Happily True 7: Aus der Hölle ins Paradies - 8 Jahre in Thailands härtestem Knast

Shownotes

Vom absoluten Tiefpunkt zur spirituellen Freiheit: Als Maksim mit 31 Jahren in Thailand zu 13 Jahren Haft verurteilt wird, beginnt für ihn ein Überlebenskampf im härtesten Knast des Landes. Doch acht Jahre unter brutalsten Bedingungen brechen ihn nicht – sie formen ihn neu. In der Stille der Meditation und der Kraft des Yoga findet er seinen inneren Frieden. Maksim entscheidet sich für ein neues, spirituelles Leben und blickt heute dankbar zurück: Das Gefängnis war der harte Weg zu seinem besseren Ich.

Über Happily True: Wir nehmen Euch mit auf eine Reise in die außergewöhnlichsten Kapitel des echten Lebens. Wahre Geschichten voller Mut, Hoffnung und unglaublicher Wendungen. Menschen, die vom Schicksal herausgefordert werden und dennoch nicht aufgeben. Ein Mann stürzt aus einen Flugzeug und überlebt wie durch ein Wunder. Ein kleines Mädchen verliert seine Eltern und wächst unter Affen auf. Happily True erzählt Biografien, die uns Staunen lassen, Momente, die ans Herz gehen und zeigen, wie stark Menschen sein können. Ein Podcast, der inspiriert, berührt und am Ende beweist: Im echten Leben gibt es manchmal die schönsten Happy Ends. Ein Podcast, den Eltern endlich auch mit ihren Kindern hören können!

Instagram: @sistersincrime.podcast @julegoelsdorf @karolin_kandler

Autoren: Lena Kirchner Karolin Kandler Jule Gölsdorf

Quellen: Ich war in der Hölle und fand das Paradies in mir - Maksim Klasanovic, erschienen bei Kamphausen Media

https://www.youtube.com/watch?v=uzsDi2yoAuk

https://www.youtube.com/watch?v=rkwzJLM7hto

https://open.spotify.com/episode/6GscX0KGmjpelxGgPyEhux?si=c2kja7ylQX-b_W4rOZp8yw

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Transkript anzeigen

00:00:02: Du wirst mindestens zehn Jahre ins Gefängnis kommen.

00:00:06: Zehn Jahre, in denen du deine Frau und deine kleine Tochter nicht sehen wirst.

00:00:10: Wenn du nicht jetzt kooperierst ist alles vorbei.

00:00:14: Verstehst du das?

00:00:15: Dann hast du dein Leben gelebt!

00:00:17: Sei schlau und hilf uns die anderen zu verhaften.

00:00:21: Diese Worte hallen im Maxims Kopf nach.

00:00:24: Zehen Jahre für ein Fehler eine falsche Entscheidung

00:00:29: einen

00:00:29: einzigen Abend.

00:00:32: Was Maxim in diesem Moment noch nicht weiß, diese Abend wird nicht sein Ende sein.

00:00:40: Es wird der Anfang einer bemerkenswertesten Transformation werden die man sich vorstellen kann eine Geschichte darüber wie ein Mensch in der tiefsten Dunkelheit das Licht in sich selbst findet.

00:00:56: sie fällt aus einem Flugzeug und überlebt.

00:01:00: er singt mit einem Schiff und muss in dreißig Metern Tiefe in einer Luftblase ausharren.

00:01:06: Sie wird mit vier Jahren ausgesetzt und wächst unter

00:01:09: Affen auf.

00:01:10: Und er ist Deutscher, wurde in China zum Superstar,

00:01:14: weil er auf Mandarin rappt.

00:01:16: Diese Geschichten klingen so verrückt – doch sind sie wahr!

00:01:21: In unseren neuen Podcast gibt es Stories für die ganze Familie Mit Spannung, Herz

00:01:27: & Happy

00:01:28: End Ein True Story-Podcast mit Jule Gösthoff und Karolin Kantler.

00:01:34: Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Happily True.

00:01:38: Ich bin Jule Gösthoff

00:01:39: und ich bin Karolin Kandler, und Jule sagt mal, warst du eigentlich schonmal in Thailand?

00:01:44: Nee, ich war noch nicht in Thailand.

00:01:45: Ich war eh noch nicht viel in Asien also ich war nur einmal in Japan aber in Thailand noch nicht.

00:01:50: Aber das soll ja sehr schön sein.

00:01:52: Tu!

00:01:52: Ja, ich war schon mal da und habe es echt als total schönes, offenes und vielfältiges Land kennengelernt.

00:01:58: Also man fühlt sich eigentlich sofort wohl aber... Und das ist der Punkt auch für unsere heutige Folge!

00:02:03: Es ist eben auch ein Land mit sehr strengen Gesetzen gerade was Drogen angeht.

00:02:09: Das hab' ich mal gesehen.

00:02:10: also dass auswärtiger Amt das warned ja auch strikt davor in Thailand Drogen zu konsumieren, zu besitzen oder auch zu verkaufen.

00:02:17: Ja genau, schon der Besitz geringer Rauschgiftenmengen kann zu hohen Freiheitsstrafen führen.

00:02:22: Für einzelne Delikte sehen die thailändischen Strafgesetze sogar die Todestrafe vor und die wurde jetzt einige Jahre ausgesetzt.

00:02:30: aber im Jahr ist es nach langer Zeit erstmals wieder vollstreckt.

00:02:35: Im Grunde sollte man sich natürlich in jedem Land auch an die geltenden Vorschriften halten das ist ja klar!

00:02:40: Ja total, aber unser Fall heute erzeugt nochmal deutlich was passieren kann wenn man genau das nicht tut?

00:02:47: Okay, dann bin ich gespannt auf die Geschichte.

00:02:50: Sechs Jahre später, neunzehnhundertneunundsiebzig kommt dann Mickey zur Welt.

00:03:18: So nennen Maxim alle und auch er darf nur zwei Jahre über seinen Eltern bleiben bevor er dann denselben Weg geht.

00:03:26: Ja diese frühe Trennung prägt ihnen also das Gefühl nirgendwo richtig hinzugehören nirgendwo wirklich zu Hause zu sein und dass es dann auch ein Muster was sich durch sein Leben ziehen wird bis er lernt dass das Zuhause in ihm selbst liegt.

00:03:41: Seine Mutter hält die Trennung von ihren Kindern aber nicht lange aus und holt sie dann wieder zurück.

00:03:45: Aber beide Eltern müssen Vollzeit arbeiten, Maxim wird zum Schlüssel kennt.

00:03:51: Schule?

00:03:52: Hausaufgaben – das ist alles Nebensache für ihn!

00:03:55: Was zählt, ist Sport vor allem Fußball.

00:03:59: Sein Vater und er sind verrückt danach.

00:04:02: Dann der Schock.

00:04:03: Kurz nach dem Schulabschluss stirbt Maxims Vater.

00:04:07: Maxim ist da gerade sechzehn Und dann beginnt Maxim eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, bricht sie aber im dritten Lehrjahr wieder ab.

00:04:16: Geld verdient er trotzdem mit schrottreifen Autos die er nach Jugoslawien exportiert.

00:04:23: Mit einem Export verdient da manchmal so viel Geld wie ein Azubi im ganzen Jahr.

00:04:28: Aber die Gesetze ändern sich irgendwann, dieses Import-Exportgeschäft läuft nicht mehr so gut und plötzlich entdeckt Maxim eine Zeitungsanzeige – darin steht Wollen sie dort arbeiten, wo andere Urlaub machen?

00:04:43: Seine Aufgabe wird sein Touristen ansprechen zu Präsentationen locken.

00:04:47: Urlaubspakete und Immobilienanteile verkaufen.

00:04:51: Das klingt aber auch ein bisschen dubios!

00:04:55: Ja ist es tatsächlich auch.

00:04:56: Maxim schreibt später darüber.

00:04:59: Mir war bewusst dass es vorsichtig gesagt in diesem Business viele Verlierer und nur weniger Gewinner gab.

00:05:06: doch ich war einer der letzteren Und meine ethisch-moralische Grundhaltung ließ es durchaus zu, dass ich das eine oder andere Auge zudrückte wenn es um einen eigenen Profit ging.

00:05:17: Maxim orientiert sich am materiellen Erfolg und stellt sich heraus, dass er Talent hat.

00:05:24: Er wird befördert!

00:05:25: Da ständige Reisen passen zu ihm – er kann sich anpassen, lernt Sprachen, findet sich überall schnell zurecht.

00:05:33: Diese Rastlosigkeit findet dann aber ein Ende als Maxim nach Thailand kommt.

00:05:37: Hier trifft er Susanna.

00:05:39: Die beiden verlieben sich ineinander und bekommen die kleine Maya.

00:05:44: Maxim ist mittlerweile Marketingdirektor für drei Hotels, und leitet zeitweise Teams mit bis zu fünfzig Mitarbeiter.

00:05:52: Aber dann gibt es Proteste, politische Unruhen – und Bangkok wird abgeriegelt!

00:05:58: Die Touristen werden weniger und Maxims Einnahmequelle versiegt.

00:06:02: Seine Mitarbeiter kündigen, und Maxim beginnt Bewerbungen zu schreiben und bekommt tatsächlich aus Australien eine Zusage.

00:06:11: Die Personalchefin dort will ihn sofort haben, eine Wohnung wäre auch schon bereit heißt es.

00:06:16: und Maxim ist überglücklich also kann sein Glück in diesem Moment gar nicht fassen.

00:06:20: er ist total euphorisch denn Australien war schon immer sein Traum.

00:06:25: dann klingelt plötzlich sein Handy.

00:06:28: John ein bekannter is am anderen Ende.

00:06:31: Maxime hatte ihm die Nummer eines Drogenhänders besorgt und heute soll eine Party stattfinden.

00:06:37: John legt Maxim dazu ein.

