab, annehmen, dass die Leiche vielleicht momifiziert, dann ist die Geruchsbelästigung nicht so groß.
00:29:29: Aber wenn die Feulnis überwiegt, also mit dem Annäher-Uben-Zersetzung-Prozess durch Bakterien, dann sind auch die entsprechenden Gerüche da, die man auch wahrnehmen kann oder könnte.
00:29:39: Gut, jetzt ist immer die Frage, ist das da oben irgendwie durchlüftet, dass das irgendwie abzieht, dass man das gar nicht in der Umgebung merkt.
00:29:45: Aber wir haben das immer wieder, dass Menschen ein halbes Jahr lang in ihrer Wohnung liegen und dann irgendwie Nachbarn befragt, sagen, nee, irgendwie, ja, es hat hier ein bisschen komisch gerochen, aber ansonsten ist uns nichts aufgefallen.
00:29:55: Das heißt, es hängt auch immer davon ab, wie aufmerksam dann halt auch die Umgebung ist.
00:29:59: Ich meine immerhin, die Mitbewohner haben ja einen Geruch bemerkt.
00:30:02: Sie haben das halt nur anders eingeordnet und irgendwie an Drogen gedacht.
00:30:06: Und die Katzen, die haben ja auch vor der Tür gesessen.
00:30:08: Also die Tiere haben das hundertpro gecheckt.
00:30:10: Ich meine immerhin lag diese Leiche da oben fast ein halbes Jahr
00:30:13: lang.
00:30:14: Das ist so krass.
00:30:15: Also ich meine, der Geruch ist jetzt das eine.
00:30:18: Aber Alexander ist ja von einem Tag auf den anderen verschwunden.
00:30:21: Also was ist denn mit den anderen?
00:30:22: Was ist denn mit den Mitbewohnern zum Beispiel oder den Eltern?
00:30:25: Also Sie müssen ihn doch vermisst haben, oder?
00:30:27: Ja, Alexander ist Familie, die wundert sich schon, dass er sich einfach nicht mehr bei Ihnen meldet.
00:30:32: Doch Gabriele, die sagt Ihnen, dass er Deutschland verlassen habe und mit einer Frau namens Kinga nach Rumänien ausgewandert sei.
00:30:40: Und diese Frau, diese Kinga, die war anscheinend auch schon mal zu Besuch, also die existierte wirklich und deshalb glauben sie ihr zunächst.
00:30:47: Ja, für die Mitbewohner wirkt die Story allerdings schon so ein bisschen seltsam, zumal Alexander nicht mal seine Sachen mitgenommen hat.
00:30:54: Und auch seine Adoptiveltern, die zweifeln immer mehr an dieser Version.
00:30:58: Im Januar, zwei-tausendneun, da wollen sie Alexander offiziell als vermisst melden.
00:31:03: Doch der zuständige Polizeibeamte, der stuft den Fall nicht als Vermisstenfall ein.
00:31:08: Und warum nicht?
00:31:09: Weil er erwachsen ist oder warum?
00:31:11: Ja, also man kann ja jederzeit eine Person als vermisst melden, aber ob dann daraus ein wirklicher offizieller Vermisstenfall wird, das hängt dann eben davon ab, ob die Polizei da eine konkrete Gefährdungslage annimmt.
00:31:23: Also wenn die fehlt, wenn es jetzt was, was ich kein Abschiedsbrief gibt oder Anzeichen von Gewalt, dann beginnen die halt nicht zu ermitteln.
00:31:30: Und die Eltern, die engagieren daraufhin einen Privatdetektiv, allerdings ohne Erfolg.
00:31:35: Ja, und auch die leibliche Mutter, die gibt dann irgendwann auf, nach ihm zu suchen.
00:31:39: Weil Alexander hatte sie kurz vor Weihnachten um Geld gefragt, um zwanzigtausend Euro für die Beziehung.
00:31:46: Das fand sie so ein bisschen seltsam und hat dann erst mal um Bedenkzeit gebeten.
00:31:50: Und seitdem hat sie eben nichts mehr von ihrem Sohn gehört.
00:31:52: und deshalb glaubt sie, dass das vielleicht der Grund dafür ist, dass er sich nicht mehr meldet, weil ihm das vielleicht unangenehm ist oder weil er halt sauer ist, dass sie nicht sofort zugestimmt hat, ihm das Geld zu geben.
00:32:01: Oh Mann, die Arme.
00:32:03: Ich find das trotzdem irgendwie total krass.
00:32:05: Klar, man hört ja immer wieder von solchen Fällen, wo Familien den Kontakt zu einigen Familienmittel dann komplett verlieren.
00:32:12: Aber die Beziehung zwischen ihnen war ja eigentlich eng und es gab ja auch keinen Streit.
00:32:17: Also würde ich dann schon hoffen, dass meine Familie, also meine Freunde dann, wenn ich verschwunden wäre, intensiver nach mir suchen.
00:32:23: Ja, definitiv.
00:32:24: Also das würde ich schon auch hoffen, dass man ja nicht so nach einem halben Jahr einfach aufgibt.
00:32:28: Ja, und sich so denkt, ja gut ist er jetzt halt weg.
00:32:30: Ja, unfassbar.
00:32:32: Naja, jedenfalls kommt dann eben Pfingsten, dieses besagte Wochenende, an dem Gabriele ist neuer Partner, die Leiche von Alexander findet.
00:32:41: Und er ja nicht die Polizei ruft.
00:32:43: Genau, der will ja erstmal abwarten und ihre Version der Geschichte hören.
00:32:47: Als Gabriele dann nach Hause kommt, da wird sie von ihrem Verlobten konfrontiert.
00:32:51: Also erzählt sie ihm, was passiert ist?
00:32:53: Tja, und er?
00:32:54: Was macht er wohl?
00:32:56: Auf jeden Fall ruft er immer noch nicht die Polizei.
00:32:58: Nee, er nimmt sie erstmal in den Arm.
00:33:01: Im Nachhinein sagt er zwar, ich war da irgendwie nicht im Besitz der Ursachenverkettung, warum da ein Mensch liegt, aber stattdessen habe er ganz viel Selbsthass, Schmerz und auch Traurigkeit bei ihr gefühlt.
00:33:13: Und deshalb behält er die Sache für sich.
00:33:15: Und nicht nur das, er hilft ihr.
00:33:18: Erst mal versucht er, die Leiche zu zerteilen.
00:33:21: Mit einem Beil hackt er auf die Beine, schafft es aber nicht, sie abzutrennen.
00:33:25: Und er muss sich mehrfach übergeben.
