True Crime Briefing 13: How to kill a puppy and get rich - Die Hunde-Mafia

Shownotes

Nathan und Nika stehen gemeinsam in einer Hunde-Tötungsstation in Rumänien. Sie schauen sich um und blicken in über 80 Augenpaare, die sie teil verängstigt anschauen, teils schauen sie teilnahmslos – viele der Tiere haben bereits aufgegeben. Sie sind hier, um zu sterben. Wenn es nicht noch jemanden gibt, der sie rettet. Die beiden wissen, dass sie nur einem Tier ein neues Leben geben können. Doch welchem? Keiner der Vierbeiner hat es verdient, getötet zu werden. Nathan und Nika zögern, dann entscheiden sie sich für ein Hundeleben, ein Tier, das eine zweite Chance bekommt. Alle anderen müssen sie zurücklassen. Hören sie winseln und bellen, als sie gehen. Aber es geht nicht anders. Denn das, was hier passiert, die Tötung von Straßenhunden, ist nicht verboten. Es ist kein Verbrechen, bei dem jemand die Tat versteckt. Das Töten ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Vom Staat: Einfangen, Registrieren, Lagern, Frist wahren, Töten. Und am Ende: Abrechnen. Die grausamste Wahrheit an diesem Fall ist nicht nur, dass Hunde sterben, sondern dass ihr Tod planbar, finanzierbar und verwaltbar geworden ist. Karolin und Jule sprechen heute über keinen einzelnen Täter, sondern über ein System, indem Töten zum Geschäftsmodell wird. Und über die Frage, was passiert, wenn niemand hinsieht, bis plötzlich Millionen zuschauen. Content Creator Nathan Goldblat erzählt über seine Recherchen zu seiner Doku "How to kill a puppy and get rich - Die Hunde-Mafia" - außerdem kommen Tierärztin Dr. Karin Schlotterbeck, Psychologe Christian Lüdke und Tierschützer Robin Hertschek zu Wort.

Quelle: ProSiebenSat.1-Doku: "How to kill a puppy and get rich - die Hunde-Mafia" https://www.joyn.de/serien/how-to-kill-a-puppy-und-get-rich-die-hunde-mafia

https://www.peta.de/

Über True Crime Briefing: Was bewegt die Welt des Verbrechens? Fesselnde News, laufende Fälle, aktuelle Updates. Jule und Karolin sprechen im True Crime Briefing über die Schlagzeilen der vergangenen Tage, erzählen den Stand der Dinge und ordnen die Hintergründe wie gewohnt mit Experten ein.

Autoren: Jule Gölsdorf Karolin Kandler

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00:00:07: Nathan und Nika stehen gemeinsam

00:00:08: in einer

00:00:08: Hundetötungsstation in Rumänien.

00:00:11: Sie schauen sich um und blicken in über Achtzig Augenpaare, die sie teils verängstigt anschauen.

00:00:17: Teils schauen sie teilnahmslos.

00:00:19: Viele der Tiere haben bereits aufgegeben.

00:00:22: Sie sind hier, um zu sterben – wenn es nicht noch jemanden gibt, der sie rettet!

00:00:29: Die beiden wissen, dass sie nur einem

00:00:31: Tier

00:00:31: ein neues Leben geben können… doch welchem?

00:00:35: Keiner der Vierbeiner hat es verdient, getötet zu werden.

00:00:39: Nathan und Nika zögern?

00:00:41: Dann entscheiden sie sich für ein

00:00:42: Tier ...

00:00:44: Ein Hundeleben das eine zweite Chance bekommt.

00:00:47: Alle anderen müssen Sie zurücklassen.

00:00:49: Hören Sie winseln und bellen als Sie gehen!

00:00:55: Aber's geht nicht anders.

00:00:56: Denn was hier passiert... Die Tötung von Straßenhunden ist nicht verboten.

00:01:02: Es ist kein Verbrechen bei dem jemand die Tat versteckt.

00:01:05: Das Töten is' nicht nur erlaubt sondern erwünscht vom Staat.

00:01:10: Einfangen, registrieren, lagern, frisst waren,

00:01:15: töten

00:01:16: und am Ende abrechnen – ein Skandal!

00:01:20: Die grausamste Wahrheit an diesem Fall ist nicht nur das Hunde sterben, sondern dass ihr Tod planbar finanzierbar unverwaltbar geworden ist.

00:01:29: Wir sprechen heute über keinen einzelnen Täter, sondern über einen System Ein System, in dem Töten zum Geschäftsmodell wird.

00:01:38: Und über die Frage was passiert wenn erst niemand hinsieht bis durch die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien plötzlich Millionen zuschauen?

00:01:50: Was bewegt die Welt des Verbrechens?

00:01:52: Fesselnde News laufende Fälle aktuelle

00:01:55: Updates Wir sind Karolin Kantler und Jule Girls Dorf und sprechen über

00:01:59: Schlagzeilen

00:02:00: der vergangenen Tage.

00:02:02: Das hier ist dein True Crime Briefing.

00:02:06: Hallo und herzlich willkommen zu eurem neuesten True Crime Briefing.