00:06:39: Maxime will eigentlich absagen und bei seiner Tochter bleiben, aber John lässt nicht locker – bis Maxim dann irgendwann nachgibt.

00:06:48: Tja, das ist der Moment die eine Entscheidung, die alles verändert!

00:06:53: Als er das Haus verlässt ruft Susanna noch sei bitte vorsichtig.

00:06:58: Mit dem Motorrad fährt Maxime zur Tankstelle.

00:07:00: John und ein weiterer bekannter warten dort schon.

00:07:03: Plötzlich halten ein schwarzer Toyota Corolla und einen Motorrad neben ihm.

00:07:09: Im Auto sitzt der Dealer, die Übergabe hat noch gar nicht stattgefunden!

00:07:15: Und bei diesen Drogen geht es um Crystal Meth also eine der zerstörerischsten Drogen der Welt.

00:07:22: John und sein Kumpel sprechen kein Thailandisch – sie bitten Maxim also zu übersetzen.

00:07:27: Maxim steigt in das Auto.

00:07:29: Vorne der Deala und sein Fahrer hinten Maxim und ein Amerikaner.

00:07:35: Maxim fühlt sich unwohl, denkt an Australien.

00:07:38: An Susanna und Maya Und will die Übergabe jetzt einfach schnell hinter sich bringen.

00:07:44: Plötzlich rast ein Pick-up heran.

00:07:46: Männer mit langen Haaren und zerrissenen Jeans kommen angerannt.

00:07:49: Der Amerikaner schreit noch Lauf!

00:07:51: Verdammt nochmal Lauf Aber es ist schon zu spät.

00:07:55: Das sind nämlich Zivilfahnder.

00:07:57: der Dealer entkommt noch auf einen Motorrad.

00:07:59: Der Fahrer John und Maxim werden verhaftet.

00:08:05: Ja, der war ein Spitzel der Polizei und das ganze eine Falle.

00:08:10: Es ist der dreißigste April, zwei Tausend Elf zwanzig Uhr treizehn Das Datum von Maxims Festnahme.

00:08:19: Hier in Thailand ist Cannabis Kokain besonders unter Auslandern und Touristen damals eigentlich relativ normal Und Maxim erlebt diesen lockeren Umgang selbst hautnah.

00:08:28: Aber ein thailändischer Freund hat ihn schon früher gewarnt.

00:08:31: er hat nämlich mal zu ihm gesagt Wenn du irgendwelche Probleme hast, kannst du immer zu mir kommen – selbst wenn es um Mord geht.

00:08:38: Aber bei Drogen kann ich dir nicht helfen!

00:08:40: Lass besser die Finger

00:08:41: davon!".

00:08:44: Ja wir haben's ja anfangs schon angesprochen….

00:08:45: Die Rechtsprechung in Thailand ist wirklich gnadenlos was Drogen angeht.

00:08:49: für wenige Gramm gibt es teilweise bis zur fünfundzwanzig Jahre Haft.

00:08:55: Aber Maxiemler ist bislang noch sehr optimistisch.

00:08:58: er rechnet nur mit wenigen Tagen Haft ein Missverständnis das sich schnell aufklären wird.

00:09:04: Aber es passiert nicht.

00:09:06: Maxim wird verhört, fotografiert und kommt hinter Gitter.

00:09:11: In den Verhören wiederholt er?

00:09:13: Er hat nichts mit dem Deal zu tun – nur eine Telefonnummer weitergegeben!

00:09:17: Er ist weder Käufer noch Fährkäufer….

00:09:20: aber die Polizisten bleiben hart.

00:09:22: Maxim darf nicht einmal mit Susanna telefonieren.

00:09:26: Die Angst schmürt ihm jetzt die Kehle zu.

00:09:29: Plötzlich verspürter Panik.

00:09:32: Der Übersetzer sagt jetzt zu ihm Du wirst mindestens zehn Jahre ins Gefängnis kommen und deine Frau und deine Tochter für eine lange Zeit nicht wiedersehen.

00:09:42: Das sind die Worte, die wir Anfang schon gehört haben – das sind zehn Jahre, die ihm jetzt angedroht werden – und das alles nur für einen weitergegebenen Telefonnummer!

00:09:52: Die Sonderfahnder im Verhörraum diskutieren jetzt.

00:09:56: Der Chef fordert eine Kaution von hundertfünfzigtausend Euro für alle drei.

00:10:02: Hoffnung keimt dem Maxim auf… aber nicht lange Denn der Deal platzt und Maxim wird zum Gefängnis transportiert.

00:10:11: Und wer die ersten Stunden dort im thailandischen Gefängnissen erlebt hat, das hat mir Maxim selbst erzählt.

00:10:18: Also ich hatte ja immer nur Gefängnisse vom Fernsehen also diese ersten Eindrücke von Gefängnes, die in meinem Kopf da rumschwirzen waren.

00:10:27: Ich werde jetzt eine Zelle gebracht.

00:10:29: wahrscheinlich muss ich mit jemandem teilen Ja dann waren wir irgendwie der Riesenraum von, sagen wir später mal, bemessen.

00:10:40: Hundertsechzig Quadratmeter groß war der als Vierreinmuster bzw.

00:10:45: den ersten Tag waren hundertundachtzig Mann die dort auf dem Boden saßen also jeder im Schneidersitz und ganz eng aneinander.

00:10:56: mein Gefühl sagte mir das ist nur ein Lammelraum Wir kommen danach bestimmt kurz vorm Schlafen gehen dann auch in Räume, wo man dann auch schlafen kann.

00:11:07: Aber kurz darauf wird uns von den paar Ausländern die dort waren also es war ja ein Gefängnis von knapp zweitausend Männern gefangenen und fünfzig Ausländer.

00:11:21: Und fünfzig ausländerbar noch in dieser Zelle, wo wir geplagt wurden und zwar ganz hinten in der Ecke da, wo auch die Ohlette oder die Glocke eine Toilette in dem Sinn ist, sondern das waren wie diese Toiletten die man halt früher vielleicht am Bauernhof noch draußen irgendwo hatte.

00:11:42: So ein Loch rund beides halt dort immer sehr feucht und nass war mussten die Ausländer eben in dieser Ecke schlafen.

00:11:49: Und dort hat man uns dann auch erklärt dass wir auch hier schlaven und leben und für unsere meiste Zeit verdrängen und um neun Uhr bekommen Schlafplatz gut geordnet.

00:12:03: Das hat nur dann so funktioniert, dass er um neun Uhr irgendwann mal jeder sich hingelegt hat und zwar die, die schon länger da waren, die konnten auf dem Rücken liegen.

00:12:17: Und wir, die Neubahn, wir hatten das nicht, aber wir mussten auf der Seite liegen.

00:12:21: also man hat was auch neben diese Sardinendosen Reihe genannt, weil wir konnten uns nur auf einer Seite hinlegen.

00:12:30: Wir konnten auch nicht die Seiten tauschen.

00:12:32: Weil die Reihe war so eng dass man eben

00:12:38: sehr

00:12:39: naheinander gequetscht wurde damit ich überhaupt alle reintasten.

00:12:45: Und mein Einzug war natürlich erst mal nur Schocker.

00:12:51: Als ich in dieser Reihe lag musste ich mal lachen weil ich mir nie vorstellen kann, dass es so etwas gibt.

00:12:58: Ich hatte Glück, dass wir noch eine Plastikflasche mit klassischen Kohlerflaschen zugeschoben haben.

00:13:07: Damit konnte ich dann mein Gießen bauen bzw.

00:13:09: meinen Kopf drauflegen.

00:13:11: Aber in der gleichen Nacht wurde mir noch emotional richtig schlecht und da musste auch einwandern.

00:13:18: Von einem Leben sage ich jetzt mal im Luxus... von einem Tag auf dem anderen mich fährst in den Zonerzelle

00:13:26: fand.

00:13:27: Hier siehst du mal, also die, die länger dabei waren, die haben schon so eine kleine Decke aber die neun müssen sich echt zu richtig aneinander kuscheln wie Öl, Satin und darunter ist auch nochmal der Waschraum.

00:13:38: Also dieses Bild was du da mitgebracht hast das ist jetzt das wo sich die Häftlinge im Gefängnis aufhalten?

00:13:44: Ja genau, dass es die Gefängneszelle die Maxim beschrieben hat.

00:13:47: ja

00:13:48: Das ist ja total krass, weil es sieht total aus wie so ein Wimmelbild.

00:13:53: Also das ganze Bild ist quasi voller Menschen die eng an Eng einfach da liegen fast schon wie so einen Haufen von Menschen, also alle einfach super nah aneinander.

00:14:04: Da ist einfach überhaupt kein Platz?

00:14:05: Also gar nichts!

00:14:06: Es ist alles voller Mensch und es ist total skurril.

00:14:09: Ja jetzt musst du dir mal vorstellen wie warm es in Thailand ist.

00:14:12: Na dann sind's ja immer über dreißig Grad Dann die Hitze noch dazu und keine Bakterienkrankheiten.

00:14:18: Das alles verbreitet sich natürlich rasend schnell, denn die hygienischen Bedingungen sind nicht die besten.

00:14:23: Das kannst du dir jetzt auch mal hier anschauen?

00:14:25: Das ist nämlich der Waschraum!

00:14:27: Also das sieht total einfach aus in dem Sinne...das sieht einfach aus wie so ein schäbiger Raum mit so einer Rinne am Boden wo glaube ich irgendwie so einen Schlauch oder Rohr oder sowas durchläuft so offen.

00:14:40: Es sieht sehr schmutzig aus.

00:14:43: Und dann, ich weiß nicht, sind das da hinten?

00:14:45: Das sind sowieso Beton-Blocke.

00:14:47: Ja, ich glaube es sind so Waschbänke.

00:14:48: also da kann man sich dann rauf setzen und sich waschen und ganz hinten ist wahrscheinlich die provisorische Wäscherliner.