00:33:28: Also will er die Leiche lieber vergraben.
00:33:30: Gemeinsam mit einem Freund, einem Landschaftsgärtner, faschart Christian, also Alexander's Leiche im Garten.
00:33:37: Alleine hätte er das nicht geschafft, denn die Leiche war zu schwer.
00:33:40: Und die Blutflecken auf dem Dachboden, die überstreichen sie mit weißer Farbe.
00:33:45: Also schon heftig na Frau, einfach so zu helfen, die offensichtlich einen Menschen umgebracht hat.
00:33:50: Und warum jemand sowas macht, das hat uns Christian Lütke auch mal erklärt.
00:33:56: Der neue Partner hilft, die Laiche zu vergraben und geht nicht zur Polizei, weil Menschen in solchen Konstellationen oft nicht kühl- rational handeln, sondern in Bindung, Angst, Abhängigkeit oder Manipulation rutschen und dann moralisch immer tiefer weiter abrutschen, Schritt für Schritt.
00:34:13: Psychologisch ist das häufig ein Cocktail aus, ich verliere sie nicht, ich darf nicht auffahren, ich stecke jetzt schon drin.
00:34:20: Dazu kommt eine kognitive Dissonanz, bedeutet also, wer hilft, muss sich innerlich recht und wird dadurch oft noch loyaler.
00:34:28: Ja, das ist schon interessant, ne?
00:34:29: Und Christian ist Gabriele gegenüber extrem loyal.
00:34:33: Der sagt, ich habe es aus Liebe zu Gabriele getan und er habe auch Angst gehabt, dass sie eine mögliche Haft nicht übersteht.
00:34:41: Und so wird er dann selbst zum Verbrecher.
00:34:43: Die beiden sind ja auch bereits verlobt und wenig später heiraten die beiden im Rahmen einer freien buddhistischen Zeremonie in genau diesem Garten.
00:34:53: Ist nicht dein Ernst.
00:34:54: Also da wo die Leiche liegt, da heiraten sie, das ist also so absurd.
00:34:59: Total.
00:35:00: Und was dahinterstecken kann, das hat Christian auch noch mal eingeschätzt.
00:35:05: Dass die freie Hochzeit nach buddhistischem Ritual im Garten stattfand, wo der Ex lag, kann ein reiner Zufall sein, wirkt aber aus psychologischer Sicht viel mehr wie ein symbolischer Akt.
00:35:16: Das heißt, es geht darum, Kontrolle über Ortgeschichte und Beziehung und damit eine sehr deutliche Machtdynamik zu gewinnen.
00:35:24: Solche Rituale können auch eine Art Normalisierung durch Inszenierung sein.
00:35:29: Hier ist alles schön, alles ist rein, nichts wahr.
00:35:32: Und manchmal ist es auch eine Provokation.
00:35:34: Ein Ich bestimme die Wirklichkeit.
00:35:36: Insgesamt kann es als symbolische Akt gewertet werden, wie eine Art emotionale Wiedergutmachung.
00:35:42: Wenn ich hier heirate, dann ist es ja nicht so schlimm, was ich vorher getan habe.
00:35:46: Ja, was es jetzt wirklich war, das wissen wir nicht, aber ich muss schon sagen, ich fühle es schon echt ziemlich makaber.
00:35:52: Aber das, was Christian sagt, das kann ich mir schon vorstellen, obwohl es ist natürlich total geschmacklos.
00:35:57: Also soweit man das jetzt im Rahmen eines Mordes überhaupt noch beurteilen kann oder will, aber auf jeden Fall schon krass, dass die Leiche erst auf dem Dachboden nicht entdeckt wird und dann ja auch jetzt erst mal im Garten rumnägt.
00:36:11: Ja, das habe ich auch gedacht.
00:36:12: Vor allem ich meine mitten in so einem Wohngebiet.
00:36:14: Irgendwie würde ich auch denken, ich meine, wenn die Katzen da zum Dachboden gehen und so eine Leiche riechen quasi, würde ich halt auch denken, ob nicht vielleicht auch Tiere draußen auf eine Leiche aufmerksam werden.
00:36:24: Und ich habe Thomas auch noch mal gefragt, ob Tiere nach Leichen buddeln bzw.
00:36:29: wie tief eigentlich eine Leiche liegen müsste, damit sie nicht auffällt.
00:36:32: Wenn man einen toten Körper im Wald oder in der freien Natur vergrebt, muss man immer bedenken, dass dieser Körper für andere auch noch als Nahrungsquelle in Betracht kommen kann.
00:36:41: Und Ars alles und Fleischfresser buddeln dann auch schon ganz schön ordentlich, um daran zu kommen.
00:36:46: Vor allen Dingen Wildschweine mit ihren Wurf bzw.
00:36:48: Gebräch brechen unterhalb der Oberfläche, zwanzig bis fünfzehn Zentimeter tief, nach pflanzlichen und nach tierischen Nahrungsquellen, also zum Beispiel Insektenlarven.
00:36:58: Engerlinge und so was in der Art.
00:36:59: Wenn die jetzt aber den feinen Geruch des Todes in die Nase bekommen und denken, dass da ein ganz besonderer Happen zu bekommen ist, dann können die auch nochmal ganz schön ordentlich tiefer buddeln.
00:37:06: Das heißt, den Walde, den man am Lieblingsbaum eingegraben hat, den holen die sich aus fünfzig Zentimeter Tiefe auch wieder raus, abgesehen davon, dass man das nicht darf.
00:37:14: Das heißt, wenn ich jetzt meine, ich müsste eine leichende Teile irgendwie vergraben, dann muss ich schon ganz schön sparten Arbeit leisten, nämlich mindestens sechszig bis achtzig Zentimeter tief, damit das überhaupt saunensicher ist.
00:37:25: Ansonsten holen die sich das auch schon wieder raus.
00:37:27: keine so gute Idee, denn ein achtzig oder ein metertiefes Loch zu buddeln, das dann auch noch groß genug ist, dass da eine Leiche oder Leichenteile reinkommen, ist schon ganz schön spartene Arbeit.
00:37:37: Und wie lange lag die Leiche da jetzt?
00:37:39: Ja, über sechs Jahre tatsächlich.
00:37:41: Also erst im Januar, zwei Tausendsechzehn.
00:37:43: Da meldet sich dann eben diese Bekannte von Gabriele bei der Polizei.
00:37:47: Die hat eben diese Gerüchte über Alexander's Verschwinden gehört und will das jetzt nicht mehr einfach so stehen lassen.