00:02:10: Ich bin Jule Güldsdorf,

00:02:12: Karolin Kaddler und wie ihr wahrscheinlich wisst sind wir ja beide Hunde-Mamas und deshalb geht uns diese heutige Geschichte auch ganz besonders nahe und wir sind von diesen Bildern immer noch total erschüttert.

00:02:24: Ja, heute geht es nämlich um einen Fall der ein bisschen anders ist.

00:02:27: Also das ist kein klassischer Mord.

00:02:29: Es gibt keinen einzelnen Opfer!

00:02:31: Denn wir beleuchten ein System in dem Töten organisiert und finanziert wird.

00:02:36: Es geht um die Hunde-Mafia in Rumänien – dazu gibt's aktuell eine Doku zu sehen bei ProSieben und auf Join.

00:02:43: How to kill a puppy and get rich?

00:02:45: Die Hunde Mafia mit Content Creator Nathan Goldblatt.

00:02:50: Das, was man dazu sehen bekommt ist wirklich so erschütternd.

00:02:53: Es geht um schutzbedürftige Tiere die reihenweise getötet werden unter schlimmsten Umständen einen Staat der das Ganze finanziert eine Mafia, die Millionen damit verdient und ein Reporter, der sich selbst in Gefahr begibt weil es den Leuten denen er auf der Spur ist natürlich nicht passt dass er hinter ihnen herschnüffelt.

00:03:13: Ja, und diesen Fall wollen wir euch heute erzählen.

00:03:16: Wie immer findet ihr die Fotos dazu bei sistersincrime.podcast, bei Instagram und in unserem WhatsApp-Kanal.

00:03:25: Wir gehen dazu nach Rummenien.

00:03:26: Dort gibt es hunderttausende heimatlose Hunde, die auf den Straßen leben – eine Entwicklung der letzten dreißig bis vierzig Jahre!

00:03:34: Viele Menschen sind nämlich vom Land in die Stadt gezogen und haben die Hunde zurückgelassen oder ausgesetzt.

00:03:40: Das Problem, die Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort.

00:03:44: Also eigentlich müssten Hundehalterinnen ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen, registrieren und auch gegen Tollwut impfen lassen – tja aber die Realität sieht leider anders aus!

00:03:55: Weil viele die unkastrierten Vierbeiner einfach frei rumlaufen lassen gibt es auch immer wieder Welpen, die dann niemand haben will und die dann auch wieder ausgesetzt werden und sie sich dann weiter vermehren.

00:04:06: also ein Teufelskreis.

00:04:08: Der Tierschutzer Robin Herczek, der erzählt darüber Folgendes.

00:04:12: Das große Problem mit Straßenhunden ist ja nicht nur in Rumänien sondern eigentlich überall in allen Ländern bis auf natürlich verausgenommenen.

00:04:19: Da existieren nicht so großartig die Straßenhunde.

00:04:22: aber in Rumänen ist es halt ganz stark auch mit unternommen weil damit halt auch Geld verdient wird.

00:04:26: Menschen kümmern sich halt nicht darum weil die Menschen selber nicht viel zu leben haben.

00:04:29: das ist halt immer das große Problem.

00:04:31: da halt Rumänian halt auch ein Gesetz halt gemacht hat dass du halt auch wenn du Hunde abgibst in einer Tötungsstation, dass du dafür auch Geld bekommst.

00:04:39: Dadurch wird wieder ein Business draus gemacht und das ist halt das ganz große Problem in Rumänien, dass mit dem Leid nicht nur mit Nutztieren sondern auch mit Raustieren Geld betrieben wird.

00:04:51: Das ist einfach schlimm!

00:04:52: Die Menschen haben eigentlich dort unten nichts.

00:04:54: Also selber die Rumänen haben nichts zum Leben oder halt nicht viel Geld, können sich natürlich dann auch keine Haustiere oder keine Tiere leisten, maximal Nutztierern, die kriegen auch meist ein ganz schlechtes Essen.

00:05:04: Ärztliche Versorgung ist sowieso nicht dort gegeben und dann versuchen die Hunde sich sozusagen selbst zu ernähren entweder durch Menschen, die halt Mitleid haben.

00:05:13: Die kümmern sich dann um die Tiere.

00:05:14: Das sieht man zum Beispiel in ganz vielen osteuropäischen Ländern, dass vor den Supermärkten diejenigen, die dann einkaufen gehen, dann halt einfach irgendwelche Essensreste oder auch supermarkt Lebensmittel dort dann halt den Tieren zu essen geben was natürlich dann dafür sorgt auch das die Hunde dann einfach eine schlechte Ernährung haben und dann oft zum Arzt müssten.

00:05:32: eigentlich aber die Menschen einfach kein Geld haben.

00:05:34: deswegen ist die Überlebungschance ja der stärkere überlebt halt einfach

00:05:38: Herr.

00:05:38: das Leid der Straßenhunde ist also groß, sie sind schutzlos.

00:05:41: Viele sind verletzt, krank und auch unterernährt und brauchen dringend Hilfe.

00:05:46: Wegen der unkontrollierten Vermehrung hat die rumänische Regierung in den letzten Jahren ein Gesetz eingeführt, nachdem Straßenhunden eingefangen und nach einer Frist von zwei Wochen getötet werden dürfen – und dafür fließt Geld!

