63 Die tödlichen Schwestern und ihr Mörderspiel - sie entscheiden, wer stirbt
Shownotes
Wien in den 80er Jahren, das Krankenhaus Lainz: Es ist spät in der Nacht, normale Klinik-Routine. Die meisten PatientInnen schlafen. Auf der Station ist es ruhig. Vielleicht zu ruhig. Zwei Schwestern stehen an einem Bett. Sie schauen erst sich an, schweigend, dann den Patienten. Dann sagt eine von ihnen: Wir machen noch schnell die Mundhygiene. Die Schwester lächelt, öffnet sanft den Mund des Patienten und füllt ihn mit Wasser. Ein ganz normaler Vorgang. Etwas, das zur Pflege dazugehört. Oder? Im Wiener Volksmund wird der Pavillon V als Endstation für alte Leute bezeichnet. Oder auch als Vorhof ins Jenseits. Hier leiden viele Patienten unter unheilbaren Krankheiten. Manche liegen im Sterben. Der Tod gehört zum Alltag, er ist nichts Ungewöhnliches. Oder doch? Auf dieser Station kommt es besonders häufig zum Tod. PatientInnen sterben plötzlich. Oft nachts. Zuerst fällt es niemandem auf. Denn es gibt immer eine Erklärung: Alter. Krankheit. Schwäche. Dann will es niemand so genau sehen. Und als die Wahrheit ans Licht kommt, ist sie kaum zu begreifen. Denn hinter dem Begriff «Mundhygiene» verbirgt sich etwas anderes. Eine tückische Art, zu töten. Jule und Karolin besprechen den Fall gemeinsam mit Gerichtsgutachterin Sigrun Rossmanith und Rechtsmediziner Thomas Kamphausen.
Autoren: Lena Kirchner Karolin Kandler Jule Gölsdorf
Instagram: @sistersincrime.podcast @julegoelsdorf @karolin_kandler
Quellen: Doku ORF III "Wahre Verbrechen – Die Todesengel von Lainz" https://www.youtube.com/watch?v=irDLfWiOw https://web.archive.org/web/20231023082122/http://www.nytimes.com/1989/04/18/world/killing-of-49-patients-by-4-nurse-s-aides-stuns-the-austrians.html https://wiev1.orf.at/stories/298601 https://tv.orf.at/program/orf3/zeitgeschi1824.html (mit Bildern) https://www.spiegel.de/geschichte/oesterreichs-groesster-pflegeskandal-die-todesengel-von-lainz-a-962376.html https://www.youtube.com/watch?v=irDLfWiOw (Doku von ORF-III) Trailer zum Spielfilm: https://www.youtube.com/watch?v=_2EYkwNN5DE
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/sistersincrimepodcast
Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio: https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio
Transkript anzeigen
00:00:04: Wir sind in Wien in den Achtzigerjahren im Krankenhaus Leins.
00:00:09: Es ist spät in der Nacht, wir erleben eine ganz normale Klinikroutine.
00:00:14: Die meisten Patientinnen schlafen.
00:00:18: Auf der Station ist es ruhig Vielleicht zu ruhig.
00:00:24: Zwei Schwestern stehen an einem Bett.
00:00:27: Sie schauen erst sich an, schweigend dann den Patienten.
00:00:32: Dann sagt einer von ihnen, wir machen noch schnell die Mundhygiene.
00:00:37: Die Schwester lächelt, öffnet sanft den Mund des Patienten und füllt ihn mit Wasser.
00:00:43: Ein ganz normaler Vorgang – etwas das zur Pflege dazu gehört!
00:00:48: Oder?
00:00:50: Im Wiener Volksmund wird der Pavillon-V als Endstation für alte Leute bezeichnet oder auch als Vorhof ins Jenseits.
00:01:01: Hier leiden viele Patienten unter unheilbaren Krankheiten.
00:01:05: Manche liegen im Sterben.
00:01:08: Der Tod gehört zum Alltag Er ist nichts Ungewöhnliches.
00:01:13: Oder doch?
00:01:14: Auf dieser Station kommt es besonders häufig zum Tod.
00:01:18: PatientInnen sterben plötzlich, oft nachts.
00:01:23: Zuerst fällt es niemandem auf Denn es gibt immer eine Erklärung Alter Krankheit Schwäche.
00:01:34: Dann will es niemand so genau sehen.
00:01:37: Und als die Wahrheit ans Licht kommt, ist sie kaum zu begreifen Denn hinter dem Begriff Mundhygiene verbückt sich etwas anderes.
00:01:47: Eine türkische Art zu töten.
00:01:58: Warum werden Frauen zur Täterinnen?
00:02:01: Was treibt die bösartigsten Mörderinnen
00:02:03: an?
00:02:04: Brache, Habgier, Notwehr,
00:02:07: Eifersucht oder einfach sadistisches Vergnügen?
00:02:11: Frauen können genauso brutal morden wie Männer vielleicht sogar noch grausamer.
00:02:16: Wir berichten über interessante Fälle, beleuchten Hintergründe und sprechen mit Expertinnen und Experten.
00:02:22: Natürlich immer mit dem müdigen Respekt für die Opfer!
00:02:25: Sisters in Crime – Frauen, die töten Ein True Crime-Podcast mit Karolin Kandler und Jule Gülstorf.
00:02:41: Hallo ihr Lieben Best Assisties Community wir freuen uns riesig dass ihr wieder dabei seid.
00:02:47: ich bin Jule
00:02:48: Und ich bin Karolin Kantler und es steht schon wieder eine neue Folge Sisters in Crime an.
00:02:53: Es geht hier wirklich Schlag auf Schlag!
00:02:55: Aber wirklich diese Woche beziehungsweise vergangene und diese Woche, und wir haben ja neulich schon mal so ein bisschen über Urängste gesprochen also nicht sehen zu können das war ja ein Thema dass dir besonders viel Angst macht.
00:03:09: Genau, das war in unserem Fall mit dem Flugzeugabsturz als die junge Frau da unterwegs ihre Brille verloren hat und sich durch den Dschungel schlagen musste.
00:03:17: Und nicht nur den ja Flugzeug absturzt überlebt hat sondern tatsächlich auch den Weg rausgefunden hat oder auf Zivilisation getroffen ist.
00:03:26: Das ist natürlich alles furchtbar schlimm.
00:03:28: aber so diese Angst die Brille zu verlieren oder nichts sehen zu können.
00:03:34: Also wirklich wenn ich dran denke am schlimmsten von
00:03:36: all.
00:03:36: Ja, das ist wirklich gruselig.
00:03:38: Das ist ja in der Happily-True Folge gewesen!
00:03:40: Ich finde ja generell dass einfach Krankheiten so krasser Ängste auslösen... Also ich war ja eine Zeit lang auch echt mal richtig hypochonder.
00:03:48: Ich hatte ständig Panik, dass ich irgendwas habe.
00:03:50: Ich war auch schon vier oder fünf Mal bei der Magen und Darmspiegelung.
00:03:55: also was viele erst so ab fünfzig machen hab ich glaube ich das erste Mal gemacht.
00:03:58: da war ich zwanzig weil mir irgendwie immer übel war und dann dachte ich habe irgendwas Schlimmes Also das, was für viele so oft dann doch selbstverständlich angesehen wird.
00:04:07: Die Gesundheit ist halt so zerbrechlich und auch so schnell in Gefahr auch mal von heute auf morgen.
00:04:13: Kennst du diese Angst nicht?
00:04:15: Nee!
00:04:16: So extrem habe ich es nicht.
00:04:17: Ich kann's mir schon vorstellen und ich kann mich auch in Sachen reinsteigern aber ganz schlimm glaube ich bin jetzt nicht.
00:04:23: Was ich eher hab' ist die Angst vor Hautkrebs.
00:04:25: also irgendwie das verfolgt mich total und ich gehe wirklich regelmäßig zur Vorsorge.
00:04:30: Das liegt vielleicht auch daran, dass ich so als Teenager... Ja es ist mir echt unangenehm zu sagen aber ich bin echt total auf den Solarium gegangen früher.
00:04:37: Das war irgendwie erstens total innen und zweitens war die Aufklärung halt noch nicht so.
00:04:42: Und ich glaube das ist wirklich wenn man in so einem jungen Alter sich da echt so oft der Sonne aussetzt sondern dann auch der künstlichen Sonne.
00:04:50: Ich glaub da hab' ich meine Haut echt geschädigt und ja deshalb habe ich immer ein bisschen Angst um schlechtes Gewissen.
00:04:56: Aber es ist ja gut, wenn du dann immer regelmäßig zur Vorsorge gehst.
00:04:59: Das ist ja wichtig!
00:05:00: Warst du schon mal im Krankenhaus?
00:05:02: Ich hatte ja zwei Kaiserschnitte und ich fahrte einmal als Kind... Da bin ich mal ohnmächtig geworden, einen Verdacht auf eine Gehirnerschütterung nach einer Impfung.
00:05:11: aber jetzt nix dramatisches.
00:05:13: Ja ich auch nur einmal, also ich hatte mal so Knoten an der Schilddrüse.
00:05:16: Das klingt jetzt dramatischer als es ist, das ist ja tatsächlich eine Volkskrankheit haben total viele und in den meisten Fällen sind die Knotten ja harmlos.
00:05:24: aber es kann eben auch mal sein dass einer bösartig ist war bei mir zum Glück nicht so.
00:05:28: Aber ich weiß noch wie horror ich diese Tage da in dieser Klinik fand.
00:05:32: Also zum einen dann die Operation.
00:05:33: wenn du dann weißt du wirst gleich in diesen OP geschoben Und wirst dann gleich In voller Kose versetzt weil bei mir mussten diese Knotens halt raus operiert werden Weil sie zu nahe an den Stimmbändern saß ist ja schlecht in unserem Job.