00:37:53: Und am zwanzigsten Januar, zwei Tausendsechzehn, da klingelt es dann eben an der Tür des Hauses in Haar.
00:37:58: Das ist die Kriminalpolizei, die mittlerweile zweiunddreißigjährige Gabriele, die kurz vor ihrem Masterabschluss steht, wird festgenommen und gesteht ja auch sofort.
00:38:07: Und ohne zu zögern, zeigt sie eben den Ermittlern, wo die Leiche liegt.
00:38:11: Vergaben im Garten, sagt sie, draußen beim Kompost.
00:38:15: Die fragen, ob da noch weitere Leichen liegen.
00:38:17: Da ist sie entsetzt, schüttelt den Kopf.
00:38:19: Ob sie eine Waffe habe?
00:38:20: Nein, womit sie ihn umgebracht habe, mit so einem Ding, mit dem man Bretter schneidet, dabei macht sie dann so eine kreisförmige Bewegung.
00:38:28: Ja, und die Tatwaffe einer Handkreissäge, die bleibt bis heute verschwunden.
00:38:33: Aber damit kommt der Fall dann nach über sieben Jahren ans Licht.
00:38:37: Und zusätzlich finden die Ermittler ein Tagebuch, das Gabriele rund zwei Jahre nach dem Verbrechen verfasst hat.
00:38:43: Darin schildert sie, sehr detailliert die Tötung von Alexander und ein Auszug davon ist auch an der Bildzeitung zu lesen.
00:38:50: Da schreibt sie, seltsam, mir geht's eigentlich wieder gut, er ist aus meinen Albträumen verschwunden, heißt es.
00:38:56: Und das Ganze ist natürlich ein belastendes Beweismittel.
00:39:00: Und die Medien, die titeln jetzt Freund beim Sex mit Kreissäge getötet.
00:39:04: Also, das ist schon so ein Fall, der für Aufsehen in diesem kleinen Ort da sorgt.
00:39:08: Und ein Jahr später beginnt dann der Prozess im Februar, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im
00:39:13: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
00:39:23: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Durchschnittswert.
00:39:27: Wie lange jetzt für so ein Mordfall in Deutschland ermittelt wird, gibt's natürlich nicht.
00:39:30: Dafür sind ja die ganzen Fälle einfach zu unterschiedlich.
00:39:32: Also die Ermittlungen können ja wenige Wochen dauern oder wie in unserem Fall eben Jahre.
00:39:37: Hängt ja auch davon ab, ob es irgendwie Spuren gibt, Abzeugen.
00:39:40: Da sind welche Beweise gesichert werden und so.
00:39:42: Was man aber sagen kann, in Deutschland werden Mord- und Totschlagsdelikte wirklich häufig aufgeklärt.
00:39:47: Also laut der polizeilichen Kriminalstatistik lag die Aufklärungsquote für Mord- und Totschlag im Jahr
00:39:56: Okay, da bin ich beräucht.
00:39:57: Das ist ja schon mal ziemlich hoch.
00:39:59: Wie sieht es da im internationalen Vergleich aus?
00:40:02: Ist dort schon da weit vorne?
00:40:04: Könnte ich mir wahrscheinlich vorstellen bei dieser Zahl?
00:40:07: Ja, wir sind da schon ganz gut.
00:40:08: Also zum Beispiel in den USA, da ist die Aufklärungsrate bei Mordfällen auch deutlich gesunken.
00:40:13: Die lag dort auch mal bei etwa neunzig Prozent, aber inzwischen bewegte sich eher so bei fünfzig Prozent, was jetzt ja wirklich ein krasser Unterschied ist.
00:40:21: Und Experten erklären das unter anderem damit, dass Täter in den USA halt viel häufiger unbekannt sind, während es in Deutschland eben oft so Tötungsdelikte im sozialen Nahraum sind, also in Beziehungen oder in Familien.
00:40:34: Aber kommen wir zurück zu unserem Fall, der ja nun am Ende dann auch aufgeklärt wird und der Prozess, der findet zu einem großen Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Münchner Landgericht statt.
00:40:44: Gabrielle verbirgt da ihr Gesicht.
00:40:46: Also sie trägt ihr rot-braunes, leicht-lockiges, bisschen tropiges Haar offen.
00:40:51: Das reicht ihr immer noch bis zu den Schultern.
00:40:54: Darüber trägt sie ein Mantel, in dem sie fast so ein bisschen wirkt, als wollte sie sich schützen.
00:40:58: Also so vor der Öffentlichkeit, vor der Schuld, vielleicht auch so ein bisschen vor sich selbst.
00:41:03: Wir haben auch ein Foto davon.
00:41:04: Da hält sie dann so eine Map bevor ihr Gesicht.
00:41:06: Das könnt ihr euch auch angucken bei Instagram auf sistersandcrime.
00:41:10: Punkt Podcast.
00:41:12: Ja, und wenn sie redet, dann klingt sie recht eingeschüchtert, spricht leise mit hoher Stimme.
00:41:17: Und ihre Verteidigerin, Birgit Schwert, die sagt zu ihrem Auftreten, das hier.
00:41:22: Sie hat letztendlich einen Menschen getötet, den sie geliebt hat.
00:41:27: Insofern trägt sie eine ganz schwere Bürde ihr Leben lang und das weiß sie und deswegen will sie auch im Rahmen dieses Prozesses hier Verantwortung übernehmen.
00:41:37: Na, das ist wohl auch das Mindeste.
00:41:38: Wer da auch mit im Saal sitzt, das sind die Eltern des Ermordeten, also die Eltern des Toten Alexander.
00:41:43: Und hier siehst du auch noch mal ein Foto von den beiden.
00:41:46: Ja, also man sieht ihn an, dass es wirklich sehr, sehr schlimm für sie sein muss, hier bei diesem Prozess dabei zu sein.
00:41:54: Die Mutter hat die Arme so leicht vom Körper verschränkt, also wahrscheinlich stützt sie sie auf dem Knie ab.
00:42:00: Es wirkt so ein bisschen wie eine Schutzhaltung.
00:42:02: Sie schaut nach unten.
00:42:04: hat die Lippen aufeinander gekniffen, sieht sehr, sehr traurig aus.
00:42:08: Und auch der Mann neben mir, ich weiß jetzt nicht genau, ob das der Lebensgefährte ist oder der leibliche Vater, auf jeden Fall sieht er auch sehr, sehr traurig aus.
00:42:15: Ich meine, die müssen sich wahrscheinlich jetzt einige schlimme Details in diesem Prozess anhören.
00:42:20: Wer sagt dann alles aus beim Prozess?