00:06:02: Ja und das ist so ein fataler Ansatz, denn so werden Menschen natürlich motiviert Tiere zu töten.

00:06:09: Und es gibt auch kein Anreiz die Anzahl der Straßenhunde auf sinnvolle Art und Weise zu reduzieren weil dann ja kein Geld mehr mit ihnen verdient werden kann.

00:06:18: Das ist wirklich schlimm und vielleicht habt ihr vom Problem rund um romänische Straßenhunder ja auch schon mal gehört aber wahrscheinlich nicht von diesem System dahinter und davon dass das System öffentlich finanziert wird.

00:06:31: Und jetzt kommt Nathan Goldblatt ins Spiel, quasi unser heutiger Ermittler.

00:06:36: Er ist Content Creator und das wird noch entscheidend werden.

00:06:39: aber wir wollen uns erstmal anschauen wie er aussieht und hier sehen wir ein Foto von ihm mit einem Hund den er gerade um Abend beschreibt.

00:06:46: doch mal!

00:06:47: Genau das weiß ich aus der Doku einer der ersten Hunde die er mit gerettet hat der jetzt woanders lebt.

00:06:53: dabei ist da gerade zu Besuch Und kuschelt den Hund so richtig.

00:06:56: Also er hat ihn vor sich im Arm, hat den Arm um ihm gelegt und beide gucken... zu irgendeiner Person gerade hoch, mit der sie sprechen.

00:07:03: Aber er hat sich so runter gekniet.

00:07:06: zu dem Hund.

00:07:07: Der guckt auch ganz happy da aus den Bilden heraus...

00:07:11: ...der lächelt

00:07:11: ein bisschen.

00:07:13: Die lächeln eigentlich beide so ein bisschen wie sie zur gleichen Seite gucken.

00:07:17: und Nathan ist Mitte zwanzig, hat braune, bisschen lockige Haare die ihm bis zum Ohr gehen.

00:07:24: ungefähr sind auf dem Oberkopf wurschenlich oder er trägt einen dunklen Sweater und ich glaube auch eine dunkle Hose, so genau sieht man das nicht.

00:07:32: Und ja die sehen happy zusammen aus!

00:07:34: Ja,

00:07:34: genau.

00:07:35: Nathan wird im Oktober Nineteinundneunzig in München geboren, wächst aber außerhalb der Stadt in einem kleinen Dorf auf.

00:07:43: Er hat Deutsch französische Wurzeln und liebt es unterwegs zu sein.

00:07:48: Was er auf seinen Reisen zum Beispiel in Frankreich so erlebt, das teilt er im Internet.

00:07:53: Schon mit dreizehn startet er seine Karriere auf You Now Live.

00:07:57: Nathan interessiert sich aber auch für die Schauspielerei und ist zum Beispiel in den Serien Krassklassenfahrt oder Notrufhafenkante zu sehen.

00:08:06: Sein Kontakt ist witzig und emotional, auch weil viele Posts mit Tieren zu tun haben.

00:08:13: Seine Tierliebe wird früh auf dem Land geweckt – er verbringt viel Zeit auf einem Hof mit Pferden, Hunden, Katzen und anderen Tieren.

00:08:20: Er lernt reiten und setzt sich für Tierwohl ein!

00:08:24: Heute folgen ihm fast drei Millionen Leute auf TikTok und seine Reichweite, die nutzte auch um Gutes zu tun.

00:08:31: Und dafür bringt er sich immer wieder selbst in Gefahr.

00:08:34: Denn sich mit der Hunde-Mafia anzulegen ist nicht immer eine reibungslose Sache!

00:08:39: Der heute sechsundzwanzigjährige recherchiert, filmt, sammelt Beweise – und bringt die Menschen gegen sich auf, die mit dem Töten von Hunden viel Geld verdienen.

00:08:52: Denn dort leben etwa sixhunderttausend Straßenhunde und mit ihrer Tötung verdienen skrupellose Menschen hunderte Millionen Euro.

00:09:00: Der Hunderte Million, das muss man sich echt mal auf der Zunge zergehen lassen!

00:09:04: Also es ist ein Riesengeschäft – also ein Geschäft mit dem Tod von Tieren.

00:09:10: Ja, das ist so schlimm, denn es gibt dort extra Tötungsstationen, in denen die Hunde unter grausamsten Bedingungen übergangsweise leben und dann getötet werden.

00:09:21: Und das Ganze bezahlt vom rumänischen Staat

00:09:23: –

00:09:24: der ja übrigens auch von der EU subventioniert wird!

00:09:27: Und dagegen will Nathan etwas tun?

00:09:29: Wir haben ihn mal gefragt wie er dazu gekommen ist sich für die rumänische Straßenhunde einzusetzen.

00:09:34: Ich habe mit Jana Hogar von Peter Deutschland der Tischetsorganisation in Berlin illegale Welpenhändler mit der Polizei überführt Und danach saßen wir abends einfach am Esstisch, glaube ich.

00:09:46: Sie hat mir davon erzählt was in Rumänien passiert mit den Hunden Tötungsstationen und wie viel Geld da reinfließen.