00:05:45: Und dann dieses Warten auf das Ergebnis, ne?
00:05:47: Ich fand es so schrecklich aber toi toi toi alles war gut!
00:05:51: Aber da kommen wir jetzt auf das Thema der Folge heute.
00:05:53: also man wünscht sich ja immer wenn man in so einer Klinik ist dass man einfach in den besten Händen isst.
00:05:59: Ja absolut und das ist auch eher so eine Angst die ich hab dass jemand vielleicht falsch entscheidet oder das gepfuscht wird.
00:06:06: Oder dass natürlich vieler passieren, aber wenn es dann mit der eigenen Gesundheit zusammenhängt?
00:06:10: Das ist natürlich noch mal was ganz anderes vor allen Dingen, wenn man's eben nicht mehr rückgängig machen kann.
00:06:15: Ja total also ich finde bei den Menschen im weißen Kittel da will man sicher fühlen ob das jetzt die Ärzte sind oder halt auch die Pflegekräfte wie man sie heute nennt.
00:06:23: Also früher hat man ja einfach Krankenschwestern und so gesagt Und die sollen sich um die Patientinnen kümmern Sie umsorgen pflegen und ihnen einfach die Zeit in dieser Klinik möglichst angenehm machen.
00:06:36: Und so eine Krankenschwester, die sollte ja jemand sein dem man vertrauen kann, die hilft, die da ist wenn es einem nicht zu gut geht.
00:06:46: Ich merke schon das klingt so als wäre das heute in unserem Fall nicht so!
00:06:50: Da geht's dann hier auch ein bisschen um meine Ohrängste.
00:06:54: Nja, ich finde dieses... also die Pflege wird da etwas zu genau genommen in unserem heutigen Fall oder auch falsch interpretiert.
00:07:02: Aber ich will nicht zu viel spoilern!
00:07:04: Dazu gleich mehr.
00:07:05: du hast ja noch etwas mitgebracht vorher nämlich ein tödliches Gericht.
00:07:10: Ja und ich muss nochmal was sagen was mir gerade einfällt zum Thema Krankenschwestern.
00:07:12: Ich weiß nicht ob Du das auch hast aber ich frag mich ganz oft warum Krankenschwester so lieb sind.
00:07:18: Hast Du das schon irgendwie gemerkt?
00:07:20: Irgendwie spricht mich das total an.
00:07:21: Ich kann das gar nicht beschreiben, aber wenn ich dann auf dem Zahnadstudel liege oder mal eine OP hatte mit dem Kaiserstatt und ich da vorher irgendwie festgeschnallt bin, ich denke jedes Mal, wie viele liebevolle Krankenschwestern gibt es einfach?
00:07:36: Und dann gleich so ganz innerlich berührt hat, dass ich's so schön finde und denke Gott was für tolle Menschen die diesen Job ausüben und dann noch mit einer Leidenschaft ganz oft!
00:07:46: Ja, total.
00:07:47: Und vor allen Dingen das macht es dann ja eben genau aus, dass man sich dann so sicher fühlt, ne?
00:07:51: Weil man so das Gefühl hat, man wird's so gut umkümmern und man hat den Eindruck die kennen sich aus!
00:07:55: Die wollen dir halt nur Gutes.
00:07:57: und wenn das da nicht so ist... Das is' dann wirklich spooky
00:08:00: Ja, umso fataler dann.
00:08:02: Und ich meine wo wir heute im Krankenhaus unterwegs sind.
00:08:05: der eine oder die andere würde wahrscheinlich sagen am tödlichsten in einem Krankenhaus ist das Essen.
00:08:10: aber gut vielleicht kommt es heute gekriegt da sogar mal auf den Speiseplan.
00:08:14: Es geht nämlich um grüne Bohnen.
00:08:16: Ah, die mag ich ja gerne also wenn sie frisch sind und ich mache damit dann gerne einen wirklich guten italienischen und vor allem mediterranen Bohnensalat.
00:08:26: Ja es kannst du gern mal zum Grill mitbringen wenn du mal wieder vorbei kommst Aber Nicht mit rohen Bohnen.
00:08:32: Nein, auf keinen Fall!
00:08:35: Die sind nämlich giftig.
00:08:36: Warum?
00:08:37: Die Bohnenthalten fahr sehen dass es eine giftige Eiweißverbindung die es in sich hat und lebensgefährlich sein kann.
00:08:45: Es sorgt dafür das die roten Blutkörperchen zusammenkleben.
00:08:48: der Sauerstofftransport im Körper wird also behindert Und es gibt bitterer Nebenwirkungen Übelkeit Erbrechen Durchfall Kopfschmerzen.
00:08:57: Und das heißt, mit circa sechs rohen grünen Bohnen könnte man schon ein Kind vergiften.
00:09:04: Aber keine Sorge!
00:09:04: Das gilt wirklich nur für Rohepronen also wenn man sie kocht mindestens zehn Minuten übrigens wird das Lektin-Faseolin durch das heiße Wasser zerstört.
00:09:14: Okay okay versprochen ich mache meinen Bohnsalat für dich nur gekocht.
00:09:20: Jetzt bin ich gespannt ob in diesem Fall auch das Krankenhausessen vergiftet war.
00:09:25: Schauen wir mal Wir sind in Wien Anfang der achtziger Jahre, ein Stadtteil mit alten Willen und gepflegten Parks.
00:09:37: Dazwischen fahren die Straßenbahnen, die die Menschen von einem Ort zum anderen bringen.
00:09:42: Am Rande des dreizehnten Bezirks Hitzing befindet sich eine Klinik – das Krankenhaus Leins.
00:09:49: Eine große Anlage, die zu diesem Zeitpunkt zu den größten Pflegeeinrichtungen Österreichs gehört.
00:09:55: Und hier siehst du auch mal wie es aussieht!
00:09:58: Und das ist wahrscheinlich auch ein Bild aus den Achtziger, ne?
00:10:00: Also es sieht sehr authentisch auf jeden Fall.
00:10:02: Also nicht aus dieser Zeit glaube ich!
00:10:04: Es ist schon bisschen herren und das Haus wirkt sehr imposant.
00:10:08: also nicht wie die Krankenhäuser, die es heute so gibt, die so total modernen und voll mit Glas sind sondern das ist wirklich so ein altes imposantes Gebäude, graue Fassade und weiße Fenster relativ hoch.
00:10:20: Es könnte allerdings auch wenn nichts nicht wüsste ein Gefängnis sein
00:10:24: Der viele der PatientInnen dort sind alt, leiden an schweren Krankheiten und haben nicht mehr viel Zeit.
00:10:31: Es ist ein Ort, an dem die Menschen ganz besonders auf eine helfende Hand angewiesen sind – sie brauchen Betreuung, Näheunterstützung, an einem Ort, in dem das Leben stiller wird und manchmal auch endet!
00:10:45: Allerdings sind wir auch einerzeit, in der viele Krankenhäuser überbelegt sind und Pflegekräfte am Limit arbeiten.
00:10:53: In diesem Krankenhaus gibt es den Pavillon V. Eine Station, auf der über die Hälfte der PatientInnen über seventy-fünf Jahre alt sind.
00:11:03: Dort gibt es also viele Sterbefälle und oft gab es dort auch mehr PatientInnen als vorgesehen.
00:11:10: Die Belastung war hoch und das heißt da ging's dann auch mal ein bisschen drunter und drüber.
00:11:15: Das ist ja oft kein gutes Zeichen.
00:11:17: Also wenn da so Chaos herrscht wird wir möglich auch manchmal nicht ganz so genau hingesehen oder vielleicht auch mal weggeschaut, oder vielleicht wird doch irgendwas übersehen.
00:11:26: Ja ganz genau so kann es dann mal laufen.
00:11:29: leider klar ist dort sterben häufig Menschen.
00:11:33: beispielsweise Juliane P liegt schon seit zehn Tagen im Spital.
00:11:37: die Patientin war mal prima Ballerina an der Wiener Staatsoper.
00:11:42: allerdings ist sie durch eine Trombose die ihre Halsschlagader verstopft halbseitig gelehmt.
00:11:48: Am achtzehnten Dezember, um fünf Uhr morgens macht eine Hilfsschwester einen ihrer letzten Rundgänge ihrer Nachtschicht.
00:11:57: Punkt sieben Uhr verlässt sie das Krankenhaus und siebzehn Stunden später ist Juliane P. Tod.
00:12:05: Drei Tage später also nur kurz vor Weihnachten trauert eine weitere Familie.
00:12:10: Um achtzehn Uhr wird der dreieinachtzigjährige Stefan F. behandelt und bekommt eine Spritze.
00:12:16: Am nächsten Mittag ist auch er verstorben.
00:12:20: Und wieder ein paar Monate später stirbt die Krebspatientin Tecla G. Sie isst achtzig Jahre alt und kämpft zunächst!
00:12:28: Tecla ringt, panisch nach Luft.
00:12:30: ihr Atem rasselt – aber niemand hilft ihr.
00:12:34: Je weniger Luft sie einatmen kann, desto weniger Sauerstoff gelangt ins Blut und in die Organe.
00:12:40: Das Ausatmen wird immer schwieriger Und ihr Körper stößt nicht mehr genügend Kohlenstoffdioxid aus, bis sie irgendwann gar nicht mehr atmet und ihre Organe aufgrund des Sauerstoffmangels versagen.
00:12:53: Tecler G ist qualvoll
00:12:55: erstickt.".
00:12:57: Okay das Patientinnen im Krankenhaus sterben?
00:13:00: Das ist natürlich leider normal.
00:13:02: jetzt habe ich auch zu wenig Medizinkenntnis um zu beurteilen wie und warum Sie gestorben sind bzw ob das jetzt am Verlauf der Krankheit lag oder es vielleicht da Unstimmigkeiten gibt.