00:42:23: Also zum Beispiel eben Gabriele Stmann Christian, wobei diese Hochzeit nach buddhistischem Ritual ja nicht wirklich rechtskräftig war, also ist es eher ihr Partner, der trägt ein grünbraus Hemd und wirkt fast auffallend selbstsicher, also fast so ein bisschen überheblich.
00:42:38: Statt präziser Antworten liefert er eher so ausschweifende Monologe, er schweift ganz viel ab, philosophiert, zitiert sogar Friedrich Hölderlin und sagt dann, wer das tiefste gedacht liebt, das lebendigste, hohe Tugend versteht, wer in die Welt geblickt und es neigen die Weisen oft am Ende dem Schönen sich.
00:42:58: Bitte was?
00:43:00: Ja, ist strange, oder?
00:43:02: Also richtig, richtig merkwürdig.
00:43:04: Und einfache Fragen, die beantwortet er dann mit Gegenfragen.
00:43:08: Als der Richter Michael Höhne zum Beispiel wissen will, seit wann er mit Gabriele zusammen war, da entgegnet er ein Paar.
00:43:15: Was verstehen Sie unter einem Paar?
00:43:17: Alles steht doch miteinander in Beziehung.
00:43:19: Also er provoziert so ein bisschen.
00:43:21: Und nicht nur das.
00:43:23: Also als Christian das Opfer Alexander während der Verhandlung auch als Arschloch bezeichnet, da platzt dem Nebenklagevertreter wirklich der Kragen.
00:43:32: Rechtsanwalt Ecke hat Müller, der gemeinsam mit den Adoptiveltern des Opfers im Saal sitzt.
00:43:37: Der wird wirklich laut und sagt, die Beschimpfung des Opfers ist eine Empörung.
00:43:41: Und dieser fragt, ob Gabriele und Christian überhaupt jemals nur einen Gedanken an Alexanders Eltern verschwendet haben.
00:43:47: Boah, der macht mich so sauer.
00:43:49: Wahrscheinlich hat er nicht an die Eltern gedacht, also es ist ja wirklich unfassbar.
00:43:53: Und was war denn eigentlich das Motiv, weiß man dazu was?
00:43:56: Also laut Christian hatte Gabriele wohl große Angst vor ihrem früheren Lebensgefährten.
00:44:01: Er habe sie behandelt wie ein Stück Scheiße, sagt er, jahrelang gedemütigt und auch zu Sexspielen gezwungen, die sie nicht wollte.
00:44:09: Auch Gabriele selbst sagt, sie habe aus Angst gehandelt, also Alexander soll zwei Gesichter gehabt haben.
00:44:16: Der eine Mensch, der sei wahnsinnig intelligent, sehr humorvoll, gut erzogen gewesen.
00:44:21: Und der andere eben gewalttätig, der sie zu Sadomasosex gezogen habe.
00:44:26: Dabei geht es dann ja um so sexuelle Praktiken, bei denen vor allem Schmerz, Dominanz, Unterwerfung oder Demütigung eine zentrale Rolle spielen.
00:44:34: Aber sowas sollte natürlich unbedingt freiwillig und auch einvernehmlich zwischen allen Beteiligten erfolgen.
00:44:40: Wenn das aber jetzt nur der eine Partner will und der andere nicht, dann kann das natürlich problematisch werden.
00:44:46: Und das sagt auch unser Psychologe Christian Lütke.
00:44:49: Wenn jemand bei Sexuart-Praktikern mitmacht, obwohl innerlich ein klares Nein da ist, ist niemals ein Konsens da, sondern es ist immer eine Anpassung, Unterdruck, das kann Scham, Ekel, Angst, Erstarrung und langfristig auch Vertrauens- und Körperprobleme auslösen.
00:45:05: Viele Betroffene, die beschreiben hinterher, ich war dabei, aber nicht wirklich da.
00:45:08: Und das ist sehr typisch bei Grenzverletzungen, dass die Betroffenen in eine Art gefühlsmäßige Vollnackose verfallen.
00:45:15: Das heißt, sie schalten komplett.
00:45:18: ihre Gefühle ab und der Körper schaltet in eine Art Überlebensmodus um.
00:45:23: Am Ende können dann häufig Selbstvorwürfe stehen und ein sehr, sehr ungutes Gefühl auslösen.
00:45:31: Ja, das kann man sich schon gut vorstellen.
00:45:34: Dass sich dann so ein schreckliches Gefühl aufbaut, aber natürlich kann dieser Mord dann nicht die Lösung sein.
00:45:40: Nee, definitiv nicht.
00:45:41: Ich mein, so ein ungutes Gefühl soll Gabriele gehabt haben.
00:45:45: Allerdings, was jetzt bei diesem Sex spielen freiwillig war und was nicht, das lässt sich im Nachhinein natürlich schwer sagen.
00:45:52: Es äußert sich dann noch eine Zeugin, die so eine Art Dreiecksbeziehung mit Gabriele und Alexander gehabt haben will.
00:45:59: Und das über ein Jahr, also Gabriele soll diese Dritte im Bunde Haustierchen genannt haben, weil sie wie eine Katze kommen und gehen konnte.
00:46:09: Das sagt die Frau im Zeugenstand.
00:46:12: Jeder wie er mag, aber in dieser Dreiecksbeziehung sei es auch nicht nur um Sex gegangen, die hätten auch viel gekuschelt.
00:46:17: Aber diese Zeugen habe auch manchmal mit Gabriele alleine Sex gehabt.
00:46:21: Aber die sagt eben auch aus, dass es zwischen Alexander und Gabriele häufig Streit gab, dass diese Beziehung Gabriele zermürbt habe, dass Alexander sehr launisch gewesen sei, Gabriele beschimpft habe und immer wieder Sex mit anderen Frauen wollte.
00:46:35: Und Gabriele selbst sagt vor Gericht, dass Alexander auch Gewalt tätigen, richtig lebensbedrohlichen Sex gewollt habe.
00:46:42: Das wiederum kann diese Zeugin aber nicht bestätigen.
00:46:46: Also es klingt auf jeden Fall nicht nach einer gesunden Beziehung und auch heftig.
00:46:50: Glaube ich für Alexander's Adoptiv-Eltern, oder?
00:46:53: Die ja dabei sind und sich das alles anhören müssen.
00:46:55: Und auch für die leibliche Mutter, die das jetzt alles hören muss.
00:46:59: Also sowas dann vom eigenen Kind zu erfahren, ist natürlich auch schrecklich.
00:47:02: Total schlimm, und das sagen die auch.