00:09:52: Dann kam irgendwann dieser Fakt, wie viel schon in die Tötungstation geflossen ist... ...und hätte man das Geld genommen, man damit längst alle Straßenhunde hätte kastrieren können, was das Problem gelöst hätte ohne dass ein Hund hätte sterben müssen.

00:10:05: Stattdessen eben ganz viele Hunde getötet wurden und auch weiterhin werden.

00:10:09: Und die Anzahl an Straßenhunde dadurch nicht weniger

00:10:12: wird.".

00:10:12: Das war für mich so dumm, dass ich dachte, okay das muss ich mir anschauen und im Zuge dessen habe ich dann mit Peter gemeinsam eine erste Reise nach Rumänien organisiert, gemeinsam dann mit Jonas Ems und Levine Ray.

00:10:24: Ja und das ist wirklich das Absode an diesem ganzen System?

00:10:28: Obwohl es das Gesetz, dass es erlaubt die Straßenhunde zu töten schon seit über zehn Jahren gibt Und die Regierung, laut Tierschutzorganisation PETA schon mehr als achthundertsechzig Millionen Euro für die Tötungen ausgegeben hat wurde die Anzahl der Straßenhunde aber nicht verringert.

00:10:46: Also es hat einfach gar nicht funktioniert und eine der bekanntesten Tierschützerinnen Rumäniens Dr.

00:10:52: Carmen Azen sagt in Natans Doku How to Kill a Puppy and Get Rich Die Hundemafia.

00:10:57: dazufolgendes.

00:10:58: Seit two-thausend eins, als die Verordnung zum Management von Straßenhunden Paragraph onehundertfünfundfünfzig eingeführt wurde, basiert das System im Wesentlichen auf Massentötungen.

00:11:11: In manchen Regionen hat sich die Situation dadurch tatsächlich sogar verschlechtert.

00:11:14: Es ist bekannt dass die Dichte der Hundepopulation proportional zur Fang und Tötungsrate steigt.

00:11:19: Außerdem ist bekannt, dass sich daraus tatsächlich eine Industrie entwickelt hat.

00:11:26: Laut Gesetz sind die Rathäuser bzw.

00:11:28: Stadtverwaltungen für das Management der Straßenhunde verantwortlich, sie können das entweder über eigene spezialisierte Dienste machen oder Verträge mit Organisationen abschließen, die im Bereich Tierschutz tätig sind.

00:11:38: Diese Verträge sind grundsätzlich legal – allerdings sind auch einige Organisationen entstanden, die kommerzielle Ziele verfolgen.

00:11:45: Das sind Unternehmen, die speziell gegründet wurden um Geld zu verdienen!

00:11:49: Wir nennen sie private Tötungsstationen.

00:11:51: Mit solchen Organisationen schließen die Rathauser häufig Verträge ab weil sie Kontrollen umgangen werden können.

00:11:57: Ja, das ist einfach so krass!

00:12:00: Unata lässt sich auch Beweise dafür vorlegen.

00:12:02: also er hat diese Verträge zwischen der Verwaltung und den privaten Organisationen gesehen und viele davon sind illegal.

00:12:10: Sie regeln dass die Hunde getötet werden und das Geld dafür fließt.

00:12:14: Dabei gäbe es ja eine viel bessere, also viel harmlosere Lösung nämlich die Hunde zu kastrieren.

00:12:20: Dann könnten sie sich nicht mehr weiter vermehren und das Problem wäre dann langfristig

00:12:25: gelöst.".

00:12:26: Das sagt auch der Tierschützer Robin Herzschick.

00:12:29: Einhundert Prozent definitiv Kastation.

00:12:31: Das führe ich bei mir auch gerade in Kenia durch.

00:12:33: Natürlich, wenn das gelb nicht da ist um erstens Kastatonen durchzuführen geschweige denn aber auch danach die Tiere zu versorgen.

00:12:38: Ist eine Kaststation natürlich immer schwierig weil die Tiere es dann halt einfach teilweise gar nicht schaffen weil sie halt einfach unternährt sind oder dementsprechend ganz viele Krankheiten haben dass dies halt einfach nicht überleben.

00:12:48: Aber kastation ist einfach wichtig um halt einfach die Populationen in Grenzen zu halten dass weniger Leid einfach existiert.

00:12:56: aber dadurch dass halt einfach Rumänien damit Geld betrieben wird, wird es sich nicht ändern.

00:13:01: Warum soll man etwas abschaffen wenn wir damit Geld verdienen können?

00:13:05: Es sind ja so viele Dinge die wir auch selber hier haben in Deutschland was jetzt nicht mit dem Tier leid zu tun hat.

00:13:10: aber alles

00:13:10: wo man

00:13:11: Geld verdient kann wird Geld verdiend.

00:13:13: und wenn es daran das Leid von den Tieren ist vor allem dann auch bei den Hunden in Rumänian wirds auch ein großer Bestandteil immer noch weiterhin bleiben leider.

00:13:21: Ja und das Problem diese Kastrationen werden in Rumänen leider zu wenig gemacht.