00:13:12: Ja absolut, also wir können das nicht beurteilen.
00:13:15: Aber klar ist Ende der Achtziger es gibt Gerüchte im Krankenhaus – es heißt da werden Beruhigungsmittel verabreicht die nicht verabrecht werden sollten und auch nicht in der richtigen Dosierung.
00:13:29: Es gibt einen anonymen Hinweisgeber und so wird die Wiener Staatspolizei eingeschaltet.
00:13:35: So erzählt es der Gerichtsmediziner Christian Reiter in der ORF III-Doku, warer Verbrechen die Todesengel von Leins.
00:13:44: Es hat ein junger Arzt des Krankenhauses Leins, der einen Verhältnis also eine Liaison gehabt hat mit einer Krankenschwester seinem Chef erzählt er hätte von dieser Schwester erfahren das im Schwesternzimmer darüber gesprochen wird wie Patienten getötet werden können bzw.
00:14:03: wie deren sterben beschleinigt werden
00:14:05: kann.".
00:14:07: Die Polizei besucht die Station, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.
00:14:11: Aber die Beamten finden nichts!
00:14:14: Keine handfesten Beweise – auch weil der Hinweisgeber geschützt sein Name nicht genannt wird und daher keine Befragung stattfindet.
00:14:22: Und auch sonst möchte sie sich in dem Krankenhaus niemand äußern?
00:14:26: Und so ziehen die Polizisten wieder
00:14:28: ab….
00:14:33: Ja schon, aber man darf halt nicht vergessen in dieser Zeit sind die Stationen halt komplett überfüllt.
00:14:38: Überstunden sind da wirklich Gang und Gebe und es wird auch nicht alles dokumentiert.
00:14:43: also wenn dann irgendwie überwiegend handschriftlich aufgeschrieben Und was ja heute Standard ist das doppelt kontrolliert wird Wenn Medikamente gegeben werden.
00:14:53: Also das gibt's damals auch noch nichts.
00:14:56: Und ein entscheidender Unterschied.
00:14:58: Die Pflegehelferinnen haben auch häufig Tätigkeiten übernommen, die heute nur von hochqualifiziertem Personal ausgehübt werden – also Injektionen zum Beispiel.
00:15:09: Kontrollen die fehlen?
00:15:11: Auch weil die Zeit dafür fehlt!
00:15:13: Aber ein Jahr später gibt es einen weiteren Vorfall.
00:15:17: Der zweiundachtzigjährige Franz Kohoth liegt in seinem Krankenbett.
00:15:22: Am ersten April treten die beiden Schwestern, Waldhaut Wagner und Irene Leidolf an ihn heran.
00:15:29: Und verabreichen ihm eine Spritze mit Insulin.
00:15:33: Im Nachhinein sagt Franz über diese Situation,
00:15:47: Okay, das stellen die mal vor.
00:15:48: Du überlegst noch was bekomme ich da eigentlich für eine Spritze?
00:15:51: Fühlt sich dann schon direkt komisch?
00:15:53: Kann es denn auch nicht mehr handeln?
00:15:54: Das finde ich so gruselig!
00:15:56: Ja total.
00:15:57: also das ist wirklich schlimm wenn du quasi noch so ahnst dass irgendwas nicht richtig ist und dann dir aber schon so schummerig wird und du dann quasi in Ohnmacht fällst Und du hast vielleicht noch als letzten Gedanken Ah mir muss jemand helfen das läuft falsch und du kannst einfach nichts tun.
00:16:13: Also
00:16:14: richtig grusulich.
00:16:15: ja das Problem in diesem Fall ist Franz ist kein Diabetiker, bekommt aber Insulin gespritzt und das hat fatale Folgen.
00:16:24: Warum hat uns unser Rechtsmediziner Thomas Kamphausen mal erklärt?
00:16:29: Insulin produziert unser Körper selbst.
00:16:31: Insulin ist ein Hormon, dass in der Bauchspeicheldrüse also im Bauchraum produziert wird.
00:16:36: ganz wichtig ist denn es reguliert den Blutzuckerspiegel um genau zu sein.
00:16:39: Es ist extrem wichtig dafür, dass ermöglicht erst die Aufnahme von über die Speiser aufgenommenen Zucker aus dem Blut in die Zelle hinein.
00:16:49: Das heißt also Glucose aus dem blut aufzunehmen, in die zellen zu transportieren an den Ort wo es gebraucht und verbraucht wird.
00:16:56: dafür ist es total wichtig.
00:16:58: das heißt also nach dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel.
00:17:01: Die Bauchspeicheldrüse schüttelt Insulin aus.
00:17:03: Insulin öffnet quasi damit die Zellen bildlich gesprochen damit der Zucker aufgenommen werden kann und als Energiequelle zur Verfügung steht.
00:17:08: so funktioniert Insulin.
00:17:10: Wenn man jetzt also eine Blutzuckerstoffwechselstörung hat, sei es angeboren.
00:17:14: Weil nämlich die Bauchspeicheldrüse per se nicht genug oder kein Insulin bildet oder halt erworben.
00:17:20: Weil der Körper langsam auf Insulin nicht mehr reagiert, resistent wird weil man nämlich den ganzen Tabelbond und Zucker zu sich nimmt dann hat man ein diabetes mellitus und das bedeutet aus dem griechischen kommend honig süßer durchfluss.
00:17:32: Und das ist auch schon so früher die diagnose gewesen, also die ärzte früher haben früher tatsächlich geschmeckt ob der urinsüß ist.
00:17:38: Das heißt wenn der zucker gar nicht mehr aufgenommen werden kann wird er über die niere so wieder ausgeschieden und wenn man den behandeln will kann man in den milderen fällen zunächst mal medikamente nehmen die den zuckersenken aber irgendwann wird man von außen dass in der bauspeicheldrüse nicht mehr produzierte Insulin zuführen müssen.
00:17:55: Und das macht man von außen mit einem Insulin, was heute gentechnisch hergestellt wird.
00:17:59: die Gefahr sowohl für den Diabetiker der also eine Blutzuckerstoffe zur Störung hat als auch für den Blutzucker gesunden besteht nun darin dass Die Zufuhr von insulin im blutzucker senken kann.
00:18:08: und da gibt es halt Werte.
00:18:10: ob dann jetzt gefährlich weil einfach kein Brennstoff mehr Für die zählen und insbesondere nicht fürs Hirn mehr vorhanden ist.
00:18:16: Da haben wir Dann Eine Situation wo es schon zu neurologischen Schäden kommen kann.
00:18:21: Und bei Werten unter fünfundzwanzig, unter zwanzig Milligramm Prodizyliter da wird's schon ziemlich gefährlich weil man mich dann in ein Coma fallen
00:18:28: kann.".
00:18:30: Ja und genau das passiert jetzt auch bei Franz – er fällt ins Coma!
00:18:34: Er hat aber ganz viel Glück.
00:18:36: eine Oberärztin die erkennt den schnellen Abfall des Zuckerspiegels und greift ein... ...und rettet Franz das Leben.
00:18:44: Am nächsten Morgen ist er sogar wieder ansprechbar und hat den Schock auch einigermaßen gut überstanden.
00:18:51: Aber der Fall wirft Fragen auf!
00:19:12: Herr Walder steht, dass er sich dringend beim Polizeipräsidenten Günther Bügel melden soll.
00:19:18: Stacher der zögert keine Sekunde und ruft Bügel an.
00:19:22: Als er nach dem Gespräch auflegt, da verlässt er sofort sein Büro und eilt umgehend mit einem Mitarbeiter ins Polizeipräsidium.
00:19:30: Robert Jandel, der Kriminalbeamte, der bei dem Fall ermittelt, erklärt in der ORF-III Doku was passiert ist.
00:19:38: Der Leiter der Abteilung hat uns mitgeteilt, dass es einen komischen Vorfall gab.
00:19:43: Mit einem alten Mann, der nicht zuckerkrank war und aber aufgefunden wurde mit einer Überdosis-Insulin.
00:19:51: Er konnte gerettet werden – er ist nicht gestorben!
00:19:53: Aber an den Blutwerten hat man dann festgestellt, dass das eine Überdosesinsulin war, die ihm gefährlich gewesen wäre.
00:20:00: Wäre jetzt nicht entdeckt worden?
00:20:02: Okay, jetzt ist natürlich die Frage vielleicht war es ja auch ein Versehen oder war's tatsächlich Absicht?
00:20:06: und nach den Informationen dieses Hinweisgebers klingt das jetzt sehr nicht unbedingt nach einem Unglück.
00:20:12: Und für den Patienten sind hier auch zwei Schwestern zuständig gewesen?
00:20:15: Weißt du so'n bisschen was über die beiden?
00:20:17: Ja, das sind Waldraud Wagner und Irene Leidolf also Waldraut von der es heißt man habe sie hinter ihrem Rücken als Hexe bezeichnet.
00:20:27: Die ist die Tochter eines Bauern aus Niederösterreich.
00:20:30: Als Teenagerin hat sie sich um ihre Großeltern gekümmert, die Unterstützung brauchten und ist dann danach auf die Schwesternschule in Mistlbach gegangen.
00:20:40: In der Praxis ist sie unheimlich gut aber in der Theorie versagt sie und schafft daher ihren Abschluss nicht.
00:20:48: Weil sie nicht so richtig weiß was sie machen soll und sie nicht auf dem Land bleiben möchte zieht sie in nineteenhundertfünfundsiebzig zu ihrer Schwester nach Wien wo sie auch bis zur Verhaftung wohnt.
00:21:00: Kurz nach ihrer Ankunft in der Stadt beginnt sie ihre Arbeit im Krankenhaus, und das obwohl sie keinen Abschluss hat.