00:47:04: Die haben nämlich wirklich das Gefühl, dass ihr Sohn da vor Gericht wirklich in den Dreck gezogen wird.
00:47:10: Ja, und von diesen Sex-Praktiken zu hören, das ist natürlich wirklich ein Schock.
00:47:13: Und das bestätigt auch Christian Lütke.
00:47:16: Wenn Eltern von den Hardcore-Praktiken ihres Kindes erfahren, dann ist das offensichtlich sehr, sehr schwer auszuhalten.
00:47:22: Für die Angehörigen ist das ein doppelter Schock.
00:47:26: Zum einen der Verlust und zum anderen werden intime Details bekannt.
00:47:30: Das Bild vom eigenen Kind zerreißen.
00:47:32: Viele erleben das als Mischung aus Trauer, Ohnmacht und einer öffentlichen Bloßstellung.
00:47:38: Im Prozess kommt dann noch dazu, dass Sexualität oft dramatisiert wird.
00:47:42: Das Opfer wird schnell umetikettiert und Angehörige kämpfen.
00:47:45: sondern nicht nur um Gerechtigkeit, sondern um Würde und Rehabilitierung.
00:47:49: Ja, kann man ja auch gut verstehen.
00:47:51: Ich meine, er wird halt auch einfach wahnsinnig viel ausgepackt in so einem Prozess, ne?
00:47:55: Also, im Jahr vor der Tat soll Gabriela eine Abtreibung gehabt haben.
00:48:00: Das wäre wohl das Kind von Alexander gewesen.
00:48:03: Er soll dann aber irgendwie sein wahres Gesicht gezeigt haben, dann wollte sie das wohl nicht mehr.
00:48:07: Medienberichten zufolge soll Gabriele eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Borderline-Patienten besucht haben.
00:48:14: Es könnte jetzt darauf hindeuten, dass bei Alexander möglicherweise so eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden war, angeblich soll ein Psychiater so eine Diagnose gestellt haben.
00:48:24: weiß man jetzt aber nicht so genau.
00:48:26: In ihren Aussagen behauptet Gabriele, jedenfalls Alexander habe sie auch mal dazu gedrängt, ein minderjähriges Mädchen mit nach Hause zu bringen.
00:48:35: An anderer Stelle sagt sie wiederum, er habe Suizidgedanken gehabt, er wollte sterben.
00:48:40: Also das ist alles schon so ein bisschen diffus.
00:48:44: Ja, und wenn das stimmt, ich meine, man kann es jetzt natürlich nicht einschätzen, ob es stimmt oder nicht, das ist alles wirklich schlimm.
00:48:50: Und natürlich auch schrecklich, aber trotzdem nochmal jemanden mit einer Kreissäge zu ermorden.
00:48:55: Das ist auf jeden Fall nicht der richtige Weg.
00:48:57: Also man könnte auch zur Partherapie gehen oder ihn verlassen oder sich versuchen Hilfe zu suchen, auch wenn er wirklich suizidal war.
00:49:06: Also dann muss man wirklich jemandem Bescheid geben.
00:49:09: Und das ist die letzte Lösung.
00:49:10: Also das ist keine Lösung, was sie da getan hat.
00:49:13: Das ist wirklich der schrecklichste, der schrecklichste Ausweg für alle Beteiligten.
00:49:16: Ja, definitiv.
00:49:17: Also wie gesagt, Hilfe holen wäre auf jeden Fall der bessere Weg gewesen.
00:49:22: Ja, es gibt halt, wie gesagt, ganz, ganz viele Medienberichte, nach denen soll Gabriele auch extrem eifersüchtig gewesen sein.
00:49:27: Alexander habe sich auch irgendwie eine andere Frau verliebt, die soll dann bei einer dieser regelmäßigen Orgien in dem Haus, in dem sogenannten Hippie-Haus, diese Frau kennengelernt haben.
00:49:37: Und ja, vor Gericht beschreibt Gabriele diese Beziehung mit Alexander im Rückblick wie so ein Zustand zwischen Rausch und Stillstand, also der Alltag sei von Alkohol und Marihuana geprägt gewesen.
00:49:48: Alles habe sich irgendwie wie in Trance angefühlt.
00:49:51: Und an vieles können sie sich auch nicht mehr erinnern.
00:49:54: Nur eben daran, diese Kreissäge nach vorne gedrückt zu haben.
00:49:58: Damit durchtrennte sie dann sein Schlüsselbein und verletzte das Brustbein sowie innere Organe.
00:50:03: Außerdem trennte sie ihm den Kopf ab.
00:50:05: Und wie es genau dazu kam, das wisse sie selbst nicht.
00:50:08: Als sie gefragt wird, ob er gleich tot war, da fragt sie, was heißt gleich.
00:50:14: Währenddessen sitzt eben, du hast es ja schon angesprochen, auch Alexanders leibliche Mutter im Zuschauerraum und schüttelt nur den Kopf, unglaublich flüstert sie.
00:50:23: Also vor den Kameras sagt sie auch, wie unnatürlich Gabriele jetzt auf sie wirkt, dass sie eigentlich immer so eine dominante, kraftvolle Frau gewesen sei.
00:50:32: Und kurz vor dem Tod hätten die beiden sie auch noch mal besucht und da hätte Gabriele dann gesagt, sie fände es eigentlich auch ganz gut, wenn Alexander mal so für ein Dreivierteljahr einfach auf den Kontakt zur leiblichen Mutter und auch zur Adoptivfamilie.
00:50:44: verzichten würde.
00:50:46: Warum?
00:50:47: Das ist ja komisch.
00:50:49: Ja, ist auch irgendwie komisch.
00:50:50: Also Gabriele erklärt das alles nicht so genau und hilft auch ehrlich gesagt bei der Aufklärung des Fallen nicht so besonders viel mit.
00:50:57: Allerdings zum Abschluss der Beweisaufnahme betont sie zumindest ihre Reue.
00:51:02: Sie sagt mir ist unbegreiflich, wie es zu meiner Tat gekommen ist.
00:51:06: Das liest sie in einer Erklärung vor.
00:51:08: Sie habe die Tat nicht geplant.
00:51:11: Ich soll etwas erklären, dass ich selbst nicht verstehe, das sagt sie mit leiser Stimme.
00:51:15: Ich merke selber, dass ich ständig davor weglaufe, mich zu erinnern.
00:51:19: Ja,
00:51:21: so wirklich reu ist es nicht, aber vielleicht ein Ansatz davon.
00:51:25: im Vergleich zu so manch anderen Täterin, die wir hier im Podcast schon hatten.