00:14:54: und du siehst auch aus, dass es kein richtiger Raum sondern es ist nur ein halbes Dach und der Rest ist eben offen.

00:15:00: und draußen.

00:15:01: ja und das ist der Platz in dem sich Maxim von nun an waschen muss.

00:15:06: Für Maxim dauert es Monate bis er länger als fünfzehn Minuten am Stück schlafen kann.

00:15:12: Sein Mantra, dass er sich immer wieder sagt um irgendwie zu überleben das lautet du hältst das durch.

00:15:18: Du bist bald auf Kozion raus bleib cool!

00:15:21: Dann plötzlich kein Toffnung auf denn Maxim wird ausgerufen.

00:15:26: ein Anwalt und eine Dolmetscherin sind gekommen.

00:15:29: Steffi eine Ex-Freundin hat sie geschickt und zwei tausend fünfhundert Euro angezahlt um Maxim irgendwie aus dem Gefängnis zu holen.

00:15:36: aber der Anhörungstermin platzt.

00:15:39: Der Gefängnisalltag ist jetzt ein einziger Kampf.

00:15:43: Ein Kampf um Schlafplätze, ums Essen, um's Klo und um das Duschen.

00:15:48: Es gibt Reis mit irgendeiner undefinierbaren Brühe nicht besonders nahehaft aber gerade genug um zu

00:15:55: überleben.".

00:15:56: Maxime beschreibt es in seinem Buch so.

00:16:08: Dann, irgendwann aber kommt Besuch.

00:16:11: Ein besonderer Besuch!

00:16:12: Seine Mutter.

00:16:14: Sie hat einen Kredit aufgenommen und fifty-fünfzigtausend Euro in Bar dabei.

00:16:19: Die Scheine hat sie mit Klebeband an ihren Körper geklebt und das viele Geld von Deutschland bis Puget ins Gefängnis geschmuggelt.

00:16:26: Fünfzig tausend für die Kaution und zwei tausende Euro extra zur Sicherheit.

00:16:33: Sein Anwaltschaft ist ein Gerichtstermin zu bekommen und Maxime ist voller Hoffnung.

00:16:37: Bald wird er draußen sein, da ist er sich sicher.

00:16:41: Der Termin steht schließlich an und der hat die fünfzigtausend Euro dabei.

00:16:45: Maxim verschenkt schon all seine Habseligkeiten an die Mitinsassen weil er sich es sicher ist das Gefängnis jetzt verlassen zu dürfen.

00:16:52: Und auch die Werte und alle drumherum sind total euphorisch und sind sich sicher, Maxim jetzt erstmal nicht mehr wiederzusehen.

00:16:58: Beim Gerichtsterminen kann Maxime seinen Glück kaum fassen Denn Susanna ist mit der kleinen Maya gekommen.

00:17:05: Maya darf sogar neben ihm sitzen Aber auch dieser Antrag wird abgelehnt.

00:17:11: Über fünfzehn Monate lang gibt es immer wieder Termine im Gericht, aber nichts

00:17:16: passiert.".

00:17:18: Dann ändert Maxims Anwalt die Strategie – er sagt «Lügen sei die beste Chance».

00:17:24: Sag ihnen du würdest John und den Dealer nicht kennen und wärst nur zufällig da gewesen!

00:17:30: Und sogar seine Mutter fleht ihn jetzt an auf den Anwaltung zu hören, Maxim zögert.

00:17:35: Er will eigentlich nicht lügen und hat auch kein gutes Gefühl bei der Sache, aber seiner Mutter zu Liebe will ich er dann doch ein.

00:17:42: Vier Monate später gibt es dann endlich die Urteilsverkündung.

00:17:47: Maxim sitzt jetzt schon seit dreizehn Monaten im Gefängnis, aber sein Anwalt und auch die Dolmetscherin sind weg – sie haben ihn im Stich gelassen!

00:17:57: Neben ihm sitzt jetzt der Fahrer des Dealers dessen Urteil heute auch verkündet wird Und durch die fehlende Dolmetscherin versteht Maxim fast nichts, er versteht nur Sipsam.

00:18:08: Und Sipsamm heißt dreizehn und er denkt okay dreizehn Monate, die habe ich abgesessen perfekt!

00:18:13: Und ist jetzt überglücklich?

00:18:15: Aber der Fahrer neben ihm, der reagiert total verstört.

00:18:18: Er kämpft mit den Tränen und atmet heftig.

00:18:21: Dann blickt er zu Maxim und sagt Sipsampi, verstehst du Mikki?

00:18:25: Sipsapi heißt Dreizehn Jahre kapiert?

00:18:29: Dreizehn Jahre nicht Dreizehn Monate.

00:18:31: Maxim starrt ihn an.

00:18:33: Dreizehn Jahre?

00:18:34: Du?

00:18:35: Er schüttelt den Kopf, nein nicht ich, Mickey!

00:18:37: Wir beide!

00:18:39: Jeder von uns!

00:18:40: Gott sei furchtbar...

00:18:41: Ja.

00:18:43: Dreizehn Jahre lautet jetzt also das Urteil.

00:18:46: Maxims Anwalt kommt zwei Wochen später dann doch noch zurück und erklärt die Polizei hätte dem Richter Beweise zugesteckt.

00:18:53: seine Lüge ist also aufgeflogen.

00:18:57: Und genau hier am tiefsten Punkt beginnt die eigentliche Geschichte Denn Maxim hat jetzt einen Wahl an seinem Schicksal zerbrechen oder es anzunehmen und zu überleben.

00:19:09: Vor der Heimreise besuchten Mikkys Mutter ihren Sohn ein letztes Mal im Gefängnis, direkt danach fit Mickey nach Bangkok verlegt und bekommt eine Neunzehntausend Euro-Abrechnung von einer Anwaltskanzlei.

00:19:21: Die Info – das restliche Geld kann in der Kanzlei abgeholt werden aber nur in Bar.

00:19:27: Mickey schreibt seiner Mutter sofort und sie macht sich auf den Weg zur Kanzlei!

00:19:32: Monika, eine ehrenamtliche Gefangenenbetreuerin begleitet sie.

00:19:36: Sie beiden bekommen aber nur drei Tausend Fünfhundert Euro zurück.

00:19:40: Der Rest der fünfzigtausend Euro sei schon aufgebraucht heißt es.

00:19:45: Boah das ist ja wirklich alles furchtbar!

00:19:47: Also und jetzt also wie geht Maxim mit der Situation um?

00:19:51: Ich glaube ich würde in so einer Situation wirklich jede Hoffnung verlieren.

00:19:54: Wie geht ihm das?

00:19:56: Ja total.

00:19:56: er ist auch total sauer.

00:19:57: auf den Anwalt natürlich ne, der das meiste Geld behalten hat.

00:20:02: Aber Maxim hat eine Strategie.

00:20:04: Er will sein Urteil nicht anfechten, entweder wird er nach vier Jahren Haft nach Deutschland überführt oder der König stirbt.

00:20:12: Hä?

00:20:12: Was hat denn jetzt der Tod des Königs mit seiner Gefängnisstrafe zu

00:20:16: tun?!

00:20:16: Bei besonderen Anlässen wird Inhaftierten einer Amnestie also eine Begnadigung gewährt und zu so einem Anlass gehört auch der Tod das Königs!

00:20:26: Der König Thailands Bumipol Adulia Day, der bekommt Eine Lungenzündung wird dann ins Krankenhaus eingeliefert und ist seitdem nicht wirklich mehr gesund gewesen.

00:20:37: Maxim spekuliert auf sein Tod, weil er mit der thailändischen Justiz und den Anwälten erst mal nichts zu tun haben will.

00:20:44: Also das ist jetzt eine einzige Hoffnung, dass der König irgendwann stirbt und er begnadigt

00:20:50: wird.".

00:20:51: Oh, also dreizehn Jahre.

00:20:52: Das ist ja wirklich eine verdammt lange Zeit!

00:20:54: Also ich kann mir vorstellen nach den Bildern die ich da gesehen habe das eben schon dreizehn Monate wie eine Ewigkeit vorkommen.

00:21:02: Ja total.

00:21:03: Maxime beginnt jetzt aber nachzudenken über sein Leben, über seine Entscheidungen, über sein egoistisches Verhalten.

00:21:10: der Streben nach Geld, dem Alkohol, die Drogen, die er selbst auch konsumiert hat... ...das Leben ohne echte Werte.

00:21:18: und Maxime trifft eine Entscheidung Er will das Karma wieder gerade biegen.

00:21:23: Sein Verhalten ändern, sein Urteil

00:21:26: akzeptieren.".

00:21:28: Im Gefängnis gibt es ein System namens Bannen – sowas wie Familienverbände.

00:21:33: Maxim beschreibt es so.

00:21:35: Wer auf der sicheren Seite sein wollte musste Mitglied einer Familie sein.

00:21:39: Schloss man sich nicht zusammen war man alleine und wehrlos.

00:21:42: Unter dem Dach eines Banns fand jeder Schutz.

00:21:45: Je größer ein Haus desto mächtiger die Familie!

00:21:48: Und egal wie gut man kämpfen konnte Irgendwann wurde jeder Häuserlose zum Opfer.

00:21:53: Das war tot sicher!

00:21:56: Ja und wie hart dieser Alltag da im Gefängnis in Thailand ist, das siehst du auch noch mal an diesem Bild... ...das es ein Mithäftling von Maxim, der von einem Werter verprügelt wurde.

00:22:06: Okay man sieht hier einen Mann von hinten Man sieht seinen Rücken und er ist halt knallrot.

00:22:12: Also hat so Stremen auf dem Rücken.

00:22:14: also wahrscheinlich wurde er ja weiß ich nicht vielleicht mit sowas wie nem Gürtel oder so geschlagen.

00:22:19: Auf jeden Fall sieht das richtig heftig aus, also es ist teilweise schon so dunkelrot-blau auf dem Rücken.