00:21:08: Aber der Personalmangel ist eben so groß dass auch nicht qualifizierte Personen eingestellt werden – allerdings nicht als Schwester sondern als Hilfsschwester!
00:21:17: In ihrem ersten Jahr arbeitet sie auf der Station der Tysiologie Das gehört zur Pneumologie und beschäftigt sich intensiv mit der Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung von Tuberkulose-und anderen verwandten Lungenkrankheiten.
00:21:52: Irgendwann erzählt, weil traut ihr aber davon und überredet sie mitzumachen.
00:21:57: Viel ist nicht über sie bekannt außer dass sie verheiratet ist und anscheinend lieber Zeit mit ihren KollegInnen es mit ihrem Mann verbringt.
00:22:05: Die beiden werden jetzt festgenommen!
00:22:09: Sie beginnen gerade ihre gemeinsame Schicht im Hauptdienst also tagsüber.
00:22:13: Sie stehen vor ihren Spinden und ziehen sich ihrer Arbeitskleidung an.
00:22:18: Vielleicht sind sie schon nervös, weil der Patient, der fähiglicherweise Insulin bekommen hat, geredet hat.
00:22:25: Aber ob ihr Handeln wirklich Konsequenzen haben wird – das wissen Sie noch nicht!
00:22:30: Bis zu dem Zeitpunkt als zwei Kriminalbeamte im Spital Lines auftauchen und nach Weiltraut und Irene fragen, bereiten sich beide weiterhin ganz normal auf ihren Dienst vor.
00:22:41: Dann stoßen die Beamten zu ihnen und erklären, dass sie aufgrund des Mordverdachts festgenommen werden.
00:22:48: Anstatt also ihre Arbeit zu beginnen, legen sich plötzlich Handschellen um ihre Handgelenke – mit nur zwei leisen Klicks stehen die Frauen mit ihren Händen im Rücken gefesselt dar.
00:22:59: Vor den Augen aller KollegInnen und auch Patientinnen, die einen Blick erhaschen können, führt die Polizei Waldraut-und-Irene durch die Krankenhausflure bis zum Ausgang und setzen sie auf die Rückbank des Streifenwagens.
00:23:14: Die Türen sind verschlossen, die Polizisten steigen ein und begeben sich auf den Weg ins Revier.
00:23:20: Wien ist aber ja nun mal eine Großstadt und Sie kommen nur schleppend voran bei dem vielen Verkehr – da kommt man dann auch ins Plaudern!
00:23:28: Und was die Beamten auf der fast einstündigen Fahrt zu hören bekommen, das können sie fast nicht glauben.
00:23:35: Waldhaut-und Irene erzählen detailreich von ihren Tötungsmethoden Ganz ruhig, ohne schlechtes Gewissen und Reue.
00:23:44: Sie gestehen zum ersten Mal – und zwar alles!
00:23:47: Was sind das einfach so im Auto?
00:23:49: Das ist ja echt krass!
00:23:50: Ich meine vielleicht wollen sie ja doch ihr Gewissen erleichtern...
00:23:54: Ja, es könnte schon sein.
00:23:55: Also wir haben mal die Gerichtsgutachterin und Psychologin Sigrun Rosmanit gefragt.
00:24:00: Die ist ja auch Österreicherin hat den Fall natürlich mitbekommen.
00:24:04: Und sie hat mal eingeschätzt in wie weit solche Täterinnen auch froh sind zu bestehen um dann eben vielleicht doch das Gewissen zu erleichtern?
00:24:18: Da hat eine auf die andere eingeschoben und letztlich dann, du hast niemand oder waren es alle.
00:24:28: Bei einer so guten Tat muss man ja sagen wahrscheinlich nicht sicher aber wahrscheinlich hätte keine Lein das gemacht.
00:24:38: In der Gruppe hat sich das dann so gegenseitig verstärkt Und man hatte auch die Hauptdäterin Wagner die alles verantwortlich gemacht und die anderen haben dann immer wohl mitgeholfen.
00:24:50: Hier diese Informationen über die Festnahmen und auch die vermuteten Hintergründe, die bekommen jetzt auch die Medien.
00:24:57: Tja du kannst dir vorstellen das wird zu einem riesigen Skandal!
00:25:01: Wirklich kein Radio und keine Zeitung lässt diesen Fall in der Berichterstattung aus.
00:25:07: Wir haben Siekron Rossmanet auch mal gefragt wann und wie sie davon mitbekommen hat?
00:25:12: Ich war damals noch nicht befasst und habe mir auch gedacht, es ist eigentlich furchtbar dass das in den Spital passiert.
00:25:18: Aber das ist ja ein sehr lehrreiches wenn auch extrem verstörendes Phänomen.
00:25:23: Das war nicht eine einzige allein sondern das war eine Gruppierung an diese Daten gewissermaßen immer weiter ausgefeilt worden.
00:25:34: Man muss eines sagen, da hat ja auch das ganze System im Versag, wenn etwas so lange möglich ist.
00:25:40: Das sind ja nicht nur Detailerinnen sondern das ganze system hat
00:25:44: versagt.".
00:25:45: Ja jeder Fernsehsender zeigt die Bilder der nachher insgesamt vier Stationsgehilfenden, die festgenommen werden.
00:25:53: Boah, das musste dir mal vorstellen.
00:25:54: Auch für die Angehörigen natürlich total schlimm, ne?
00:25:57: Also ich kann mir vorstellen dass es da jetzt viele gibt, die sich fragen okay sind meine Verwandten vielleicht auch Opfer gewesen?
00:26:03: also sind sie jetzt eines natürlichen Todes gestorben?
00:26:06: oder hatte da vielleicht die ein oder andere Schwester doch die Finger im Spiel?
00:26:10: und natürlich was ist wirklich im Krankenhaus passiert?
00:26:12: das fragen sich jetzt natürlich alle.
00:26:14: Ja absolut!
00:26:15: Und diese Frage stellt sich auch die Polizei.
00:26:18: Die möchte herausfinden, wie viele Personen in der Klinik auf unnatürlicher Art und Weise gestorben sind.
00:26:25: Und während der Ermittlungen dringen die Beamten immer weiter in die Vergangenheit vor.
00:26:30: Eine wichtige Informationsquelle befindet sich im Spital.
00:26:35: Die Schwestern müssen nämlich ein Sterbebuch führen – daran schreiben sie alle Patientinnen, die verstorben ist mit Informationen wie Name, Alter oder Todesursache auf!
00:26:47: Und das hat auch die Schwester Waldraut getan.
00:26:50: Das sagt der damalige Ermittler Robert Jandel in der ORF-Toku dazu.
00:27:14: Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sie eigentlich jetzt froh ist.
00:27:17: Dass das Ganze aus ihr herausnießt und dass sie das erledigt hat.
00:27:21: Ich habe mich dann mit dem Kollegen kurz unterhalten und währenddem schaue ich einmal rüber und sehe, dass die schon einen ganzen Zettel vollgeschrieben hat Und ich sage bitte was machst du da?
00:27:29: Sagt sich nicht, schreibe alles raus Was ich da weiß und Sie hat nämlich auch dazu geschrieben womit sie also was sie diesen Leuten verabreicht hat.
00:27:36: Gott!
00:27:36: Das klingt ja wie in einem Horrorfilm.
00:27:38: Also wie viel schreibt sie denn da eigentlich auf?
00:27:40: Ja, also es ist tatsächlich erst mal eine ganze Dienerviersite.
00:27:43: Die ist schon vollgeschrieben und dann greift sie zu einem weiteren Blatt... ...und hier siehst du auch ein Screenshot aus der Doku!
00:27:50: Also ich weiß jetzt nicht genau ob das wirklich das Original ist oder ob das jetzt nachgestellt war für die Doku auf der anderen Seite.
00:27:57: Sie haben da ja viel geschwärzt.
00:27:58: deshalb könnte ich mir sogar vorstellen dass es ein Foto tatsächlich von diesem original Zettel ist.
00:28:03: aber in jedem Fall siehst Du halt da sind halt ohne Ende Namen, ja?
00:28:06: Gott das gibt's ja nicht Und ich meine total heftig dass sie sich noch an alle Namen erinnern kann.
00:28:12: Also, ich mein das ist ja... Das sind ja keine Ahnung wieviel das sind, das sind ja mindestens vierzig wenn ich das jetzt mal so überschlag?
00:28:19: Und vor allem sie erinnert sich auch an die Tötungsmethoden.
00:28:23: also richtig krass!
00:28:25: Waldraut und ihre drei Komplizinnen, die hatten nämlich insgesamt drei verschiedene Methoden, die Waldraud entwickelt beziehungsweise getestet und dann für praktisch befunden hat Also entweder eine Spritze mit Rohypnol, die zweite Variante eine sehr hohe Insulin-Dosis oder die sogenannte Mundpflege.
00:28:47: Und übrigens hatte keine der Täterinnen das Recht Medikamente zu verabreichen, die waren nicht mal dafür ausgebildet.
00:28:55: Herr, wir gucken uns diese Methoden jetzt mal so ein bisschen genauer an – also Rohypinol ist ein Schlafmittel, das teilweise auch als K.O.-Tropfen genutzt wird.
00:29:04: Das wirkt sedierend, hypnotisch kann Bewusstlosigkeit auslösen, verlangsamt die Herzfrequenz und auch die Atmung.
00:29:12: Also so ein junger gesunder Mensch der kann das vielleicht noch wegstecken und stirbt da nicht gleich dran aber schwer kranke und schwache Menschen deren Immunsystemen nicht mehr so gut funktioniert, die können so eine Überdosis dann nicht so leicht verarbeiten.
00:29:25: bei ihnen führt es dann häufig zum Tod weil der Körper einfach keine Kraft hat dagegen anzukämpfen.
00:29:32: Also, eine Überdosis ist für die PatientInnen im Pavillon-Fünf wirklich hochgefährlich und eben potenziell tödlich.