00:13:26: stattdessen wird weiter getötet.

00:13:29: Warum das Will-Natan herausfinden?

00:13:31: Er steigt im November, in den Flieger nach Bucharest.

00:13:37: Dort trifft er sich mit der Tierpsychologin Jana Hooger die für die Tierschutzorganisation Peter arbeitet.

00:13:43: Sie erklärt warum nicht nur das Töten an sich schlimm ist sondern vor allem auch die Art wie getötete wird

00:13:50: Wenn wir von Tötung sprechen.

00:13:51: es ist meistens so dass die Hunde Erschlagen werden vergiftet, teilweise auch lebendig verbrannt.

00:13:58: Das ist so grausam, wenn man das hört.

00:14:01: Man hört richtig wie schwer es ihr fällt, das zu erzählen finde ich.

00:14:05: Total, verständlich!

00:14:07: Klar sind die Menschen, die die Hunde töten, nur am Geld interessiert.

00:14:11: Die Tiere werden eingefangen und müssen während einer vierzehntägigen Frist in der Station ausharren.

00:14:17: Wenn jemand sie mitnimmt, werden sie im Anschluss getötet und das eben auf grausame Art und Weise, weil das eben am billigsten ist.

00:14:24: Denn es gibt eine feste Summe pro Hund – etwa vierhundert Euro manchmal sogar mehr!

00:14:30: Und nur um sich noch mal anzuschauen von welchen Summen wir hier sprechen also bei sechshunderttausend Straßenhunden und vierhunderte Euro pro Hund sprechen wir von zweihundertvierzig Millionen Euro die diese Organisation dann verdienen können.

00:14:44: Das mit dem Töten von Hunden Denn weil sie davon möglichst viel für sich behalten wollen, investieren Sie möglichst wenig um den Hunden während der zwei Wochen ein erträgliches Leben zu ermöglichen oder sie auf sanfte Art und Weise einzuschläfern.

00:14:58: Also das passiert natürlich nicht!

00:15:00: Es wird kein Cent soviel ausgegeben – ganz im Gegenteil.

00:15:04: Nathan will das beweisen und dagegen vorgehen.

00:15:08: Zunächst fährt er an einen Staudamm, an dem sich besonders viele Straßenhunde angesiedelt haben und kümmert sich um sie.

00:15:15: Er gibt ihnen Futter und baut ihnen geschützte Schlafplätze, damit sie den kalten Winter besser überstehen können.

00:15:21: Außerdem hilft der Jana dabei die Tiere zu impfen.

00:15:25: Nebenbei versucht er weitere Reichweiten starke Influencer zu motivieren um bei seiner Mission zu helfen.

00:15:32: Eine von ihnen ist seine Ex-Freundin Nika.

00:15:35: Sie fliegt ebenfalls nach Rumänien – jetzt wollen die beiden gemeinsam eine Tötungsstation besuchen und auch Hunderetten!

00:15:43: Nika ist auch Content Creatorin, mit rund drei Millionen Followern und will auf das Thema aufmerksam machen.

00:15:50: Die beiden steigen ins Auto um eine Tierschützerin von Peter abzuholen und in eine Tötungsstation zu fahren.

00:15:56: Schon auf dem Weg begegnen ihnen viele Straßenhunde die einfach so frei herumlaufen – also man sieht sie wirklich überall!

00:16:05: Zwischendurch entdecken Sie auch ein totes Tier.

00:16:08: es ist in einer Schlingfalle geraten und offenbar verblutet.

00:16:12: Die Fall hat das Tier quasi in zwei Teile zerlegt.

00:16:16: Und wir müssen, glaube ich auch eine Trigger-Warnung aussprechen oder?

00:16:19: Also die Bilder auf jeden Fall sind heftig!

00:16:22: Wir laden sie euch trotzdem noch mal hoch weil man auf jeden fall hinschauen muss und weil wir natürlich wollen dass möglichst viele von diesem Leid erfahren.

00:16:31: aber wenn es euch zu hart ist solche Bilder anzuschauen Wenn ihr euch gerade nicht dazu in der Lage fühlt dann gibt's ja auf jedenfall besser.

00:16:38: Ja man sieht hier, also Nathan war da eben auf der Straße unterwegs ist dann ausgestiegen weil dieser Hund einfach am Straßenrand rumlag tot und Man sieht das eben.

00:16:48: Auf dem einen Bild liegt er so auf der Seite auf den Fußboden Und man sieht nathans oder hinterstehen und auf dem zweiten bild sieht man halt diese Wunde so ein bisschen größer und diese hundefänger die dann eben für diese Tötungsstationen die Hunde einfangen auf der Straße.

00:17:02: Es sind so Schlingpfeilen, da haben wir einen langen Stock und vorne ist halt diese Schlinge, die aus einem ganz dünnen Metalldraht besteht.

00:17:10: Und damit versuchen sie die einzufangen entweder über den Kopf oder eben manchmal auch wie in diesem Fall so über den Hinterlauf Und offenbar haben die so doll daran gezogen, dass quasi diese Schlinge diesen Hund wirklich wie durchgeschnitten hat.

00:17:25: Man sieht das halt hier auch diese offene Wunde.