00:51:29: Also, naja.
00:51:30: Ja, man weiß es nicht so genau.
00:51:31: Ich meine, einige Zeugen und Bekannte sagen auch noch aus, dass sie nach dem Tod ihres Freundes, also sie nennt das dann, nachdem er weggelaufen sei, dass sie da schon erleichtert gewirkt habe, also... Alex und ich sind nicht mehr zusammen, schrieb sie zum Beispiel im Januar, an eine ehemalige Mitbewohnerin.
00:51:49: Und es ist nun wirklich aus in einer E-Mail.
00:51:52: Und zu diesem Zeitpunkt war Alexander schon einen Monat tot.
00:51:57: Immerhin, die wissen jetzt Bescheid, was passiert ist.
00:52:00: Alexander hat sich eben nicht mehr gemeldet, weil er sich nicht melden wollte, sondern weil er sich nicht melden konnte.
00:52:07: Bei jedem Auftritt vor Gericht ist auch wirklich spürbar, wie sehr die Eltern leiden.
00:52:11: Gleichzeitig müssen Sie sich eben einiges über Ihren Sohn anhören, Sadomaso, Borderline und von all dem werden wir ja nie erfahren, wie es wirklich war.
00:52:20: Ja, das ist das tragische, vor allen Dingen für die Angehörigen.
00:52:24: Aber wie lautet denn jetzt das Urteil?
00:52:26: Also die Staatsanwaltschaft fordert am Ende des Prozesses eine lebenslange Haftstrafe wegen Morges, die Verteidigung hingegen plädiert auf Totschlag und beantragt eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren.
00:52:37: Der Unterschied ist rechtlich enorm wichtig.
00:52:39: Beim Totschlag geht es um die Tötung eines Menschen ohne besondere Mordmerkmale, z.B.
00:52:45: im Affekt nach einem Streit.
00:52:47: Das Strafmass liegt zwischen fünf und fünfzehn Jahren, in Ausnahmefällen auch lebenslang.
00:52:51: Beim Mord hingegen müssten ja sogenannte Mordmerkmale vorliegen.
00:52:55: Etwa niedrige Beweggründe, Heimtücke, besondere Grausamkeit oder das Tötensurverdeckung einer anderen Straftat.
00:53:03: Und Mord bedeutet in Deutschland immer lebenslangerhaft.
00:53:07: Im Fall, Gabriele konnte kein Mordmerkmal zweifelsfrei nachgewiesen werden.
00:53:12: Das Urteil, das kommt an einem Freitag im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, Die Tötung ist skurril und bizarr und erfüllt die Voraussetzung eines Horrorszenarios, sagt der Richter.
00:53:40: Wer einem anderen eine laufende Handkreisege zweimal gegen den Heiß drückt, der handelt mit absolutem Vernichtungsvillen.
00:53:48: Was interessant ist, die leibliche Mutter von Alexander, eine zierliche Frau mit Brille und diesen pinken Strähnen im grauen Haar, die wir da auf dem einen Foto auch schon gesehen haben, die sucht am Ende des Prozesses ganz bewusst die Nähe zu der Frau, die ihren Sohn getötet hatte.
00:54:04: Also in einer Verhandlungspause, da nimmt sie ihre Hand, setzt sich zu ihr, spricht unter Tränen mit ihr.
00:54:11: Und sie sagt halt, so schwer es war, die Wahrheit zu erfahren, so grausam das Schicksal ihres Sohnes, so sagt sie sei.
00:54:18: Sei es eben auch eine Erleichterung, endlich Gewissheit zu haben.
00:54:22: Aber das alles zu verarbeiten, das ist natürlich super schwer.
00:54:25: Und zu einem späteren Zeitpunkt, da geht die leibliche Mutter auch nochmal an den Tat- und Fundort.
00:54:31: Also dahin, wo ihr Sohn verschart wurde, also in den Garten des Hauses in Haar.
00:54:37: Vielleicht ist es für sie so eine Art... Ja, Konfrontation, um das alles irgendwie verarbeiten zu können?
00:54:44: Ja, sowas in der Art muss es irgendwie sein, also sie lässt sich da begleiten von der Bildzeitung und man sieht sie dann erst am Zaun des Hauses stehen, da schaut sie dann in den Garten und dann sagt sie folgendes.
00:54:55: Ich muss mir auch ganz stark zusammenreißen, dass ich in den Schilder diesen Weinkranz kriege, obwohl ich ja immer mal hierhin wollte.
00:55:05: Nur alleine habe ich mich halt nicht getraut.
00:55:07: Ich muss mich ja auch mal damit konfrontieren.
00:55:10: Da war die Stille.
00:55:11: So wie das aussieht, könnte er auch gelegen haben.
00:55:15: Ich glaube, ich muss hier weg.
00:55:17: Ich stelle mir das auch so schrecklich vor.
00:55:19: Ich finde, man hört so richtig, wie schwer das für sie ist.
00:55:22: Und sie läuft dann auch noch so durch den Garten, schaut sich nochmal um, setzt sich auf eine Bank.
00:55:26: Und da siehst du hier auch noch mein Bild.
00:55:28: Oh Gott, das tut mir so leid, auch dieses Foto.
00:55:32: Sie sitzt da so richtig einsam und verlassen auf dieser Bank.
00:55:37: Also das sieht so herzerreißend aus, dieses Bild.
00:55:41: Sie hat die Hände im Schoß und wirkt so ein bisschen zusammengesagt, schaut zur Seite, schaut auf die Stelle wahrscheinlich auf der ihr so möglicherweise gelegen hat.
00:55:52: Sie sieht sehr traurig und mitgenommen aus.
00:55:55: Also es ist wirklich richtig schlimm, sich das anzusehen.
00:55:58: Also man kann nur hoffen, dass dieser Besuch ihr irgendwie weiter geholfen
00:56:02: hat.
00:56:03: Zumindest vielleicht zur Verarbeitung.
00:56:05: Das kann schon funktionieren, das sagt auch Christian Lütke.
00:56:09: Dass die Mutter den Garten besucht, kann durchaus bei der Verarbeitung behilflich sein.
00:56:15: Das kann helfen, weil sie Handlungsmacht zurückgewinnt.
00:56:18: Es kann aber auch zu einer ganz starken Überforderung führen.
00:56:21: Entscheidend ist das richtige Timing, die Begleitung und Stabilität.
00:56:25: Manche brauchen einen Ort, um das unfassbare Real zu machen und Abschied zu gestalten.