00:29:39: Die zweite Methode – das ist diese Insolinspritze.
00:29:43: Da haben wir ja schon von Thomas gehört wie das funktioniert.
00:29:45: also der Blutzuckerspiegel, der fällt dann stark ab, die Person fällt ins Koma und im schlimmsten Fall stirbt sie.
00:29:52: Und was hat's jetzt nochmal mit dieser Mundpflege auf sich?
00:29:54: Ich finde es klingt ja erst mal relativ harmlos!
00:29:57: Ja, das klingt so... Gar nicht, also wirklich ganz im Gegenteil.
00:30:01: Mit richtiger Pflege hat das nämlich nichts zu tun Im Gegensatz zu den Spritzen.
00:30:07: wenn sie die benutzen agieren Sie hier jetzt zu zweit, denn alleine gestaltet sich das ein bisschen schwierig.
00:30:13: Also eine drückt mit einem Stäbchen die Zunge herunter und hält gleichzeitig die Nase zu und die andere kippt langsam aber stetig Wasser in den Mund.
00:30:25: Weil die Atmung durch die Nose dann nicht mehr möglich ist versuchen die Patientinnen natürlich stattdessen durch den Mund zu atmen.
00:30:32: dort ist aber das Wasser dass dann in die Lungen gesogen wird, also das ist wirklich ein langsamer und sehr grausamer Erdickungstod der mehrere Minuten dauern kann.
00:30:43: Und erst wenn sie sich ganz sicher sein können, dass das Opfer tot ist, dann lassen Sie von der Person
00:30:48: ab.".
00:30:49: Der damalige Rechtsmediziner Christian Reiter – er erzählt davon in der ORF-III Doku warer Verbrechen Die Todesengel von
00:30:57: Leins.
00:30:58: Das Dritte wäre die sogenannte Mundpflege gewesen, eine Methode bei der den Patienten, die meistens kommerdös schon waren Wasser in den Rachen geschüttet wurde so dass das Wasser in die Luftwege gelangt ist und dadurch dann der Tod eingetreten wäre.
00:31:17: Gott, das ist so grausam!
00:31:19: Das ist ja richtige Folter oder?
00:31:21: Also jemanden aktiv zum Ertrinken zu bringen Und dabei zuzuschauen, wie kommt man überhaupt auf diese Methode?
00:31:28: Es ist ja schrecklich.
00:31:29: Also unglaublich!
00:31:31: Ja definitiv und das hat uns unser Rechtsmediziner Thomas auch mal erklärt was Ertrinken bedeutet und es ist wirklich schlimm.
00:31:40: Beim Ertrinken handelt es sich um eine besondere Form letztendlich des Erstickens.
00:31:44: Und zwar eines asphyktischen Erstickends, weil man ja im Prinzip Fremdkörper oder Fremddkörper in den Atemwegen hat und einen Sauerstoffaustausch nicht mehr stattfinden kann.
00:31:52: Das resultiert dann in höchster Atemnot.
00:31:55: Dann atmen sie Wasser.
00:31:56: ein Wasser als Fremдkörper mit den Atmwegen kennt jeder auch der sich mal verschluckt hat ist ein wahnsinniger Reiz.
00:32:02: das heißt die Leute fangen an zu husten.
00:32:04: Wir haben so ne Pendelbewegung von dem Wasser von der Flüssigkeit in den Atemwegen mit der da drinnen noch befindlichen Luft und dann wird dieses Sekret, das heißt also auch der Schleim mit dem Wasser vermischt und mit der noch darin enthaltenen Luft so richtig zu einem ganz feinen Blasingschaum aufgeschlagen.
00:32:20: Es wird dann irgendwann die Bewusstlosigkeit einsetzen mit einem Kampfstadium und ganz terminal wird es zur einer pathologischen Atmung kommen, d.h.
00:32:29: also Wasser einatmen.
00:32:30: Das Schlimme ist dabei Das dauert in der Regel einige Minuten oder viele Minuten.
00:32:35: Das ist etwas, was wirklich sehr elendig ist.
00:32:37: Ertrinken ist ein ganz elendiger Tod!
00:32:39: Ja, was krass ist?
00:32:40: Was wir jetzt als extrem schlimm und auch wirklich es Elendig ansehen... das bezeichnen die Täterinnen als gnadenvolle Erlösung-und Mitleidsmorde.
00:32:51: So kann man sich solche Verbrechen ja auch schön reden.
00:32:53: Das sagt auch Sigrun Rosmannit.
00:32:56: Es geht um eine Dynamik, in der über Jahre hinweg moralische Grenzen verschoben werden.
00:33:02: Und dann wird das Ganze rationalisiert als Sterbighilfe sein.
00:33:07: Das ist eine gewisse Art von Selbstrechtfertigung in einem System wo eine permanente Überforderung eigentlich stattfindet.
00:33:17: Was ein wichtiger und interessanter Punkt ist, ist auch diese Sprache.
00:33:22: Diese zynische Nichtfahrkarte im Jenseits, glaube ich war es
00:33:27: oder
00:33:27: Mundpflege.
00:33:29: Das waren ja grauenvolle Sachen das waren ja quälende Handlungen.
00:33:33: da kann man auch die eigene Überforderung, die Spannung und die Wut und was sich alles kanalisiert sind so sadistische Ausdrückler die aber auch aus der Allmachtsfantasien ein bisschen gehen.
00:33:46: Also ehrlich, so ein Tod wünscht man ja echt niemandem.
00:33:50: Und ist dann auch als Erlösung oder Mitleidsmord zu bezeichnen.
00:33:53: also nur weil diese Person ohnehin bald sterben wird das heißt ja noch lange nicht dass sie denn auch wirklich erlöst werden will.
00:33:59: und ich meine klar eine Insolinspritze zu geben dass jemand ins Koma fällt und einschläft Das kann man vielleicht noch damit verargumentieren.
00:34:07: aber das andere habe es da gerade gesagt Es ist ja wirklich folter und das machst du doch nicht um jemanden zu erlösen.
00:34:13: Nee, das ist richtig krass.
00:34:16: Das ist wirklich eine Quälerei und wir haben es von Thomas gehört zu ertrinken.
00:34:21: Es ist einer der schlimmsten Tode die du erleiden kannst.
00:34:26: Du musst ja auch ein paar Sekunden zusehen.
00:34:29: Du siehst dann die Todesangst bei den Patienten.
00:34:32: Das musst du erst mal aushalten und verkraften.
00:34:35: Wie haben Sie das gemacht?
00:34:35: Waren Sie da immer zur Zeit, als Sie das durchgezogen haben?
00:34:39: Insgesamt waren sie sogar zu viert also ... Waldraud und Irene, und außerdem noch Maria Gruber.
00:34:47: Über die ist nicht allzu viel bekannt – also dies zu dem Zeitpunkt noch sehr jung.
00:34:50: Alleinerziehende Mutter und sie beginnt als Hilfsschwester nachdem sie ihr Studium hingeschmissen hat.
00:34:56: Und Waldraut trifft dann die Entscheidung Sie in diese Mordklicker einzugliedern.
00:35:01: Zuerst schreibt sie sich dagegen, lenkt aber letztendlich doch ein!
00:35:05: Und die vierte im Bunde, das ist Stefania Meier.
00:35:08: Sie stammt aus Slowenien wo sie lange in einer Fischdosenfabrik gearbeitet hat.
00:35:14: In den letzten Jahren absolviert sie in Österreich den Kurs zur Stationsgehilfen und arbeitet anschließend im Spital Lines.
00:35:21: Bevor sie in Pavillon V arbeitet verbringt sie die ersten fünf Jahre in der Chirurgie.
00:35:27: Hier siehst du mal ein Bild von den Vieren, allerdings so ein bisschen unkenntlich gemacht also mit einem Balken vor den Augen.
00:35:33: Irene, Stefania Maria und Wald haut dann ganz unten rechts.
00:35:37: Ja, Stefania ist wahrscheinlich dann die zweite oder die oben rechts.
00:35:43: Ja wirkt auch relativ jung und lächelt sogar so ein bisschen.
00:35:45: also ich kann jetzt nicht so ganz viel erkennen aber auf diesem Bild sieht sie sehr vertrauenserweckend aus als wie eine nette Krankenschwester.
00:35:53: also da hätte ich mir auf jeden Fall nichts bei gedacht.
00:35:55: Die anderen drei wirken ein bisschen älter gucken auch ein bisschen dränger ja besonders viel kann ich nicht sagen.
00:36:00: Es sind wahrscheinlich diese Fahndungsfotos oder diese Fotos, die bei der Polizei geschossen werden.
00:36:05: Sie gucken relativ ernst von Tal in die Kamera und wissen wahrscheinlich, dass sie jetzt aufgeflogen
00:36:11: sind.".
00:36:13: Diese vier sind eigentlich Stationsgehilfenen, müssen aber aus Personalmangel auch Hauptdienste verrichten – das ist ein wichtiger Punkt, denn im Hauptdienst müssen Hilfsschwestern auch Spritzen geben, Medikamente verteilen, Infusionen vorbereiten und Zugänge legen!
00:36:29: Das war aber eigentlich gar kein Teil ihrer Ausbildung und offiziell haben sie auch keine Erlaubnis dafür.
00:36:34: Aufgrund des Personalmangels übernehmen die Stationsgehilfenen, aber sowohl Aufgaben der ausgebildeten Schwestern als auch sogar Aufgaben von Ärztinnen.
00:36:45: dass sie aber den Tod und den Todeszeitpunkt auch feststellen und dokumentieren, was ja eigentlich ärztlich abgesichert werden muss ist trotzdem keine Seltenheit.