00:22:25: Also ich kann mir vorstellen wie der behandelt wurde.

00:22:28: Maxim da kümmert sich jetzt im Gefängnis um die Schwächeren Wie um Kali einen fünfundsechzigjährigen Deutschen Der ungewollten eine Messerstecherei geraten ist.

00:22:39: Kali hat Diabetes und wenig Kraft.

00:22:42: Er erinnert Maxim an seinen Großvater.

00:22:44: Zwei Jahre lang wäscht und füttert Maxim ihn Beschützt ihn verprügelt andere, die sich Kalli-Schwäche zu Nutze machen wollen.

00:22:52: und das ist was, was völlig neu für Maxim es.

00:22:54: Also nicht an sich denken sondern an andere ohne Gegenleistung aus reiner

00:22:58: Menschlichkeit.".

00:23:00: Nach Kallis Entlassung führen sie noch eine jahrelange Brieffreundschaft.

00:23:04: Und diese Briefe werden wichtig für Maxim denn Sie halten ihn verbunden mit der Welt draußen – Mit dem Guten!

00:23:12: Außerdem findet Maxim eine Aufgabe, die zu seiner Berufung wird.

00:23:15: Er beginnt exzessiv Sport zu treiben.

00:23:19: Irgendwann wird Sport für Maxim fast zur Sucht!

00:23:22: Zu Überleben-Strategie.

00:23:24: Hundert Liegestürze sind Pillepaller für ihn, zweihundertachzig Kniebölge am Stück – kein Problem.

00:23:31: Maxim vergleicht sich selbst mit Forest Gump und sagt Wenn mich einer fragte warum ich so viel trainierte, konnte ich es ihm nicht erklären.

00:23:38: Es war wie bei Forest Gumb Als er anfing zu laufen, konnte er nicht mehr stoppen.

00:23:43: Er dachte nicht darüber nach Warum Wenn er an einen Punkt kam, wo es nicht weiter ging, rannte er einfach zurück.

00:23:50: Ungefähr so war's bei mir!

00:23:52: Ich rannte vor meinen Gedanken weg und vor dieser Hölle.

00:23:56: Beim Sport vergaß ich alles und war wieder frei – zumindest im

00:24:00: Kopf.".

00:24:01: Und hier siehst du maximal mit seiner ... Sportgruppe?

00:24:05: und auch eine Ablenkung.

00:24:15: Und ich meine, man kennt das ja auch selber beim Sport ist man dann schon irgendwie auf das Thema fixiert und hat dann vielleicht erst mal nichts anderes im Kopf.

00:24:22: also man sieht ihn hier mit ganz vielen Männern wahrscheinlich so fünfzehn schätze ich mal und die alle sind da halt in Sportklamotten sind alle bis auf einen Oberkörper frei und tragen alle so etwas längere Boxershorts-Sportfosen und sie sind wirklich alle gut trainiert.

00:24:42: Man sieht, dass die alle ordentlich wahrscheinlich im Sit-Ups oder Liegestütze gemacht haben.

00:24:48: Weil sie wirklich alle sehr, sehr muskulöse Oberkörper haben.

00:24:52: und auf dem zweiten Bild da sieht man ihn nochmal alleine auch oberkörperfrei wie er so relativ cool in die Kamera guckt Und man sieht eben auch das seine Oberarmmuskeln schon relativ ausgeprägt sind und die Brustmuskeln und so.

00:25:06: also man sieht jetzt dass ein trainierter junger Mann ist

00:25:09: Ja, man sieht auch dass sie alle nicht besonders viel zu essen bekommen.

00:25:12: Die sind alles sehr dünn und ich weiß nicht ob du das siehst der Mann daneben im Sitz?

00:25:17: Das ist ein Kumpel und er hat so eine kleine Handel in der Hand.

00:25:20: Und die haben sich selbst gebaut mit ihrem eigenen Geld.

00:25:23: was ihr da investiert haben haben Sie aus Zement und Eisen stangen sich selbst zu kleinen handeln gebaut.

00:25:29: Ach krass weil es natürlich in diesem Knast kann ich mir vorstellen jetzt kein richtiges Fitnessstudio oder so gibt sondern sie müssen quasi das benutzen was wir haben.

00:25:37: Ja, man sieht das jetzt auf dem Bild.

00:25:39: Die beiden sind so auf Knien runtergegangen und der eine hat diese Handel in der Hand.

00:25:45: Maxim ist ja mittlerweile nicht mehr im Puket sondern jetzt im Gefängnis im Bangkok.

00:25:49: Und ist dieses Gefängnes jetzt irgendwie anders?

00:25:51: Also vielleicht wenigstens weniger schlimm?

00:25:54: Nee, sogar nicht!

00:25:55: Es ähnelt sehr dem Gefängnissen im Puckett.

00:25:58: die Zellen sind genauso überfüllt Das Essen ist nicht besonders gut es gibt genau so wenig Platz.

00:26:06: Maxims erster Neuer und einziger Freund ist der Postbote Mr.

00:26:10: Phi, der fließend Englisch spricht und sich oft für Ausländer einsetzt.

00:26:15: Dann kommt Leck – zweiundvierzig Jahre alt Moai Teichampion riesig voller Muskeln!

00:26:22: Er ist der Cousin eines klaren Bosses und er hat es auf Maxim abgesehen.

00:26:27: Maxim versucht erst noch zu beschwichtigen aber der Plan geht nicht auf und Maxim merkt, er muss sich dem Kampf mit Leck stellen….

00:26:36: Hunderte Insassen versammeln sich jetzt um einen improvisierten Boxring.

00:26:40: Da sind lautisch Reihe, Geolo und es wird um Zigaretten gewettet!

00:26:44: Im ersten Kampf tritt Leck mit unglaublicher Schnelligkeit auf Maxim ein.

00:26:49: Maxim kann sich kaum wehren, er knallt auf den Boden und sein ganzer Körper schmerzt.

00:26:55: Aber es gibt einen Rückkampf – beim zweiten Mal läuft das anders.

00:26:59: Maxim schafft es einige Treffer zu platzieren.

00:27:02: Er wird überheblich und provoziert Leck.

00:27:04: Der Kampf wird aber abgebrochen und als Unentschieden gewertet.

00:27:09: Und dann kommt es zum dritten Kampf!

00:27:11: Dieses Mal konzentriert sich Maxim auf Lex Schwachstelle, auf die Rippen – und er schafft es tatsächlich den Profi zu besiegen.

00:27:19: Maxim und Lex kämpfen danach zwar nie wieder gegeneinander, Freunde werden die beiden auch nicht.

00:27:25: Dafür haben sie Respekt voreinander.

00:27:28: Und in Thailand entdeckt Maxim eine neue Liebe, er beginnt nämlich zu lesen….

00:27:33: Er verschlingt alles, was er bekommen kann.

00:27:36: Erst Krimis, dann Biografien und spirituelle Literatur.

00:27:41: Er liest alles zu Weltreligionen und großen Philosophen.

00:27:45: Weil viele Enhaftierte nicht lesen können, bringt Maxim einem von ihnen – Ennio?

00:27:50: Das Lesen bei macht sich damit ein neuen Freund!

00:27:53: Aber die sozialen Kontakte di fehlen Maxim.

00:27:56: Dadurch, dass er mittlerweile in Bangkok im Gefängnis sitzt sind Susanna und Maya zu weit weg.

00:28:01: Und ein Anwalt hatte auch nicht mehr!

00:28:04: So fängt er an Briefe zu schreiben und damit seine Erlebnisse festzuhalten.

00:28:09: Die meisten Briefer bekommt seine Mutter.

00:28:11: Sie reist aber auch einmal im Jahr für mehrere Wochen nach Bangkok um ihren Sohn so oft wie möglich zu besuchen.

00:28:18: Aber auch Monika die Gefängnis beteuern ist alle zwei Wochen für zwei bis drei Stunden da.

00:28:23: Maxim fängt an besser thailangisch zu lernen.

00:28:26: Nicht nur die Sprache, auch die tiefe Ruhe, die viele Thais ausstrahlen will er besser verstehen.

00:28:32: Maxim nimmt sich jetzt ein Beispiel an den Thais, die das Beste aus der Situation machen und dann kommt der Wendepunkt.

00:28:39: Maxim lernt Amir kennen einen nigerianischen Insassen, der als Mönch verkleidet Drogenschmuckeln wollte – und wegen der Verkleidung, die als Gotteslästerung gewertet wurde bekam er drei Jahre extra!

00:28:55: Amir findet seine Ruhe durch Meditation.

00:28:58: Maxim ist erst einmal skeptisch, aber er lässt sich zeigen wie man meditiert.

00:29:04: Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht.

00:29:07: Anfangs ist Maxim nämlich beim Versuch zum Meditieren noch total unruhig.

00:29:12: Seine Gedanken schweifen ab Aber er bleibt dran Und irgendwann.

00:29:16: Es ist ein kurzer Moment der alles verändert klappt es und von nun an gibt es für Maxim kein zurück mehr.

00:29:24: Er meditiert jeden Morgen mit Amir.

00:29:27: Krass, dass er das so durchzieht!

00:29:29: Aber Meditation hat ja schon vielen geholfen in jeglichen Problemen, weil man sich dann einfach auf sich bezieht und irgendwie diese Ruhe findet.

00:29:36: Hast du schon mal meditieren?

00:29:38: Ja aber mir ist es auch schwer gefallen.

00:29:40: also ich versuchte es auch gerade immer noch wieder.

00:29:42: Also ich habe immer so Phasen wo ich immer mal wieder denke, dass ich's mal wieder anfangen muss Als ich das ist, die ersten Male gemacht habe mich halt überhaupt nicht sozusagen darauf fokussieren konnte.

00:29:52: Sondern mir immer wieder irgendwelche Gedanken gekommen sind und man immer wieder abschweift.