00:56:31: Wenn danach aber Flashbacks, Schlafstörung, Panik und so weiter explodieren, dann war es definitiv zu früh.
00:56:37: Dann wäre Stabilisierung wichtiger als Konfrontation.
00:56:40: Ja, jeder geht da irgendwie anders mit um.
00:56:42: Es ist natürlich schwer von außen zu beurteilen.
00:56:45: Aber da am Tatort, da soll jetzt übrigens was Neues entstehen.
00:56:49: Das Haus, das ist mittlerweile vollständig entkernt.
00:56:51: Da sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit je acht Wohnungen gebaut werden.
00:56:56: Also man kann sagen, dort ist der Blick in die Zukunft gerichtet.
00:57:00: Ja, und wie sieht die Zukunft von Gabriele und Christian aus?
00:57:03: Also, Gabriele müsst ihr eigentlich noch im Gefängnis sitzen, nach meiner Rechnung jetzt, oder?
00:57:07: Ja, genau, die sollte eigentlich bis zum Jahr- und-zwanzig einsitzen.
00:57:10: Aber sie wurde im Mai- und-zwanzig entlassen.
00:57:13: unter strengen Auflagen, die die Staatsanwaltschaft aber nicht öffentlich macht, aus Sicherheitsgründen.
00:57:19: Es heißt, die heute vierzigjährige würde in Augsburg leben.
00:57:23: Und Christian, der wurde bereits im September zwei tausendsechzehn vom Amtsgericht verurteilt, zu zwei Jahren und acht Monaten Haft wegen gemeinschaftlicher Strafvereitelung, weil er die Leiche eben nicht gemeldet hat, sondern beim Vergraben geholfen hat.
00:57:37: Und zunächst hat Gabriele wohl noch mit Christian zusammengelebt.
00:57:41: Die beiden haben im Gefängnis noch geheiratet.
00:57:43: Mittlerweile sind sie aber wohl wieder geschieden.
00:57:46: Tja, und Alexander?
00:57:48: Der ist tot und zurückbleiben.
00:57:49: Fassungslose Eltern, Mitbewohner und Freunde.
00:57:52: Und irgendwie immer noch viele offene Fragen.
00:57:55: Oh Mann, das ist echt eine heftige Geschichte.
00:57:57: Jetzt noch zum Jahresende.
00:57:59: Also wirklich krass und schlimm und ... Ja, wieder für alle Beteiligten schlimm.
00:58:04: Man weiß ja nicht, was jetzt wirklich vorher passiert.
00:58:07: Das wird wahrscheinlich nie so ganz aufgeklärt werden.
00:58:10: Aber auf jeden Fall ist es sehr, sehr tragisch.
00:58:13: Ja, heftig.
00:58:15: Ja, ich finde, es zeigt halt auch wieder so, dass man in Beziehungen schon auch aufpassen muss.
00:58:20: Also, wie gesagt, das ist ja überhaupt keine Rechtfertigung, dass die irgendwie ein für sie problematisches Sexleben haben, dass man dann jemanden umbringt.
00:58:27: Da brauchen wir wirklich gar nicht drüber reden.
00:58:28: Aber ... Es ist halt schon offensichtlich so, dass Menschen halt, wenn sie ja zu Sachen gedrängt werden, die sie nicht wollen, wenn sie dann unterdrückt werden, wenn sie sich nicht mehr gut fühlen, wenn sie das nicht artikulieren können.
00:58:41: dass dann eben sich offensichtlich irgendwas aufstaut, innerlich, und dass sie dann vielleicht in dieser Situation einfach ausgerastet ist, was es nicht besser macht, das meine ich nicht.
00:58:50: Aber ich kann mir halt schon vorstellen, dass wenn er dann wieder zu ihr gesagt hat, so, ja, fessel mich und ich möchte diese Sexspiele und so, und dass sie dann vielleicht einfach da oben ausgetickt ist, und dass sie dann so dachte, ich will das nicht, dann lagt er diese Kreissäge und dann ... Ja, greifst du dazu und dann bringt sie ihren Freund um, aber es ist natürlich trotzdem einfach unfassbar tragisch und auch einfach eine ganz schräge Geschichte.
00:59:13: Ich meine, den dann da auf dem Dachboden liegen zu lassen, es zeigt halt auch so ein bisschen, dass die ja auch total den Kopf in den Sand gesteckt haben muss.
00:59:19: Also dann einfach die Tür zu verrammeln, die Leiche da liegen zu lassen, einfach eine neue Beziehung anzufangen und sich nicht drum zu scheren, dass es da oben anfängt zu stinken.
00:59:28: Das ist halt schon einfach super krass.
00:59:30: Und wie viele auch zusammenkam, dass das so lange unentdeckt blieb.
00:59:33: dass die Leiche da so lange erst mal auf dem Dachboden lag und dann so lange im Garten und das jetzt ja eigentlich auch wieder nur durch einen Zufall rausgekommen ist, aber dass sie dann eben noch jemanden gefunden hat, ihren Verbündeten, der geholfen hat, die Leiche zu beseitigen und nicht sofort gesagt hat, sag mal, was ist das denn?
00:59:50: Wir gehen hier sofort zur Polizei, wir klären das auf, wir erzählen, wie es dazu kam, sondern einfach mitgemacht hat.
00:59:56: Also das ist wirklich manchmal, ich habe da gar keine Worte für.
01:00:00: Ne, ist wirklich verrückt.
01:00:01: Und man sieht ja aber auch, dass er das ja offensichtlich trotzdem nicht gut ertragen konnte.
01:00:05: Ist ja auch logisch.
01:00:06: War das ja scheinbar ständig im Kopf, weil sonst hätte er ja wahrscheinlich auch nicht das Bedürfnis gehabt, das irgendwie auszuplaudern.
01:00:12: Wahrscheinlich war das dann doch so ein inneres Bedürfnis, sich das irgendwie von der Seele zu reden, dass du dann halt anfängst, unter Alkohol das doch irgendwie zu erzählen oder anzudeuten.
01:00:23: Oder aber es ist dann doch auch irgendwie so eine Art von Pralerei.
01:00:26: Es ist ja so eine komische, man weiß jetzt nicht so genau, was dahinter steckt.
01:00:30: Aber halt auch einfach Wahnsinn, solche Kommentare zu machen.
01:00:33: Aber dass auch dann es immer noch eine Weile gedauert hat, bis Leute zur Polizei gehen und sagen, hey, also ich habe da eine komische Sache gehört, in meinem Freundeskreis gibt es offensichtlich jemanden, der hat jemanden umgebracht.
01:00:44: Dann ruft man irgendwann mal die Polizei an.