00:36:56: Im Umkehrschluss heißt das natürlich freier Zugang zu Medikamenten und auch wenig Aufsicht und
00:37:01: Überprüfungen.".
00:37:14: Jetzt aus ihrer Sicht gesprochen optimale Bedingungen.
00:37:18: Ja, und deshalb hat das Ganze auch jahrelang funktioniert.
00:37:21: Den ersten Mord den hat Waldraud damals noch alleine in der Mitte von der Zeit.
00:37:26: Es sind also ganze sechs Jahre vergangen bevor sie aufgeflogen ist.
00:37:31: Paar sechs Jahre?
00:37:32: Das ist echt krass!
00:37:34: Und wen hat sie da
00:37:34: getötet?!
00:37:36: Also bei ihrem ersten Mord, da nutzt Waldraud das starke Schmerz- und Beruhigungsmittel Morphine.
00:37:41: Und zwar ist da eine Patientin die sie angeblich anfleht, sie von ihrem Leid zu erlösen – und Waldrauth setzt es in die Tat um!
00:37:50: Aber im Abstand von jeweils ein paar Wochen kommen dann immer mehr Morde dazu wie der damalige Ermittler Robert Jandel erzählt….
00:37:58: Im Zuge der Ermittlungen hat dann festgeschädelt werden können, dass in der Dienstzeit von der Frau W. und von der M., also die Sterblichkeit extrem hoch war.
00:38:07: Das ist eigentlich jedes Mal, wenn Sie im Dienst haben, das ist eine Art Sturm.
00:38:12: Ja und irgendwann zieht Waldhaut dann ihre Freundin Irene ins Vertrauen und erzählt ihr, dass sie sich die Methode bei den Ärztinnen abgeschaut habe?
00:38:21: Die geben Rohypnol nämlich als Beruhigungsmittel für alte und unruhige Menschen, aber die sind natürlich sehr vorsichtig bei der Dosierung.
00:38:30: Denn eine Überdosis führt eben relativ schnell zum Tod – das haben wir ja schon gehört!
00:38:35: Und genau das macht Waldraut sich zu Nutze und tötet ihre ersten Opfer mit Rohybnolspritzen.
00:38:41: Irene lernt von ihr und bringt dann auch Patientinnen um.
00:38:46: Später etablieren sie dann die zweite Methode um auch so ein bisschen besser Spuren zu verwischen, die Mundpflege.
00:38:52: Aber also erstens wie finden sie sich überhaupt?
00:38:54: Also wie kommt man dazu Spaß daran zu haben offenbar ja irgendwelche Menschen zu töten?
00:39:00: und dann finden Sie sich auch noch untereinander und dann macht die zweite Person mit.
00:39:03: Ich finde es erschließt sich mir gar nicht.
00:39:05: was soll das?
00:39:06: und wonach haben Sie Ihre Opfer eigentlich ausgewählt, weiß man das?
00:39:10: Ja da wird jetzt ein bisschen perfide ehrlich gesagt denn die haben in den gemeinsamen Zigarettenpausen über Todesurteile diskutiert.
00:39:20: Also, da kann natürlich dann auch so ein Gefühl von Macht eine Rolle spielen?
00:39:24: Das sagt Gutachterin Sigrun Rosmanni dazu.
00:39:27: Ja
00:39:28: das glaub ich durch auch, dass es da einen Übergang gibt vom Mitleid zur Macht sozusagen nicht.
00:39:34: Am Anfang ist das so ein kleine Grenzüberschreiter und eine Grenzverschiebung Und immer mehr wird das dann schon Normalität.
00:39:43: Es wird ganzheitlich verständlich, dass man diese Grenze verschiebt und sich immer mehr herausnimmt.
00:39:50: Das ist ja tatsächlich so... Das ist auch im Alltag.
00:39:54: immer wieder weiß man, dass das eben Medikamente nachgegeben werden müssten.
00:39:58: Na ja da gibt man halt nochmal mehr nach.
00:40:01: So das fällt dann sozusagen gar nicht auf und man macht das auch und irgendwann entscheidet man halt mehr als man darf und entscheidet halt, dass man diesen Menschen jetzt erlöst.
00:40:14: Ja sie teilen tatsächlich die Patientinnen in gut-und schlecht auf also die Guten, die dürfen weiterleben Und die Schlechten das sind die unbequem Die nervigen, die unruhigen Personen, die viel Arbeit verursachen und die müssen sterben.
00:40:30: Also Sie sind quasi die Richterin über Leben und Tod?
00:40:34: Na ganz genau!
00:40:35: Und wir haben Sigourn Rossmannit auch noch mal gefragt, welche Rolle da so eine Gruppendynamik auch gespielt haben kann und ob es immer eine Anführerin braucht.
00:40:45: Also ohne Gruppe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Seriengeschehen dieser Form nicht möglich!
00:40:52: Die Gruppe wirkt wie ein Verstärker, moralische Hemmungen werden kollektiv abgebaut.
00:40:58: Es kommt dann zu einer Verantwortungsverwässerung.
00:41:02: Wie man das mehr zuständig ist, wie man das schult?
00:41:05: Die eine Haupttäterin war dominante Figur.
00:41:09: die anderen haben mitgemacht.
00:41:11: Man kann gar nicht sagen dass da nur eine Alleinschuld ist.
00:41:14: Da haben alle mit gemacht aber Nichts alles sind gleich gestört.
00:41:19: sozusagen Die gruppendynamischen Handlungen richten sich nach derjenigen, die am
00:41:26: meisten
00:41:27: Macht in dieser Gruppe hat und die auch destruktivsten Handlungen plant und aussetzt.
00:41:34: Okay, Waldhaut scheint ja eine entscheidende Rolle zu spielen.
00:41:37: Kann man ihr die Morde dann später eigentlich nachweisen?
00:41:40: Ja das ist jetzt Aufgabe der Ermittler.
00:41:42: also trotz dieser Liste, die sie geschrieben hat und auch den Geständnissen braucht es natürlich handfeste Beweise für die Verurteilung.
00:41:51: Max Edelbacher, der damalige Leiter des Wiener Sicherheitsbüros, koordiniert die Suche nach wissenschaftlichen Beweisen für Fremdeinwirkungen bei den Todesfällen.
00:42:01: Am Anfang stellt sich die Frage, ob es überhaupt zumutbar ist, dann so viele Verstorbene zu exhumieren und noch mal zu optozieren.
00:42:09: Denn damit sind natürlich ein hoher Aufwand und auch hohe Kosten verbunden.
00:42:13: Es müssen Erlaubnisse beantragt, die Exhumierungen unter Transport geplant, die Obduzierungen durchgeführt und die Körper der Verstorbenen wieder ins Grab gebracht werden – in diesem Fall sind das eben einfach unglaublich viele Körper auf einmal!
00:42:27: Letztendlich, weil es eben auch so ein riesiger Skandal ist, entscheidet er sich dafür.
00:42:32: Der Gerichtsmediziner damals Christian Reiter sagt in der Doku vom ORF-III Folgendes dazu
00:42:39: Es war unsere Aufgabe eigentlich nur, über zu überprüfen.
00:42:42: Stimmt das auch?
00:42:44: Bei den Rohhypnolfällen war es relativ einfach denn wenn die Ärzte laut Verordnungsblatt keine Rohhypinol verordnet hatten und wir in der verstorbenen Chemisch-Rohhypnole nachweisen konnten dann war das unautorisiert und da musste man uns nur noch überlegen, konnte dieses Rohhybnole zum Tod führen?
00:43:03: Ja Insulin nachzuweisen ist hingegen schwierig, da es ja so ein Eiweiß ist das sich nach dem Tod zersetzt.
00:43:09: Als solcher länger eine Person begraben ist desto schwieriger ist es auch die Überdosis zu beweisen.
00:43:15: Daher werden dafür dann eher so die in Anführungsstrichen frischeren Toten ausgewählt um halt die Chancen zu erhöhen Beweismaterial zu finden.
00:43:24: Auch die sogenannte Mundpflege zu belegen ist nicht so leicht, weil es ja bei älteren und schwachen Personen leichter dazu kommen kann, dass sich Wasser in der Lunge sammelt.
00:43:34: Aber der Gerichtsmediziner Reiter hat Glück bei seinen Nachforschungen – bei einem der Fälle den die Hilfsschwestern zugegeben haben -, da wurde im Krankenhaus der Leichnam in der Pathologie seziert und dabei wurden auch Proben aus der Longe herausgeschnitten Und genau diese Gewebeproben, die sind noch da kommen dann in die Gerichtsmedizin und so konnte das Ersticken durch die Mundpflege bewiesen werden.
00:43:59: Okay also dann können sie vier Jahr angeklagt und verurteilt werden?
00:44:03: Ja und zwar im März nineteenhundertneunzig im Wiener Landgericht.
00:44:07: Es braucht siebzehn Verhandlungstage und eine zwanzig stündige geschworenen Beratung.
00:44:13: In der Anklageschrift ist von neunundvierzig Morden die Rede und Waldhaut Wagner wird als Kopf der Truppe angeklagt.
00:44:21: Vor Gericht zeigt sie aus, dass die Menschen, die sie ärgerten ein Gratisbett beim lieben Gott bekamen.
00:44:31: Wahnsinn, oder?
00:44:33: Ja hier kannst du dir übrigens noch mein Video anschauen wie die vier vor Gericht geführt werden und das stellen wir euch dann auch auf Instagram.
00:44:40: Könnt ihr euch also auch anschauen eben so wie die anderen Fotos.
00:44:44: Okay also sie werden hier alle nacheinander in den Gerichtssaal geführt setzen sich hin die Gesichter sind verpixelt aber es sieht so aus als würden Sie auch die Hände ein bisschen vors Gesicht nehmen.
00:44:56: die eine scheint auch zu weinen Und was man so erkennen kann, die anderen gucken relativ selbstbewusst geradeaus.