00:29:56: Und dann heißt es ja immer so Ja du musst die Gedanken einfach wieder weg schicken.

00:30:00: Das hat bei mir echt gebraucht aber mittlerweile kann ich's schon ganz gut.

00:30:04: also Ich glaube ich hab noch nie so eine Ruhe wie er jetzt die vielleicht findet.

00:30:07: Aber ich finde schon wenn man sich auch manchmal morgens bevor man aufsteht Einfach so zehn Minuten ins Bett setzt und meditiert Dass man schon ein bisschen anders in den Tag kommt.

00:30:17: Und das ist nicht nur die Ruhe, die Maxim findet.

00:30:19: Er hat auch wirklich ein ganz krasses Erlebnis beschrieben.

00:30:23: Er praktiziert ja diese Meditation wirklich jetzt jeden Tag, probiert neue Techniken aus bis er sie so gut beherrscht dass es für ihn zu einer übersinnlichen Erfahrung reicht.

00:30:34: und wie das abgelaufen ist... Das hat er mir mal erklärt!

00:30:38: Und an dem Tag

00:30:39: wo

00:30:40: ich aus der Zähne den Ruf gewohnte wie an jedem anderen Tag saß ich zu dem Zeitpunkt in der Meditation, dann gehörte ich meinen Namen und ich steh langsam auf.

00:30:51: Ich hab immer dieses unglaubliche Wohlgefühl.

00:30:54: also zu diesem Zeitpunkt habe ich es immer geschafft einen riesen Lächeln mit so einem tiefsten Erinnerung heraus.

00:31:00: diese Gelassenheit und diese Sache freue mich so richtig auf den Tag.

00:31:05: das habe ich eigentlich immer hinbekommen.

00:31:07: aber in diesem einbesagten Tag laufe ich aus der Zelle raus und ich merke dass normalerweise das, was sich jetzt langsam beruhigen sollte.

00:31:16: Diese Euphorie aus meiner Meditation wird nicht schwächer im Gegenteil.

00:31:20: Jede Street, den ich mache, wird es stärker.

00:31:24: Ich musste so eine Treppe runterlaufen und ich merkte, dass ich mich halten musste an der Wand weil jeder Street die Treppe unter gab.

00:31:34: noch mal wie so eine leichte Explosion von Glücksgefühlen, die ich kaum... Ich konnte sie schon erfragen, aber sie waren für mich unerklärlich und haben eine kleine gewisse Panik.

00:31:45: Aber irgendwie in positiven Sinne verursacht.

00:31:49: Und dann kam ich endlich auf diesen Roten.

00:31:52: Es war immer blauer Himmel und diese Wände, dieser Stachelfahrt.

00:31:56: In diesem Kark war das ein Ort der so unglaublich die Glück mir gab ... Immer noch diesen Zufter nicht begweifen können, laufe ich zu diesem Ort der Waschung und hole mir mit meinem Eimer mein Wasser ab.

00:32:12: Und hab dann so eine kleine Schüssel dazu.

00:32:14: Jetzt nehme ich die Schüssel und will die... sozusagen über den Kopf gießen wir an jeden Tag und ich schaue von unten herab wie das Wasser auf mich plätscht.

00:32:23: Und ich sehe einfach diese Tausende von kleinen Tropfen, wie sie langsam in Zeitlupe rauf mich pfeilen und ich merke jede einzelne von denen aus der Haut.

00:32:33: Ich kann mich genau erinnern, dass ich jedes Mal nur gesagt habe, liebe Gott lass mich für immer in diesem Zustand

00:32:38: bleiben.".

00:32:39: Das ist der Durchbruch.

00:32:41: Maxime findet die Freiheit in sich selbst.

00:32:43: Im tiefsten Gefängnis entdeckt er das Paradies in seinem Inneren und diese Meditation macht ihn kreativ.

00:32:50: Er stellt im Gefängnastrakt einer Bücherei auf die Beine, lernt weiterhin teil, er richtet ein simples Fitnessstudio aus Holz und Zement – er macht das Leben nicht nur für sich leichter sondern für alle!

00:33:02: Aber das Wichtigste?

00:33:03: Maxim entwickelt einen besonderes Gespür für Menschen, die wirklich Hilfe brauchen.

00:33:08: Er übernimmt Verantwortung für sie.

00:33:10: Er will nicht, dass sie das Gefängnis in einem schlimmeren Zustand verlassen.

00:33:14: Und Maxim geht noch weiter!

00:33:16: Das Rauchen, es hat er ja eh schon aufgegeben, dann reduziert er noch Zucker oder Salz und das bei dem eh schon schlechten Essen.

00:33:23: Er macht das weil er verstanden hat.

00:33:26: durch die Abstinenz im Knast ist ihm klar geworden, dass Alkohol und Drogen ihn nie wirklich weitergebracht hatten.

00:33:32: Sie waren Betäubung eine Art Flucht aber nicht das Leben.

00:33:36: Und jetzt lebt er bewusst mit Sport Meditation Lesen, Lernen.

00:33:41: Eines Tages stößt Maxim auf ein Yoga-Journal und er beginnt nach den Anleitungen in diesem Heft-Yoga zu praktizieren – auch das klappt besser als gedacht!

00:33:53: Bald ist er nicht mehr allein beim Yoga sondern zeigt auch dem Mithäftling was Yoga Meditation und Atemübungen auslösen können wie man sich von innen verändern kann.

00:34:03: Die Gefängnisleitung erlaubt Maxim sogar einen Yoga-Kurs für die Mitgefangenen zu geben.

00:34:08: Und der Erfolg ist überwältigend.

00:34:10: Sein Gefängnis-Trakt wird ruhiger, respektvoller.

00:34:13: Die Schlägereien werden weniger und selbst die Werte merken

00:34:16: es.".

00:34:18: Irgendwann stellt Maxim über die deutsche Botschaft einen Antrag auf Überführung.

00:34:23: Nach vier Jahren Haft könnte er nach Deutschland und dort den Rest seiner Haftzeit absitzen.

00:34:29: Maxim ist jetzt voller Hoffnung, er verschickt den Antrag und wartet ein, eineinhalb Jahre.

00:34:35: Im September zwei Tausendsechzehn könnte er zurück.

00:34:39: Aber... Die Überführung kommt nicht zustande.

00:34:42: Der Antrag wird

00:34:43: abgelehnt.".

00:34:45: Maxim beschreibt es so, Susanna wird den neuen Mann heiraten und mit ihm nach Australien ziehen.

00:35:16: Schlimmer kann es ja eigentlich fast nicht kommen, und trotzdem wird das was Maxim jetzt erlebt zu den schönsten Erlebnissen seines Lebens zählen.

00:35:26: Und ich würde sagen wir lassen ihn einfach mal selbst erzählen wie er diese Situation und die nächste Zeit erlebt hat.

00:35:32: Ich habe sie vielleicht einmal im Jahr einen Brief bekommen wenn Sie in Urlaub waren Und ich hab tatsächlich aber jeden Monat Wembrief weiterhin an ihre Adresse geschickt.

00:35:42: Und zwar für sie und meine Tochter, die damals noch sehr klein war.

00:35:46: Weil man da verhaftet um zwei Jahre alt.

00:35:48: Aber in diesen zwei Jahren durfte ich das erste Mal davon was Liebe eigentlich wirklich heißt.

00:35:55: Das Kind war die große Liebe meines Lebens mit unglaublich schwerer Zeit.

00:36:04: Diese Trennung von ihr.

00:36:06: Aber gut, der Mensch gewöhnt sich an fast alles und somit gewönte ich mich auch darin, dass sie irgendwann mal nicht mehr da waren.

00:36:15: Und später auch gar nichts mehr von denen hört man als dann immer ab sechsten Jahr oder fünfzehnhalb Jahre.

00:36:24: Ich glaube schon im Gefängnis kam die Nachricht, das wir... einen Tag im Jahr ein Familientag haben dürfen.

00:36:33: Das heißt, wir dürfen mit unserer Familie nicht durch die Scheibe wie möglich mit dem Telefon in der Hand sondern an einem Tisch sitzen und sogar was essen.

00:36:44: das war dann so dass ich einen Brief noch mal geschrieben habe und meine Ex gebeten habe, dass ich weiß nicht ob sie diesen Brief überhaupt liest oder ob sie gerade in Australien sind.

00:37:00: Aber wir haben diese Regel.

00:37:02: jetzt hier im Gefändnis und an dem Park findet so ein Familienpark statt.

00:37:07: Und wenn Sie es irgendwie schaffen würden... zu kommen und meine Tochter zu bringen, dann würde ich diese letzten siebeneinhalb Jahre die ich noch vor mir habe sehr leicht übersteht.

00:37:19: Das würde mein Leben ... Also es würde mir das Leben weiten wenn Sie es irgendwie schaffen würden zu kommen Und das Kind um eine Tochter mitzubringen.

00:37:28: Ich kann mich immer nicht hab diesen Brief fertig geschrieben und hab sie dann so in die Zwischen die Zellen da gesteckt und hab den Brief angestraut und hab ihn ja schon zugeklebt gehabt.

00:37:39: Dann hab' ich ihn wieder zu mir genommen und schaute ihn

00:37:42: an.

00:37:44: Dann kam die Liste, an einem Tag mit den hundert Gefangenen, die erlaubt sind, an diesen Tag teilzunehmen.

00:37:52: Und zu dem Zeitpunkt konnte ich nicht nur fließend sprechen, sondern ich lese und schreibe Teilen des.

00:37:57: Ich bin ingewandt und habe geschaut nach meinem Namen gesucht.

00:38:02: Da war mein Name nirgends.

00:38:05: Mein Name stand nicht da!

00:38:06: Ja und dann, als da mein Name nicht stand, fuhre ich mir sehr sicher an das Gottesmarkt.

00:38:11: Und jetzt war ich natürlich sehr enttäuscht!