01:00:46: Ich meine, wie schräg auch für Polizeibeamte, wenn du so eine Mitteilung bekommst.
01:00:52: fragst du dich ja auch erstmal so, okay, ist das jetzt, wie wir vorhin gesagt haben, irgendein schräge Story?
01:00:57: Oder ist da wirklich was dran?
01:00:58: Und dann fährst du zu denen da zu dem Haus und dann sagen die sofort, ja, stimmt, die Leiche liegt da im Garten.
01:01:04: Also, Wahnsinn.
01:01:05: Und alle wussten schon davon.
01:01:08: Aber das hast du gesagt, das finde ich ganz spannend, weil das ja häufig so bei Tätern ist.
01:01:11: Also, dass sie es dann irgendwann erzählen, wie du sagst entweder aus dem Grund, dass es sie so sehr belastet und sie nicht, ja, damit zurechtkommen und damit nicht weiterleben können.
01:01:21: oder dass sie sich ihrer Sache einfach so sicher sind und sich so überlegen fühlen, dass sie damit angeben wollen und ja, wie du es gesagt hast, mit dieser Tat prallen wollen.
01:01:31: Also natürlich ein Glück, dass es dann oftmals eben rauskommt, aber blöd natürlich für denjenigen, der es dann ausgeplaudert hat.
01:01:39: Ja, absolut.
01:01:40: Also, mich würde mal interessieren, was unsere Sistis zu dem Fall sagen.
01:01:43: Also, was denkt ihr denn?
01:01:45: Erstens mal glaubt ihr, er hat es nur ausgeplaudert aus so einer Art, aus so einem Schuldbewusstsein, weil er sich das von der Seele reden wollte, oder war es vielleicht doch eher so eine Rumpralerei.
01:01:54: So nach dem Motto, wir haben ein Mord begangen und keiner hat es gemerkt.
01:01:58: Und was denkt ihr generell über diese ganze Geschichte, über diese Beziehung, dass sie ihn da bei einem Sexspiel umgebracht hat?
01:02:04: Also, kommentiert gerne unter unseren Post, was ihr über diesen Fall.
01:02:08: Denkt über diesen sehr skurrilen Fall zum Jahresende.
01:02:11: Man muss ja sagen, das war jetzt unser Sisters in Crime Jahr zweitausendfünfundzwanzig.
01:02:16: Wir freuen uns ja so, so, so sehr über diesen gemeinsamen Weg.
01:02:19: Also wirklich danke, dass ihr uns hört, verfolgt, was wir machen, kommentiert, korrigiert Feedback gibt.
01:02:24: Das ist wirklich, wirklich schön.
01:02:26: Ja, total.
01:02:26: Und wir sind euch wirklich auch über euer Feedback dankbar.
01:02:28: Also wir lernen natürlich immer weiter dazu.
01:02:31: und versuchen uns korrekt auszudrücken.
01:02:34: Und wir versuchen, ja, den niedrigen Respekt der Opfer gegenüber zu zeigen.
01:02:39: Und ja, sind euch da immer sehr, sehr dankbar, wenn ihr da Hinweise für uns habt.
01:02:44: Und wir freuen uns natürlich auch auf ein neues Jahr mit euch, also das Sisters in Crime Jahr-Zweißen-Sächson-Zwanzig, auf spannende Fälle, gemeinsame Diskussionen.
01:02:54: auf unsere Tour natürlich.
01:02:55: By the way, also falls ihr noch keine Tickets habt, die beiden Termine sind erst mal nur in München und in Köln, die Tickets findet ihr zum Beispiel bei myticket.de.
01:03:05: Einfach ist das in Crime, insofern es da eingeben und dann findet ihr uns schon.
01:03:10: Oder einfach in die Shownotes gucken, da haben wir den Link.
01:03:13: Und ansonsten freuen wir uns natürlich, falls ihr uns noch nicht abonniert habt, dann macht das doch mal so zu Feier des Tages zum Jahresende.
01:03:20: Oh ja.
01:03:21: Und folgt uns bei Instagram und das ist das in crime.podcast oder auch gerne unserem WhatsApp-Kanal.
01:03:27: Kommentiert gerne auch bei eurer Podcast-Plattform und dann freuen wir uns auf das neue Jahr.
01:03:32: Liebe Sistis, kommt gut rüber, feiert schön und lasst es euch gut gehen.
01:03:36: Alles, alles Gute.
01:03:37: Wir denken ganz fest an euch.
01:03:39: Ja, und denkt daran, nicht zu gefährliche Silvesterbäuche haben.
01:03:42: Wir brauchen euch noch.
01:03:44: Also wirklich alles Liebe fürs neue Jahr.
01:03:46: Wir hören uns im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
01:03:53: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
01:04:08: Sie sind eher beste Freundin, kann man sagen, als Mutter und Tochter.
01:04:11: Das Zusammenleben der beiden ist total harmonisch, frei, vertraut.
01:04:16: Als Rebekka am Abend des Zweiundzwanzigsten Juli, aber nicht zum Abendessen erscheint, wundert sich die Tochter.
01:04:24: Was wie ein ganz normaler Abend beginnt, endet mit einem schrecklichen Verbrechen.
01:04:29: Okay, das neue Jahr startet auch wieder.
01:04:32: mysteriös, kann man sagen.
01:04:34: Dann freuen wir uns auf das Jahr.
01:04:36: Und jetzt würde ich sagen, Korken knallen.
01:04:39: Genau, aber ohne Raketen und Böller.
01:04:42: Darauf einigen wir uns.
01:04:43: Ganz genau.
01:04:44: Es reicht ja manchmal auch eine Wunderkerze, oder?
01:04:46: Also unsere Hunde Fritzi und Fried, die werden es euch danken, wenn ihr nicht böllert.
01:04:51: sondern stattdessen vielleicht einfach nur so ein kleines Tischfeuerwerk oder einen Knall.
01:04:54: Genau.
01:04:56: Das geht doch.
01:04:57: Oder einfach nur die Korken knallen lassen.
01:04:59: Das reicht doch auch von der Flasche Prosecke oder so.
01:05:01: Das macht ja auch einmal ein kleines
01:05:03: Klopp.
01:05:03: Genau.
01:05:04: Und in diesem Sinne.
01:05:06: Alles alles Gute.
01:05:06: Ein frohes neues Jahr wünschen wir euch und wir freuen uns auf zwei tausend sechsundzwanzig mit euch.
01:05:12: Macht's gut und bis nächste Woche.
01:05:13: Bis dann.
01:05:14: Ciao.
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