00:45:05: Also sie sind da alle zusammen im Gerichtsaal.
00:45:08: Genau und laut Stefania, die sagt nämlich aus, sind Waldraud und Irene die Haupttäterinnen.
00:45:14: aber auch sie gesteht und nennt auch noch mal Namen von Menschen, die sie ermordet hat und an die sich Waldraut angeblich nicht erinnern kann.
00:45:23: Außerdem ist Stefania auch diejenige, die erklärt, dass auf der Station wenig kontrolliert wird und somit auch keine großen Vorkehrungen getroffen werden mussten um die Morde unbeobachtet und ohne Konsequenzen ausführen zu können.
00:45:36: Maria Gruba, die Jüngste im Bunde, die soll sich ja erst widersetzt haben hat dann aber letztendlich doch nachgegeben und besteht zwei Menschen ermordet zu haben.
00:45:47: Die Aufzeichnungen des Krankenhauses haben übrigens ergeben, dass in Waldhautsdienstzeiten bis zu sechs Mal mehr Patientinnen starben als bei anderen Hilfsschwestern.
00:45:59: Irene Leidolf bezeichnet sich in der Angelegenheit als gezwungene Komplizin und obwohl es zahlreiche Indizien gibt wird sie von den meisten Verdächtigungen freigesprochen.
00:46:11: Bei der Urteilsverkündung nach der langen Beratung bricht Weilschraut übrigens zusammen und muss sogar von einem Notarzt behandelt werden.
00:46:19: Weil sie so eine hohe Strafe bekommen hat oder warum?
00:46:22: Ja, richtig!
00:46:23: Sie wird nämlich für fünfzehnfach vollendeten Mordes und siebzehnfach versuchten Mordest zu lebenslangerhaft verurteilt.
00:46:31: Irene wegen fünffachen Mordests und zwei Versuchen die bekommt ebenfalls lebenslang.
00:46:36: Stefanias Urteil lautet, zwanzig Jahre Freiheitsstrafe für vier Morde und Maria muss für fünfzehn Jahre hinter Gitter.
00:46:45: Ja gut, haben Sie jetzt ja gestanden?
00:46:46: Also womit hat sie denn gerechnet?
00:46:47: also dass sie freigesprochen wird?
00:46:49: hier eigentlich nicht ne?
00:46:51: Aber gut natürlich bleibt die Frage wie konnten so viele Morde solange unentdeckt bleiben?
00:46:56: Wie sicher ist es da wirklich im Krankenhaus?
00:46:58: dann musst du ja irgendwer versagt haben wenn das tatsächlich auch auffällig war dass in ihrer Schicht sechs mal mehr Morde passiert sind.
00:47:05: Da hat ja jemand auf jeden Fall nicht aufgepasst.
00:47:09: Und was ich mich auch noch frag, warum haben Sie das eigentlich gemacht?
00:47:12: Also gibt es da irgendwelche Anhaltspunkte zum Motiv?
00:47:15: Ich meine klar also Macht und die Entscheidungsfreiheit zu sagen wer lebt und wer muss sterben.
00:47:22: vielleicht auch der Wunsch weniger zu arbeiten weil das eben so anstrengend war und weil sie alle überlastet waren könnte ich mir vorstellen.
00:47:29: aber gut auf der anderen Seite musst du jetzt ewig in den Knast wandern also dass ist dann auch nicht wert.
00:47:34: Ich finde es auch null nachvollziehbar.
00:47:36: Also klar, Sie haben halt gesagt dass das eine tatsächlich die Arbeit ist also dass sie manche Patienten einfach genervt haben und dass sie dann halt entschieden haben, die sollen sterben.
00:47:45: dieser Machtfaktor ist sicherlich auch einer aber ich find's insgesamt trotzdem Null Komma Null nachzuvollziehen.
00:47:52: Und wir haben danach auch noch mal Sikron Rossmanit gefragt was sie zu den Motiven sagt.
00:47:57: Immer wieder, wenn Pflegekräfte derartige Handlungen machen, sehen wir dass es letztlich um eine Aufwertung des Selbstwertes gibt.
00:48:05: Eine Machtaufwertung!
00:48:08: Dass man das entscheidet selber und dass dieser Eingriff in das Leben des anderen einem selbst eine besondere Wichtigkeit gibt.
00:48:18: Die haben das gemacht weil sie das spannend gefunden hat Nicht nur aus sadistischen Gründen, haben wir schon so geschaut.
00:48:26: In welchen Nassdiensten wird denn wieder heute wer sterben?
00:48:30: Ein Gefühl von Kontrolle über Leben und Tod von anderem.
00:48:34: Das eigentlich Erschütterne ist ja auch diese Abstumfe und Entwertung den Patienten gegenüber als Beispiel dafür dass Menschen sich im Grunde an alles gewöhnen.
00:48:45: Herrn Österreich wird jetzt natürlich viel über den Fall diskutiert, also da sieht es ja damals dann so aus als würden die Schwächsten der Gesellschaft einfach in so einem komplett überlasteten System geradezu abgeladen.
00:48:56: Also die Behandlung scheint nicht menschenwürdig zu sein, die extreme Überbelegung, der Personalmangel und das vorhandene Personal ist halt auch nicht korrekt ausgebildet.
00:49:05: Und der damalige Kanzler Österreichs Franz Franicki, der beschreibt die Tat als das brutalste und grausamste Verbrechen der österreichischen Geschichte.
00:49:15: Wir haben sie auch noch mal gefragt, inwieweit dieser Fall Österreich verändert hat.
00:49:21: Der Fall hat Institutionen schon wesentliche Kontrollen gebracht und auch die Verantwortung von zuständigen, nicht der Pflegepersonal, sondern auch Prämarärzte entlassen worden.
00:49:36: Die das sozusagen gar nicht mitbekommen haben oder nicht in dieser Art und Weise mitbekommen haben.
00:49:43: Ob es deswegen völlig unmöglich gemacht wird kann ich nichts sagen aber das hat sich schon verändert.
00:49:49: Das Spital Lines bekommt nach dem Vorfall einen neuen Namen, um von diesem überaus schlechten Ruf dann wegzukommen.
00:49:58: Es wird zum Hitzinger Krankenhaus und die Abteilung der Mordsschwestern heißt seit dem Jahr zweitausend Geriatriezentrum am Wienerwald.
00:50:08: Die meisten Wienerkennen nennen es aber trotzdem weiterhin das Lines-und weitere Pflegestrandale gab es trotzdem.
00:50:17: Ja, warum die Machenschaften der Schwestern nicht so direkt aufgefallen sind hat wahrscheinlich mehrere Gründe.
00:50:23: Also zum einen wenige Patientinnen wurden nach dem Tod in die Pathologie gebracht um die Todesursache zu überprüfen Denn viele haben eben chronische und altersbedingte Erkrankungen Und wenn dann obduziert wird dann eben auch nur von den PathologInnen im Krankenhaus und sie sind halt nicht für Tötungsdelikte ausgebildet.
00:50:44: Ein weiterer Grund ist die Überbelegung auch mit vielen Flurbetten zum Beispiel und der gleichzeitige Personalmangel.
00:50:51: Teilweise sind da nur zwei Schwestern für die ganze Abteilung zuständig, und erledigen wirklich alles an Arbeiten – also die Grundvoraussetzung für eine gute Behandlung sind da überhaupt nicht gegeben!
00:51:02: Und auch seitens der leitenden Ärztinnen- und Pflegekräfte finden halt wenig Kontrollen statt und die Vorgesetzten sagen sie hätten von all den Morden nichts mitbekommen und auch keinen Verdacht
00:51:12: geschöpft.".
00:51:14: Immerhin hat sich ein bisschen was verändert, also Österreich führt darauf hin ein dass es mehr Personal geben muss und eine engere Begleitung Vorbereitung und Kontrolle des Pflegepersonals.
00:51:25: Ja immerhin aber das ist ja trotzdem heftig zu hören und man fragt sich natürlich auch Ist das jetzt Einzelfall oder passiert sowas öfter?
00:51:33: Vielleicht ja auch hier bei uns in deutschen Krankenhäusern?
00:51:36: Aber wie geht's jetzt weiter mit den verurteilten Mordschwestern?
00:51:39: Also leben die noch oder sitzen sie doch im Gefängnis
00:51:42: Also direkt nach ihrer Verurteilung, da kommen sie dann natürlich erstmal ins Gefängnis um ihre Strafe abzusitzen.
00:51:48: Und während der Haft, da bereiten sich alle aber dann auf die irgendwann kommende Entlassung vor und bemühen sich auch wirklich sehr.
00:51:56: Also frühestens nach fünfzehn Jahren darf ja eine vorzeitige Entlassungen beantragt werden.
00:52:02: Waldrat und Irene – Die Haupttäterinnen stellen also nach fünften Jahren Haft ihren ersten Antrag.
00:52:08: das Gericht lehnt diesen aber ab!
00:52:10: Auch die Anderen drei weiteren Anträge lehnt das Gericht ab, obwohl ein psychiatrische Sachverständiger die Entlassung befürwortet.
00:52:19: Beide Frauen haben irgendwann den Kontakt zu ihren Familien wiederhergestellt und auch neue Kontakte geknüpft.
00:52:26: Außerdem haben sie auch schon eine Unterkunft für Nachteentlassung, also Sie gelten wirklich als Musterheftlinge, haben sogar schon eine feste Zusage für einen Job organisiert oder wenigstens die Aussicht darauf – und auch die Möglichkeit einer Ausbildung über das österreichische Arbeitsamt AMS zu absolvieren falls es mit den Jobs nicht klappen sollte!
00:52:46: Sie haben immer fleißig gearbeitet, keine Schwierigkeiten gemacht.