00:38:12: Und dann am nächsten Sonntag, ich saß wieder in der letzten Reihe in dieser Abstellkammer, die wir als Kirche inklovisiert haben... ...und ich saße dann da auf einmal mit meinen Namen auch den Lautsprechern draußen ausgerufen.

00:38:26: Das war sehr, sehr unüblich von einem Sonntagsbuch.

00:38:29: Niemand beim Namen, da gibt es keinen Besuch.

00:38:31: Es gibt keinen Grund außer wenn es Ärger gibt.

00:38:34: nur dann wird der Name aufgewiesen.

00:38:35: und da geschaut mich an Ja, lauf langsam aus der Kirche raus.

00:38:41: Lauft zum Haupttor, Haupteingang und ich sehe einen kleinen Werter, den ich vorher noch nie gesehen habe.

00:38:47: Ich hab ihn schon mal gesehen aber er hat nichts mit unserem Gefängnis-Trag zu tun.

00:38:53: Der steht dann da und sagt zu mir, du weißt ja mal, du Maxim Klasanowit?

00:38:59: Und dann ich sage, ja!

00:39:00: Und dann gesagt, komm mit und schalke aus deinem Büro.

00:39:04: Ich saß dann auf dem Boden, da auf den Büro.

00:39:06: Er saß auch am Stuhl, hat mich angeschaut und sagt Mirjana Klasanovich, wer ist das denn?

00:39:14: Und da hab ich gesagt ... Meine Tochter und ich hab sofort zum Unruhe das Gefühl bekommen, weil ich gedacht habe, irgendwas kommt, was ist passiert.

00:39:23: Und dann hat er da Anna Maler gesagt, wer ist denn das?

00:39:26: Und dann hab ich gesagt meiner Freundin, hab ich jetzt einfach gesagt ... Und er schaut mich an und sagt es gibt ein Antrag auf Besuch für diesen Familientag!

00:39:36: Aber du bist Ausländer, weißt doch man, dass es nicht für Ausländern, wir haben schon hundert Leute, es ist schon voll!

00:39:42: Ich saß da im Schneider, als ob mir jemand gerade durch den Rücken irgendwas schneidig war gebrochen.

00:39:51: Wie so ein Gebrochener mein ich, saß nur da und dachte nein!

00:39:55: Das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein.

00:39:56: Ich schau ihn an, ich wusste gar nicht was ich sagen soll!

00:39:59: Ich habe nur gedacht wieso kann mich jemand nicht kommen oder wieso können wir es nicht für eine Person mehr platz?

00:40:05: Ich war in Schock.

00:40:06: das ist überhaupt zu weit.

00:40:07: kamen dass die sich tatsächlich angemeldet haben und dann schaut er mich an und sagt zu mir also ich fühle es richtig emotional nicht sowas aber im System Das würde mich nie vorbeigehen, wie das spielt.

00:40:20: Aber er sagt zu mir aber für dich werde ich eine Ausnahme machen und er sagt, du wirst hundert-ein sein!

00:40:27: Und ich kann dir sagen, der Nachricht gab es eine Party wir haben getrommelt Wir haben gesungen, wir haben den Jesus gepriesen Da war eine Stimmung der Energie drin, das war unglaublich.

00:40:40: Ja dann kam dieser Tag schon früh aus der Zelle geholt worden, hundert Gefangene.

00:40:46: Viele von denen, die ihre Familie schon lange nicht gesehen haben, also nicht live, sondern nur durch diese Scheibe.

00:40:53: und wir haben uns dann alle Nummern bekommen mit so einem Eddingmarker auf Oberarm und ich schreibe Nummer unter das Eins oder zwar ein Übel.

00:41:01: Also manche mussten sehr oft noch auf die Toilette.

00:41:04: Ich weiß es, ich musste drei Mal auf dieToilette vor Aufregung und auch die Werter waren aufgeregt weil ist das erste Mal war, dass wir überhaupt sowas fanden und alle waren aufgeregt.

00:41:17: Und dann liefen wir inspiriert zu einem Ort den ich vorhin nie gesehen habe so ein Garten bei der Wiese.

00:41:23: und auf dieser Wiese waren viele Tische und Stühle.

00:41:28: Ich war Nummer unter eins der letzten in dieser Reihe und alle, ich konnte beobachten die jeder zu seiner Familie.

00:41:35: Und umarmen und alles sind am Weinen!

00:41:37: Und jetzt bin ich zwar nicht erweidigt, aber wir haben dieses Weib nicht so wie wir.

00:41:43: Aber sehr glücklich und am feiern und ich verstand dann als Letzter da und ich schaue durch diese Menge und ich sehe niemanden.

00:41:52: Und ich schau noch mal hin.

00:41:53: Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass was wenn sie nicht kommen?

00:41:56: Was wenn der neue Mann ... Weil ich wusste, dass der neuen Mann den Kontakt nicht erlaubt und das hat sie mir schon geschrieben gehabt, dass es ein Problem ist.

00:42:05: und was wenn Sie doch nicht kommen!

00:42:07: Und dann schaue ich überall, überall und ich seh'n niemanden.

00:42:11: Und schon mit dem hängenden Kopf drehchen will ich mich umwählen gehen bzw.

00:42:16: den Wert der Internet schon sagen da is niemand.

00:42:19: Und dann sehe ich ganz, ganz hinten, wie die am letzten Eck von diesem Garten, wenn ich jetzt mal auf dem Tisch ein kleines blondes Mädchen stehe und sie winkt mir mit den Armen.

00:42:32: Sagt, schau' ich doch mal hin!

00:42:33: Ich seh', das ist meine Tochter und die Mutter nehmt dran und ich hab mir versprochen gehabt, ich werde nicht weinen, ich habe mir versprochene ich werde stark

00:42:42: sein.".

00:42:43: Das war

00:42:44: unmöglich.

00:42:44: Ich habe immer noch den Boden geschaut, weil ich konnte nicht hinschauen, sondern ich hab nur den Boden gegeschaut und die anderen keine.

00:42:50: da wollten mich schon ihren Familien vorstellen, denn ich war der einzige weiße Mann in dem Gefängniszack.

00:42:55: Und ich hab die alle mal weggeschoben und weggedrückt.

00:42:58: Ich konnte keinem in die Augen sehen, als ich dieses kleine Mädchen sei.

00:43:02: Da war ja dann zu dem Zeitpunkt, wo sie ungefähr sechs oder halb oder sieben Jahre alt war.

00:43:08: Ich hab sie einfach nur in die Arme genommen.

00:43:11: Wir haben so losgeweiht und auch meine Ecke, die normalerweise nie weint.

00:43:16: Ich hab's im Hintergrund gehört wie sehr sie geweiht hat und alle beide da wo noch einmal stehen weil es wurde sehr laut bei uns.

00:43:24: Und dann das Schöne war dass wir hatten ja, weil sie in letzter Sekunde noch diese Anmeldung gekommen hat, was mir nicht zu trinken oder nichts zu essen offen ist, weil das musste man zwei Wochen vorher bestellen!

00:43:38: Ja auf einmal Irgendeiner von jenem Besuch, ich war ein Herr wahrscheinlich, irgendein Vater.

00:43:45: Der kam dann und hatte Flasche Cola und bisschen Eis und ein paar Becher haben uns gebracht und hingestellt.

00:43:51: Und wir ist auch auf jeden Fall kleinstuhl.

00:43:52: Wir haben auf einmal die nächsten, haben irgendwelche Orangen gebracht und die haben mich wieder bedankt.

00:43:57: Und dann war es also als ob eine verrückte Rolle.

00:43:59: Die Leute kamen nur nicht jeder hat was mitgeklagt!

00:44:02: Wir hatten Hühnchen, wir hatten Kanälen, wir haben noch Weißwerte... Ich werde so viel essen, obwohl ich noch gesagt habe zu dir... Leute, nein, danke!

00:44:10: Wir brauchten nichts mehr.

00:44:12: Aber die wollten nicht zu wissen.

00:44:13: Die kamen und haben es einfach abgestellt auf dem Tisch.

00:44:16: Wir hatten ein Festmal.

00:44:18: Wir haben die schönsten zwei Stunden vielleicht meines Lebens

00:44:22: verbracht.".

00:44:23: Oh

00:44:23: Gott das klingt so emotional.

00:44:25: also man hört ihm richtig an natürlich wie ihn das beschäftigt hat oder noch beschäftigt und ich kann mir vorstellen dass das so ein krasser Moment ist wenn du halt die ganze Zeit darauf hinfiebers, das längst so es klappt nicht und dann suchst du uns siehst niemanden und dann findet man sich endlich.

00:44:42: Es ist so krass wie er das erzählt.

00:44:44: Ja wir sind auch wirklich beim Gespräch die Träne runter gelaufen weil ich mir das so vorstellen kann und weil er sowas erzählt ja auch wieder so dieses Erlebnis reingegangen ist.

00:44:52: also Ich fand dass auch so emotional.

00:44:56: Ja und das macht was mit Maxim denn dieses Erlebnis beflügelt ihn total und der ist sich sicher Die nächsten Jahre im Gefängnis wird da auch noch überstehen.

00:45:04: Dann erreicht Maxim die Nachricht, der König liegt auf der Intensivstation und könnte bald sterben.

00:45:11: Die Teiländer sind total traurig, denn der Könige ist sehr beliebt – für viele Häftlinge aber bedeutet es Hoffnung auf Strafverkürzung!

00:45:20: Nach mehreren Krankenhausaufenthalten stirbt der Königs.

00:45:24: Und die Nachrichten erreicht natürlich auch das Gefängnis, aber nicht die Hälfte der Strafe wird erlassen wie viele gehofft hatten sondern nur ein Sechstel.

00:45:33: Für Maxim bedeutet das, seine Strafe von dreizehn Jahren reduziert sich auf zehn Jahre.

00:45:39: Sechs Jahre sitzt er bereits – also noch vier lange Jahre!