00:17:27: ist es wirklich so grausam weil das ja eben überhaupt keine adäquate Methode natürlich ist ein Tier einzufangen wenn du das dabei schon fast umbringst und in dem Fall mag man sich gar nicht vorstellen ob der einfach daran dann verblutet ist wahrscheinlich qualvoll Ja und dann einfach auf der Straße liegen gelassen wurde.

00:17:45: Das ist halt einfach wirklich furchtbar.

00:17:47: Ja, ich muss sagen mir fällt es auch echt schwer mit diese Bilder hier anzugucken.

00:17:51: und ja also er ist jetzt ja offensichtlich tot.

00:17:53: Also für diesen Hund können sie nichts mehr tun außer ihn zumindest vom Straßenrand in den Graben zu schieben.

00:17:59: Die beiden machen sich wieder auf den Weg und fahren gemeinsam mit der Kollegin von Peter zur Tötungsstation.

00:18:06: Nathan war ja schon häufiger in Tötungstationen und hat uns erzählt wie's ihm dabei ging.

00:18:12: In der Tötungsstation zu sein ist ganz, ganz schrecklich.

00:18:15: Manchmal schaffe ich es vor Ort mich emotional abzukapseln und so eine Art Schutzwand zu bauen.

00:18:22: Grundsätzlich bin ich jemanden, der nicht besonders emotional ist sondern eher Emotion verdrängt.

00:18:28: Ich glaube das ist auch eine Eigenschaft die sehr dabei hilft das machen zu können was ich hier tue.

00:18:33: Trotzdem ist es ganz schrecklich und eines der wenigen Themen, die mich immer wieder zum Beinen bringen.

00:18:40: Und auch teilweise vor Ort sowieso aber auch teilweise im Nachhinein einfach nur wenn ich daran denke, ganz mich sehr emotional machen und ja...einfach schirm!

00:18:50: Einfach schlimm was da passiert.

00:18:52: Ja, ich kann das so gut verstehen.

00:18:53: Ich hab mir ja die Doku How To Kill A Puppy And Get Rich Die Hundemafia schon komplett angeschaut ist in sechs Folgen und ehrlich gesagt, ich musste immer wieder anfangen zu weinen weil es einfach so schlimm zu sehen ist was die Menschen den Tieren antun.

00:19:06: Es tut wedes zu sehen Das Leid ist so groß Und diese armen Tiere dazu sehen In diesen Käfigen wie sie dann auch noch gequält werden.

00:19:16: Aber trotzdem, weil viele jetzt sagen... Übrigens ich habe es zum Beispiel meiner Mutter erzählt und dir ja auch.

00:19:21: Und meine Mutter hat zum Beispiel zu mir gesagt, ich kann das nicht sehen!

00:19:23: Ich kann mir das nicht angucken.

00:19:25: Das ist natürlich so ein erster Mechanismus den ich auch total verständlich finde.

00:19:29: Aber ich möchte euch trotzdem ans Herz legen, die Doku anzuschauen.

00:19:33: Weil es eben wichtig ist solche Themen nicht zu verdrängen und das ist natürlich etwas was wir Menschen gerne tun.

00:19:39: weißt du so nach dem Motto oh Gott ich kann das nicht ertragen?

00:19:41: Die Auge verschließen?

00:19:43: Ja.

00:19:43: Warum wir das machen?

00:19:44: Das hat uns Psychologe Christian Lütke auch mal erklärt.

00:19:47: Psychologisch ist das Wegschauen eine sehr menschliche Schutzmechanismus, wenn wir mit großem Leid konfrontiert werden.

00:19:54: Insbesondere mit grausamer Gewalt gegen wehrlose Tiere entsteht in uns ein ganz massiver emotionaler Konflikt.

00:20:00: Einerseits empfinden wir Mitgefühl andererseits fühlen wir uns vollkommen ohnmächtig.

00:20:04: Diese Ohne macht es schwer auszuhalten.

00:20:06: deshalb greift die Psyche zu Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Distanzierung oder Relativierung.

00:20:11: man spricht hier auch von moralischer Überforderungen.

00:20:14: Menschen haben das Gefühl ich kann daran sowieso nichts ändern.

00:20:17: Also schütze ich mich, indem ich nicht hinschaue.

00:20:19: Das reduziert kurzfristig den Stress, führt aber langfristig dazu dass Leid unsichtbar bleibt und sich Strukturen der Gewalt stabilisieren.

00:20:27: Gleichzeitig spielt er sogenannte Beiständer-Effekt eine Rolle.

00:20:30: Wenn viele Menschen wissen das etwas passiert fühlt sich jeder einzelne weniger verantwortlich.

00:20:35: Verantwortung wird psychologisch auf die Gruppe verteilt Und am Ende handelt niemand.

00:20:40: Deshalb ist Hinschauen so wichtig Denn moralische Veränderungen beginnen immer mit Bewusstheit.

00:20:45: Erst wenn wir Leid wahrnehmen, entsteht Empathie.

00:20:48: Und Empathies ist die Grundlage für Handeln.

00:20:50: Hinschauen bedeutet nicht dass jeder sofort aktiv werden muss aber es bedeutet die Realität anzuerkennen und sich nicht emotional abzukoppeln.