00:52:50: Sich einer Psychotherapie unterzogen – das bestätigt der Anstehensleiter Gottfried Neuberger.
00:52:56: Es gebe vorhandene Resozialisierungschancen.
00:52:59: und dann Mitte Juli, Gibt es Gericht dem Antrag auf Entlassung aus der Haft statt?
00:53:06: Waldrad und Irene die haben einen Namenswechsel vorgenommen und lehnen jegliche Interviewanfragen von Medien ab.
00:53:14: Sie möchten nicht mehr in den Nachrichten und in irgendwelchen Berichten zu sehen sein.
00:53:19: Und am siebten August, zwei tausend acht nach über neunzehn Jahren Haft kommen Waldhaut und Irene frei.
00:53:25: Allerdings haben sie drei Pflichten auferlegt bekommen.
00:53:28: Sie müssen die Psychotherapie fortsetzen, den Kontakt zu den Bewährungshelfern halten und die Behörden über jeden Wohnortwechsel informieren.
00:53:37: Was ist mit den anderen beiden?
00:53:39: Also Stefania und Maria sind tatsächlich schon früher entlassen worden Und sie haben auch beide einen Namenswechsel vorgenommen, um wirklich ein neues Leben anzufangen.
00:53:49: Ja so weit dieser Fall und es ist schon echt erschreckend wie viele Menschen gestorben sind obwohl Sie nicht zu früh hätten sterben müssen.
00:53:59: Und nochmal also dass die sich gefunden haben das kann ich mir einfach nicht vorstellen was dafür Zufälle zusammen kam oder was einen da bewegt, da dann mitzumachen.
00:54:08: Also klar dass es jemanden gab der auf diese Idee kam und die Anführerin die vielleicht auch Spaß daran hatte anderen Menschen zu töten.
00:54:16: ich weiß das nicht so ganz genau aber ich meine es geht jetzt nicht darum einfach mal den Klingelknopf auszustecken also dass man sich sagt okay mein ist hier so gestresst und man kann sich das klingeln jetzt nicht mehr anhören als ich ziehe einfach mal diesen Stecker und alle anderen machen mit.
00:54:29: sondern Da hat einer beschlossen, ich bringe jetzt hier die Menschen um weil sie mich nerven.
00:54:33: und drei andere haben gesagt ja okay keine schlechte Idee dann mach' ich das auch mal.
00:54:38: Ich kann es einfach nicht verstehen.
00:54:40: Ja vor allen Dingen finde ich halt so krass weil du ja als diejenige die damit anfängt läufst du ja auch Gefahr wenn du eine andere versuchst auf deine Seite zu ziehen dass dich aber sagt sag mal hast du einen Schaden und geht sofort zur Polizei.
00:54:53: also das ist das finde ich krasst.
00:54:54: dass sich quasi vier Leute dann finden, die das mitmachen oder sich zumindest auch unter Druck setzen lassen.
00:55:01: Also ich meine es hätte ja jede von denen also zumindest von den drei anderen das direkt anzeigen können.
00:55:07: Dann wäre ja auch alles viel schneller aufgeflogen.
00:55:09: und dass sie sich stattdessen obwohl sie ja offensichtlich zumindest bei der Jüngerin die hat sich erscheinbar so ein bisschen gewährt sich dann trotzdem hat reinziehen lassen finde ich halt total krass.
00:55:19: auch weil ich mein dann sitzen Sie alle über Ewigkeiten im Gefängnis dafür dass sie halt Patientinnen oder Patienten umgebracht haben, die halt nicht mehr lange zu leben hatten und das dann aus so einer gewissen Bequemlichkeit heraus.
00:55:32: Da denke ich mir auch, da hast du echt deinen Beruf verfehlt.
00:55:35: Ja komplett vorbei!
00:55:36: Ich meine, ich möchte dich jetzt nicht in Schutz nehmen aber wir sehen es ja heute wie es ist und haben ja gerade gehört dass es damals auch nicht anders war also dass das Gesundheitssystem wirklich oft an seine Grenzen kommt und immer mehr Schichten übernommen werden müssen mit immer weniger Leuten Und dass darunter dann natürlich auch die Qualität der Arbeit leidet und das es wahrscheinlich vielen so geht, die komplett überlastet sind.
00:55:59: Die da wirklich am Rande ihrer Kräfte arbeiten und jetzt sind hoffentlich die wenigsten.
00:56:05: so schlimm und schrecklich wie diese vier Mordsschwestern, dass sie die Patienten dann töten.
00:56:10: aber ich kann mir vorstellen, dass man wirklich auch an seine Grenzen kommt.
00:56:13: Das ist einfach so eine starke Überlastung ist und dass das System da einfach nicht funktioniert.
00:56:18: Ja klar, das definitiv.
00:56:19: Aber irgendwie habe ich so den Eindruck dass es nicht das einzige war weil ich finde was sie da so erzählt haben über die dass sie dann in den Zigarettenpausen irgendwie standen und dann ein bisschen Richter oder Richterin gespielt haben über Leben und Tod und sich dann auch so ein bisschen darüber lustig gemacht haben und dann so entschieden haben ach die lassen wir leben und denen bringen wir um und so das finde ich hat ja schon auch sowas ja von so einer Machtfantasie dass du halt der Entscheider bist dass du halt sozusagen dich über die Patienten stellst und so.
00:56:50: Also ich glaube, das schon auch noch Rolle gespielt hat.
00:56:53: Ja, das glaub' ich auch.
00:56:54: Auch diese Freude am Leid oder am Tod.
00:56:58: Ich meine wenn Du die Patienten zum Ertrinken bringst und die Panik siehst Das Aushalt muss bis sie dann endlich mal tot sind, also da musst du glaube ich schon auch Freude daran verspüren.
00:57:10: Ja weil das darf man halt auch nicht vergessen die haben ja den Patienten die Zunge runter gedrückt und die Nase zugehalten und die andere hat dann das Wasser geschüttet.
00:57:18: und ich meine wenn jemand ertringt Du hast ja einen Impuls, eine Reaktion ganz automatisch aus der Lunge heraus.
00:57:25: Da wird jemand anfangen zu zappeln und so.
00:57:28: Das heißt du musst da stehen, du musst das weiter festhalten, du muss weiter Wasser nachschütten und musst es auch aushalten!
00:57:35: Wir haben in anderen Fällen schon mal darüber geredet wie schwer es ist auch jemanden zu erwürgen weil du demjenigen quasi ins Gesicht gucken musst und das Aushalten musst auch über Minuten.
00:57:45: Und das hat dann ja schon noch einmal so ne andere... Qualität irgendwie, das ist ja wirklich so ein bisschen Next Level.
00:57:51: Dass du wirklich sagst, du guckst da aktiv dabei zu wie jemand quasi ertrinkt beziehungsweise erstickt.
00:57:57: Das ist ja total krass!
00:57:59: Ja komplett und umso überraschender dass sie jetzt alle wieder draußen sind.
00:58:04: also habe ich kein so gutes Gefühl bei ehrlich gesagt.
00:58:09: Ich meine bei der Jüngerin die sich ja eh so geweigert hat vielleicht hat die sich auch irgendwie da wirklich so reinziehen lassen und hat dann irgendwie nicht hingekriegt dagegen vorzugehen Vielleicht bereut die das tatsächlich und fängt jetzt wirklich ein komplett neues Leben an.
00:58:22: Und wird hoffentlich ein besserer Mensch, ich meine es hofft man ja von allen wenn sie alle fast zwanzig Jahre da im Gefängnis saßen dass sie irgendwie zu besseren Menschen geworden sind.
00:58:32: Ja
00:58:32: das kann man nur hoffen denn das Schlimme ist ja ich mein die Patienten und die Patientinnen die sind der wirklich dem Personal dort im Krankenhaus ausgeliefert teilweise.
00:58:40: Manche hier sind betlägerig können da wirklich nichts machen und müssen einfach nur hoffen, dass diejenige oder derjenige sich um sie kümmert das wirklich auch gut meint mit ihnen.
00:58:50: Ja definitiv also keine schöne Geschichte!
00:58:54: Und man kann wirklich nur hofen, dass es heutzutage in den Krankenhäusern besser abläuft.
00:58:59: Was zu bezweifeln wäre würde ich mal jetzt so steil behaupten.
00:59:03: Was hast du denn für nächste Woche vorbereitet?
00:59:07: Nächste Woche sind wir in Beeler Horizonte.
00:59:11: Es geht um den April zweitausendfünfundzwanzig, also es ist eine Tat die noch gar nicht so lange zurückliegt.
00:59:19: Es waren am Morgen Dämmerungen.
00:59:20: da beobachten Zeugen wie zwei Gestalten eine schwere Last in den Wald schleppen und kurz darauf steigen Rauchschwaden
00:59:26: auf.
00:59:27: Als sie Polizei dann irgendwann eintrifft bietet sich ihnen ein Bild des Grauns denn auf dem Waldboden liegen die verkulten Überreste eines Mannes.
00:59:36: Er is nackt Blut überströmt und grausam verstimmelt.
00:59:42: Was da passiert ist, was die Hintergründer sind, das erzähle ich dann nächste
00:59:46: Woche.".
00:59:47: Das klingt auf jeden Fall auch nach einer sehr krassen Geschichte!
00:59:51: Und wir haben natürlich noch ein spannendes True Crime Briefing für euch, dann am Freitag – und Happy Lee Truth geht ja auch noch an, am Donnerstag vorhern also jede Menge zu hören.
01:00:03: Also wieder eine volle Woche genau, euch wird nicht langweilig werden.
01:00:07: Bis dahin erstmal, ja alles Gute macht euch ein paar schöne Tage und wir freuen uns auf euch.
01:00:13: Genau bis zum nächsten Mal!
01:00:14: Bis dann!
01:00:15: Ciao.
Neuer Kommentar