00:45:44: Aber das Glück scheint mittlerweile auf Maxim's Seite zu sein.

00:45:47: Zur Krönung des neuen Königs will dieser nämlich die Hälfte der ursprünglichen Strafe erlassen weil die Gefängnisse alle so voll sind.

00:45:54: Das Problem?

00:45:55: Die Krönungen wird ständig verschoben und Maxim wartet sehnsüchtig Und während des Wartens taucht Neu in seinem Leben auf.

00:46:05: Sie soll eigentlich nur Grüße eines Freundes überbringen, kommt erst einmal dann noch einmal und irgendwann regelmäßig.

00:46:12: Neu besucht Maxim am jährlichen Familienbesuchstag und fragt ihn ob er sie als Freundin an seiner Seite möchte.

00:46:19: Maxi möchte die beiden schmieden sogar Pläne gemeinsam nach Deutschland zu ziehen!

00:46:25: Einunddreißig lange Monate nach dem Tod des Königs findet dann endlich die dreitägige Krönung statt.

00:46:32: Drei Tage später kommt die Amnestin-Arricht, zwanzig Prozent Straferlassung.

00:46:38: Das bedeutet Maxim hat genug Jahre abgesessen – jetzt fehlt ihm nur noch ein Zertifikat!

00:46:44: Was ist das für'n Zertifikat?

00:46:46: Ja, es ist so'n zweiwöchiger Buddhismuslehrgang den er noch absolvieren muss und bei erfolgreichem Abschluss gibt es dann dieses Zertifikat.

00:46:55: Und dann ist der

00:46:55: frei.".

00:46:56: Das kann man jetzt ja gar nicht so richtig glauben, ne?

00:46:58: Also das ist jetzt dann plötzlich so einfach sein soll!

00:47:01: Ja, Maxim kann das auch nicht so wirklich glauben... Als er dann endlich entlassungstauglich ist hat er aber plötzlich Angst denn im Gefängnis läuft alles nach bekannten Regeln ab.

00:47:11: von draußen hat Maxim keine Ahnung mehr.

00:47:15: Aber irgendwann ist der Tag der Entlassung gekommen und Maxim muss gehen.

00:47:19: In seinem Buch schreibt er, als ich ging war es wie andere an ihrem letzten Arbeitstag das Büro verlassen.

00:47:26: Es fühlte sich wirklich sehr seltsam an.

00:47:29: Acht

00:47:29: harte lange Jahre lang hinter mir doch irgendwie verlese ich gerade mein Zuhause!

00:47:34: Ich war tatsächlich ein bisschen

00:47:35: traurig.".

00:47:37: Aber so schnell geht's dann doch wieder nicht, Maxim wird jetzt erst einmal in die Abschiebezelle verfrauchtet mit Hundert Menschen auf achtzig Quadratmetern und fast alle rauchen.

00:47:47: Ein Inselster sagt zu Maxim, mit Glück müssen wir nur zwei drei Monate warten.

00:47:53: Zwei drei Monate?

00:47:54: Warum das denn jetzt?

00:47:57: Ja die deutsche Botschaft muss erstmal Geld überweisen.

00:48:00: ohne Geld gibt es nämlich kein Ticket für die Rückreise und ohne geplantere Kreise keine Entlassung.

00:48:06: einige Heftlinge sitzen teilweise über acht Jahre dort ein sechzigjähriger Chineser sogar vierzehn Jahre um der Todesstrafe oder Folter in seinem Heimatland zu entgehen.

00:48:17: Aber Maxim hilft sich mit seinem eigenen Geld und zahlt das Ticket selbst.

00:48:21: Und im Juni, zwei Tausendneunzehnt ist es dann endlich soweit!

00:48:25: Maxim hat nur eine Sporttasche dabei – ein paar Klamotten und seine wenigen Habseligkeiten aus dem Gefängnis.

00:48:31: Er wird zum Flugzeug eskortiert.

00:48:34: Als Maxim an seinen Platz sitzt, spulen seine Gedanken nochmal viele Bilder ab.

00:48:39: Seine Verhaftung die kleine Maja, die sich an sein Bein klammert und weint, seine Freunde, die ihr Leben im Gefängnislassen mussten….

00:48:46: Dann beginnen die Turbinen sich zu drehen.

00:48:49: Maxim wird in den Sitz gedrückt, das Flugzeug beschleunigt und hebt ab – ab in die Freiheit!

00:48:56: Zurück nach Deutschland, zurück in die Freiheit und weg aus Thailand.

00:49:01: In den nächsten neuneinzig Jahren darf Maxim Thailand nicht mehr betreten Das Land, in dem er die meiste Zeit sein des Lebens verbracht hat

00:49:12: auf einer Art nachvollziehen, dass er so ein bisschen sogar wehmütig ist.

00:49:15: Dabei war das ja auch eine ganz, ganz schreckliche Zeit aber sie hat ihn halt irgendwie verändert.

00:49:20: Aber deshalb bin ich jetzt total gespannt wie das dann ist wenn er dann zurück in Deutschland ist.

00:49:25: also Wie läuft es?

00:49:26: Wie fühlt er sich?

00:49:27: Das muss ja auch total schwer sein.

00:49:29: Ja total Maxima steigt erst mal als Letzte aus dem Flugzeug.

00:49:34: Plötzlich ist er da nur noch einer von vielen Menschen am Frankfurter Flughafen.

00:49:40: Eine Kamera empfängt ihn Armin, sein Kindergartenfreund hält sie fest.

00:49:44: Und hinter Armin?

00:49:46: Mickey ist Mutter!

00:49:47: Tränen laufen ihr über ihre Wagen.

00:49:49: Dieses Mal ist es aber nicht die Sorge oder die Traurigkeit, die sie zum Wein bringt – Es ist die stumme Freude über die Wiederkehr ihres Sohnes und Mickey.

00:49:58: er ist einfach nur dankbar dass sie nicht mehr um sein Leben bangen muss.

00:50:03: Noch aber ist Maxim total überfordert.

00:50:05: Die vielen Autos, die anderen Gerüche, die Freiheit, die Geborgenheit und die ganze Social Media Entwicklung, Chat-Nachrichten, Apps.

00:50:14: Was ihm hilft sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden ist Yoga – das hat sich nicht geändert!

00:50:22: Mit den Tagen und Wochen nebt sich Maxim immer besser ein und kommt immer besser mit seiner neuen Freiheit zu Recht.

00:50:29: Und er bekommt einen Praktikum in einem der bekanntesten Yoga-Zentren der Gegend.

00:50:34: Maxim plant nach seinem Praktikum eine Ausbildung zum Yogalehrer zu absolvieren Und hier siehst du ihn mal beim Yoga.

00:50:43: Ja, man sieht da zwei Fotos und das rechte Foto ist eigentlich so recht klassisch wie jemand es kennt in diesem Jogasitz und er hat die Hände so gefeiltet in den Schoß gelegt, erträgt eine dunkle Hose und ein weißes Longsleef würde ich sagen und guckt zu sehr entspannt.

00:51:00: Er ist da draußen irgendwo hinter ihm, ist ganz grün und auf dem linken Bild... Da ist er auf einer Yogamatte und macht so ne Art Kopfstand Aber nicht so ein Kopfstand, wie wir das noch aus der Schule kennen.

00:51:11: Wo man gerade nach oben ist und er ist gebogen.

00:51:13: Es ist krass dass er sich in dieser Haltung halten kann.

00:51:17: Er hat den Kopf quasi auf die Hände gelegt... ...und dann die Beine nach oben nach hinten.

00:51:23: Also er hat scheinbar das ganz gut gelernt!

00:51:27: Ich finde sogar, dass es aussieht als würde der Kopf in der Luft hängen.

00:51:30: Als würde er sich nur auf seinen... Unterarm so abstürzt.

00:51:34: und er hält sich nur auf den Unterarm.

00:51:36: Also das Training hat sich offenbar ausgezahlt, verbissen lernt er während des Praktikums dann während der Ausbildung und Maxim praktiziert weiter täglich Yoga.

00:51:47: Sein erstes Seminar als Yoga-Lehrer wird auch ein voller Erfolg!

00:51:51: Und hier siehst du ihn mal in einem riesigen Raum mit seinen Jogerschülern.

00:51:56: Ja, der ist wirklich riesig.

00:51:57: Also da sind ganz viele Menschen auf den Yogamatten... Auf dem oberen Bild steht er so in der Mitte und alle haben ihre Matten um ihn rumgelegt.

00:52:06: Das sind wirklich viele!

00:52:07: Keine Ahnung wie viel das sind, wahrscheinlich fünfzig oder so?

00:52:10: Und er steht da in der Mitte mit seiner kurzen Hose und seinem T-Shirt und guckt so in die Runde.

00:52:15: Und auf dem zweiten Bilder sieht man ihn nochmal von hinten, wie er so im Raum guckt.

00:52:19: Er ist es wirklich riesigs fast so richtig nach Halle.

00:52:21: Da liegen alle so auf ihren Yogamanten auf dem Rücken.

00:52:26: Dann aber kommt Corona und macht ihm erst mal den Strich durch die Rechnung.

00:52:30: Kurse sind plötzlich nicht mehr möglich, also macht Mickey eine Ausbildung in Yogatherapie und eine Fitnesstrainer-Lizenz – dann startet er durch!

00:52:40: Maxim organisiert Retreats wird interviewt, erzählt seine Geschichte und bringt anderen Menschen dazu Yoga zu machen.

00:52:47: Und was ist eigentlich mit Neue?

00:52:49: Also sind die beiden noch zusammen?

00:52:51: Also nach Maxims Entlassung haben die beiden das noch mal miteinander versucht und sich auch ein paar Mal getroffen, aber es hat leider nicht funktioniert.

00:52:58: Dafür hat Maxim in Deutschland eine Frau kennengelernt und einen kleinen Sohn bekommen.