00:20:58: Psychologisch gilt wegschauen schützt uns kurzfristig hinschauend verändert langfristig die Welt.

00:21:04: Ja, also es ist wirklich wichtig hinzuschauen damit wir dann eben was bewegen können.

00:21:08: Und die Doku könnt ihr euch jetzt schon anschauen auf Join und ab Dienstag seht ihr sie auch auf ProSieben.

00:21:15: Die Doku zeigt auch dass man etwas verändern kann wenn man nur will.

00:21:20: Nathanika und die Kolleginnen von Peter wollen mit versteckter Kamera filmen und verkabeln sich unauffällig so das man das nicht sieht.

00:21:27: natürlich.

00:21:28: allerdings erwarten Sie in dieser Situation nicht aller allerschlimmste zu sehen, da ihr Besuch ja angekündigt ist und sie natürlich so ein bisschen davon ausgehen dass die Betreiber zumindest die schlimmsten Beweise vernichtet und aufgeräumt haben werden.

00:21:42: Aber dennoch wollen Sie dahin um zumindest einen Tier zu retten Denn innerhalb dieser vierzehn-tägigen Frist ist es Tierschutzorganisationen und rumänischen Staatsbürgern erlaubt Tiere aufzunehmen und damit aus der Station rauszuholen.

00:21:58: Und nochmal zu den Zahlen, also pro Jahr werden etwa twenty-fünfzehntausend Hunde in Rumänien getötet und die drei können jetzt nur ein Tier retten.

00:22:08: Weil es bei der Tierschutzorganisation nämlich gerade nicht mehr Platz gibt weil dir einfach schon total voll ist.

00:22:14: Das ist so furchtbar denn in dieser Station sind achtzig Hunde, die dort auf dem Tod warten – also ausgewachsene Hunde aber auch viele Welpen!

00:22:23: Man sieht sie da sitzen, sie bellen und winseln Und die drei schauen sich dann um, streicheln die Tiere und man sieht ihnen das auch wirklich an.

00:22:31: Ihnen laufen dann auch irgendwann die Tränen über das Gesicht weil es einfach so unfassbar schwer ist zu entscheiden welches Tier sie retten wollen.

00:22:39: Es ist ja eine Entscheidung über Leben und Tod Denn alle Hunde, die nicht herausgeholt werden, sterben

00:22:43: halt.

00:22:44: Wir hören mal kurz in die Doku rein.

00:22:47: Um das System zu verstehen und erste Beweise zu sammeln besuche ich gemeinsam mit Jana von PETA Eine staatliche Tötungsstation.

00:22:54: Um weitere Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, begleitet uns die Influencerin Nika Sophie mit der wir einen Hund vor dem sicheren Tod retten wollen.

00:23:02: Ich hab zwei Favoriten!

00:23:04: Was

00:23:04: warst du?

00:23:05: Zwei Favoriten... Aber ich habe eigentlich alle.

00:23:12: Es ist so schlimm, sich in Scheiben zu müssen, es ist das Schlimmste.

00:23:18: Da die Partner-Tierheime von Peter bereits voll sind können wir heute nur einen Hund retten und müssen die anderen schweren Herzens zurücklassen.

00:23:25: Okay So, jetzt müssen wir uns ein bisschen entscheiden.

00:23:31: Die da drüben.

00:23:32: Diesmal?

00:23:36: Ich gehe wieder weisen.

00:23:37: Alles gut!

00:23:38: Ein bisschen einmal halten... Der Tierarzt gibt den gleich

00:23:50: dem Hund noch einen Chip.

00:23:51: Achtung!

00:23:56: Alles gut.

00:24:00: Wow!

00:24:00: Ich muss echt sagen wenn ich das... schon wieder sehe, ich krieg sofort wieder Tränen in den Augen.

00:24:04: Also es muss so schwer sein zu entscheiden!

00:24:07: Ich meine du stehst da ne?

00:24:08: Du siehst diese ganzen anderen Hunde und dann musst du einen auswählen wie Horror ist das.

00:24:14: Weil die Überweisende, die wendet sich einfach nur, kommt nicht nur eine Spritze ins Schlafen ein sondern... Ja ich finde das auch, ich find dass fast nicht auszuhalten, das ist wirklich so schrecklich.

00:24:24: Ich kann's verstehen ey mir ging's beim gucken genauso, ich fand das so schlimm, ich hab nur geweint Weil es einfach so schrecklich ist, diese ganzen armen kleinen Wesen wieder sitzen und dich dann angucken.

00:24:34: Und so ist das echt gruselig!

00:24:36: Ich meine, dass ist ja schon schlimm genug.

00:24:38: Wenn man jetzt sagen würde... Man würde

00:24:39: die

00:24:40: auch auf eine gute Art und Weise umbringen.

00:24:42: Wie gut kann es sein, ein Tier zu töten?

00:24:45: Das ist eh schon furchtbar.

00:24:47: Und das aber als Staat zu erlauben.

00:24:52: Aber noch nicht mal auf eine Art und Weise, dass das Tier nicht leidet.

00:24:55: Das finde ich halt so Horror.