00:53:03: Und hier siehst du mal Maxim mit seinem kleinen Sohnen.

00:53:07: Das ist so ein süßes Bild!

00:53:08: Er ist auf jeden Fall irgendwo draußen weil man sieht dass da hinter ihm so rasen ist Und er hat ein Baby auf dem Arm, hatte so richtig eng an sich geschmiegt und die Augen geschlossen.

00:53:18: Er sieht so glücklich aus!

00:53:19: Also ich kann mir vorstellen wie er jetzt in seinem neuen Leben so richtig aufgeht

00:53:24: als

00:53:24: Papa.

00:53:25: Ja auch seine große Tochter Maja sieht da regelmäßig.

00:53:29: weil er aber nicht nach Thailand einreisen darf treffen die beiden sich zum Beispiel in Laos.

00:53:33: Die beiden stehen sich sehr nahe auch wenn sie auf unterschiedlichen Kontinenten leben Und hier siehst du die beiden mal bei einem Besuch.

00:53:43: Auch die beiden sehen aus sehr süß zusammen aus, die sind in irgendeinem Restaurant oder so.

00:53:48: Es ist auf jeden Fall ein Raum mit Benken und Stühlen.

00:53:51: hinter ihnen sind auch ganz viele Leute an Tischen und sie sitzen eben vorne gucken beide so ganz entspannt lächelnd in die Kamera.

00:53:58: er hat ihren Arm um sie gelegt.

00:54:01: Er sitzt da in einem dunklen T-Shirt hellen Pullover an dunkle Haare, eine Sonnenbrille auf dem Kopf und sie sehen sehr harmonisch zusammen aus.

00:54:09: Und die sehen sich auch ein bisschen ähnlich.

00:54:11: also ich würde sagen Sie kommt noch ihm.

00:54:14: Ja stimmt, stimmt!

00:54:15: Und es sieht gar nicht so aus als wenn sie jetzt so viele Jahre getrennt.

00:54:19: Sie scheinen eine sehr innige Beziehung total

00:54:21: ja Und darunter ist ja noch ein zweites Bild.

00:54:23: Ist das seine Mama?

00:54:24: Genau,

00:54:25: die sehen auch total happy aus!

00:54:26: Also ich finde man sieht so allen in den Gesichtern an was sie für eine Geschichte durchgemacht haben und dass Sie jetzt einfach sehr glücklich sind wieder zusammen zu sein.

00:54:34: also auf dem Bild stehen sie halt da einfach so am Flughafen und er hat sich auch so stehen sehr nah beieinander.

00:54:40: vielleicht hat er sogar den Arm um sie gelegt.

00:54:41: das sieht man nicht so genau und sie guckt auch total strahlend in die Kamera hat ne Brille lächelt.

00:54:47: also sie sehen sehr happy zusammen aus.

00:54:50: Und ist denn Maxime jetzt immer noch Yoga-Lehrer heute?

00:54:53: Nee, er hat mittlerweile einen neuen Job.

00:54:56: Einen sehr weltlichen!

00:54:58: Hast du eine Idee was das sein könnte?

00:55:01: Das ist natürlich spannend weil man würde ja so denken wenn jemand so viel gelernt hat beim Yoga und es auch so praktiziert hat dass er da irgendwie dabei geblieben ist irgendwas Isoterisches Was anderes verkaufte irgendwas.

00:55:16: Ja, er war ja früher schon ganz gut im Verkaufen und sowas Ähnliches macht dann wieder.

00:55:21: Er ist jetzt nämlich Immobilienmakler!

00:55:25: Also

00:55:25: Maxim möchte seiner Familie natürlich Sicherheit bieten und dafür muss er auch Geld verdienen.

00:55:30: Yoga Meditation und sein Glaube sind aber noch immer ein wichtiger Teil seines Lebens.

00:55:36: Und hier ist jetzt das wahre Happy End.

00:55:38: Maxim hat nicht nur überlebt, er hat sich komplett transformiert.

00:55:42: In der Hölle des Gefängnisses hat er das Paradies in sich selbst gefunden.

00:55:47: Und Maxims Geschichte zeigt, es ist nie zu spät für eine Veränderung – egal wie tief du fällst, egal wie aussichtslos erscheint!

00:55:54: Wenn du die Entscheidung triffst dich zu verändern… wenn du die Werkzeuge findest wie Sport, Meditation, Yoga, Spiritualität oder Gemeinschaft ….

00:56:03: wenn du Verantwortung übernimmst für dich selbst und für andere dann ist alles möglich.

00:56:09: Und heute gibt ihr das weiter.

00:56:11: Maxim hat zwei Bücher geschrieben, dass einer heißt der König darf nicht sterben mein Weg aus Thailands Härtes im Knast.

00:56:18: und das zweite Buch heißt Ich war in der Hölle und fand das Paradies an mir.

00:56:23: Die sind sehr lesenswert denn Maxims Botschaft ist klar also du kannst dich verändern egal wo du bist egal was passiert.

00:56:30: Das Paradies ist nirgendwo da draußen sondern es ist in dir.

00:56:34: Du musst es nur finden.

00:56:36: tja Und das ist das wahre Happy End, also nicht dass Maxim frei kam sondern dass er frei wurde.

00:56:42: Erinnerlich frei.

00:56:44: Ich finde ein Glück und Happy End ist trotzdem auch dass er freikam, weil ich finde es besser da... Also aus diesem Knast erzählt hat es ja wirklich furchtbar!

00:56:52: Wenn ich mir überlege wieviel Jahre war jetzt dann insgesamt im Gefängnis?

00:56:57: mehr als acht Jahre.

00:56:59: Mehr

00:56:59: als acht, das ist wahnsinnig lange.

00:57:01: und wenn man sich das da vorstellt unter diesen Bedingungen wie eng es ist, wie heisst es?

00:57:04: Wie schlecht, wie wenig sauber das ist und auch wie gefährlich durch die ganzen Krankheiten dann noch die Streits mit den Mitinsassen und so und sich da wirklich ja die Ruhe zu finden, die Kraft zu finden sich dagegen zu wehren und irgendwie seinen inneren Frieden zu finden.

00:57:19: also da muss man echt sagen Respekt.

00:57:21: aber es ist vielleicht ein gutes Beispiel gerade wenn man Alltagsleben, so ein bisschen vielleicht auch im Kleinklein verliert und sich immer über kleine Sachen ärgert.

00:57:31: Wenn man dann so eine Geschichte hört dass man halt bei so einem furchtbaren Umfeld trotzdem irgendwie die Möglichkeit findet glücklich zu sein das ist schon da kann man sich echt meine Scheibe abschneiden.

00:57:41: Ja, auf jeden Fall sehr inspirierend.

00:57:42: Er hat auch erzählt dass es halt viele Mitteftlinge gab die resigniert haben diese ersten da nur noch in der Ecke und haben vor sich hingeredet und waren teilweise auch total apathisch.

00:57:53: Und er wusste so möchte er nicht enden.

00:57:56: und ja er hat's ja geschafft nichts zu zerbrechen Im Gegenteil also er hatte sogar noch so viel Kraft daraus gezogen.

00:58:04: Und wie war das so mit ihm zu sprechen?

00:58:05: Also was hattest du für einen Eindruck von

00:58:07: ihm?".

00:58:07: Ich habe das Gefühl gehabt, dass er mittlerweile schon wirklich wieder sehr hier in Deutschland angekommen ist.

00:58:12: Er lebt ein ganz normales Leben aber wenn er dann erzählt ist es glaube ich noch sehr präsent für ihn.

00:58:18: also er war dann sehr in der Situation er konnte das alles wahnsinnig anschaulich beschreiben und ich glaube das war auch für ihn ja eine total... emotional harte Zeit, als er diese Situation mit seiner Tochter beschrieben hat.

00:58:31: Das hat ihn immer noch so berührt und immer noch mitgenommen Und er berichtet dann auf wie es ist sie heute noch zu treffen dass er so stolz auf sie ist und der sagt ja auch das ist die Liebe seines Lebens ist und Dass er jetzt auch für seinen Sohn da sein möchte.

00:58:43: also Ja es war irgendwie ganz besonders mit ihm zu sprechen.

00:58:47: Naja das kann ich mir vorstellen.

00:58:48: Also man hat das ja auch gehört in seinen O-Tönen, dass ihnen das wirklich noch bewegt ist ja auch klar.

00:58:53: Ich meine das hat ja sein komplettes Leben verändert, es hat ihn verändert als Mensch und dass er daraus gekommen ist.

00:58:59: Das ist schon echt krass!

00:59:01: Also kann er auch sehr stolz auf sich sein.

00:59:05: Ich glaube das wird eine Geschichte sein die mich auch noch ein bisschen beschäftigt weil man so nachwirkt.

00:59:10: Weil man dann drüber nachdenkt was andere für Erlebnisse hatten wie es einem selber geht und wie einem das vielleicht auch selber helfen kann.

00:59:18: Und ich glaube ich werde jetzt doch mal wieder meditieren.

00:59:20: Ah siehst du?

00:59:21: Dann hat's ja schon etwas gebracht.

00:59:25: Ja, genau.

00:59:25: Dann war es das für heute!

00:59:27: Happy Lee Choo!

00:59:28: Wir wünschen euch eine schöne Woche beziehungsweise zwei Wochen bis es dann die nächste Folge gibt.

00:59:33: und ja vielleicht habt ihr auch Lust ein bisschen Yoga zu machen oder zu meditieren?

00:59:37: Oder einfach ein bisschen Sport und positive Gedanken zu haben?

00:59:41: Genau und schreibt uns mal wie euch die Folge gefallen hat, wie ihr Maxim so wahrgenommen habt wenn ihr mögt.

00:59:46: unter unseren Post sind wir auch sehr gespannt und dann freuen wir uns auf die nächste folge in zwei wochen.

00:59:52: Genau macht's gut.

00:59:54: Bis dahin, ciao!

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