00:24:59: Und jetzt können sie halt ein Hund retten.

00:25:01: und hier siehst du auf dem Foto Nika mit diesem eingeretteten Hund.

00:25:06: Ja, man sieht Nika ja immer noch an wie es ihr geht.

00:25:10: also sie guckt nach unten sieht furchtbar traurig aus und der kleine Hund ist aber so niedlich natürlich.

00:25:19: Du weißt wahrscheinlich noch gar nicht was das Unglück hat und er hat so helles Fell und schwarze Knopfaugen.

00:25:28: Mach du erst mal weiter.

00:25:29: Ich kann es so verstehen, das ist echt so herzzerreißend!

00:25:32: Bei diesem Hund den nennen sie jetzt Stolch und weil sie das einfach nicht ertragen können retten sie jetzt doch noch zusätzlich ein Welpen.

00:25:40: also Sie haben ja eigentlich gesagt sie können nur einen retten aber Natan kann das halt auch überhaupt nicht aushalten und nimmt jetzt noch einen Welpen mit.

00:25:48: Und diese beiden Hunde können halt dem Tod und auch den grausamen Zuständen in den Tötungsstationen entfliehen Aber sind nur zwei.

00:25:56: Aber immerhin, die Tierschutzorganisationen sagen halt dass sie zumindest auch schon so etwa hunderttausend Hunde retten konnten.

00:26:05: Und die geretteten Hunde müssen dann erstmal in Quarantäne, müssen entwurmt und geimpft werden bevor sie dann zum Beispiel ein deutsches Tierheim gebracht und dann endlich vermittelt werden dürfen.

00:26:16: Was da wichtig ist das hat uns die Tierärztin Dr.

00:26:19: Karin Schlotterbeck erklärt Ein Straßenhund aus dem Südlichen Ausland, da gibt es so genannte Reiseprofil.

00:26:27: Blutuntersuchung, da gibts verschiedene Krankheiten wie die Leischmanjose, die Babysjose und noch verschiedene andere Erkrankungen.

00:26:35: Wenn die Hunde das haben bedeutet das eine teure Behandlung Lungenwürmer Herzwürme was ganz gruselig ist.

00:26:42: oft ist es so dass man diese Untersuchung auch schon Ausland macht.

00:26:46: bei manchen Erkranken kann man es erst hundertprozentig nachweise, nach ungefähr um halbem bis einem Jahr.

00:26:52: Und dann müssen die natürlich entwohnt werden.

00:26:55: Sie müssen gegen Ektoparasit in jeglicher Form behandelt werden und wenn sie nach Deutschland kommen wollen muss ein Tollboot-Titer bestimmt werden beziehungsweise sie müssen gegen Tollwut geimpft werden und dann muss man noch drei Wochen warten bis die Impfung auch wirklich wirkt sonst kommen die auch nicht nach Deutschland rein.

00:27:16: Also da muss schon einiges unternommen werden, Nathan will jetzt mehr über die Machenschaften der Hundemafia erfahren und recherchiert weiter.

00:27:24: Er will mit Informanten sprechen doch das ist schwierig weil sich kaum jemand traut darüber zu reden auch aus Angst um das eigene Leben.

00:27:33: Doch es gibt einen jungen Mann der bereit ist sich anonym zu äußern.

00:27:38: Mit ihm verabreden sie sich und das läuft ehrlich gesagt so ein bisschen wie in einem Agentenfilm, also zuerst wissen Sie auch gar nicht wo sie sich mit ihm treffen.

00:27:46: Und irgendwann erst so ganz kurz vorher.

00:27:49: dann bekommen sie dann einen Standort geschickt aufs Handy irgendwo außerhalb der Stadt In einer abgelegenen Straße und da kommt es dann zum Gespräch.

00:27:58: Der Informant schaut natürlich nicht an die Kamera weil er auf keinen Fall sein Gesicht zeigen will trägt auch eine dunkle Kapuze.

00:28:03: Also ist wirklich wie im so Movie und seine Stimme wird auch später noch verfremdet, damit ihn auch wirklich niemand erkennen kann.

00:28:10: Und dann äußerte sich.

00:28:12: Früher waren es ausschließlich kommunale Tierheime unter der Verantwortung der Bürgermeisterämter.

00:28:17: Inzwischen sind private Heime hinzugekommen die angeblich von Tierschutzvereinen betrieben werden in Wirklichkeit jedoch von eigens dafür gegründeten Scheinorganisationen mit kommerziellen Interessen.

00:28:29: Hunde, die in diese Tötungslager kommen haben nur drei mögliche Schicksale.

00:28:33: Entweder sie werden sehr schnell adoptiert, sie verhungern oder sie werden nach zwei Wochen getötet.

00:28:39: Eine echte Euthanasie gibt es in diesen Einrichtungen nicht.

00:28:42: Die Hunde werden in Tötungskruben getötete oft vor den Augen anderer Hunde.

00:28:47: Dabei werden ihnen giftige Substanzen injiziert teilweise Insektizide.

00:28:52: Die verwendeten Substanzen sind so stark verdünnt, dass manche Hunde erst in den Säcken sterben.

00:28:58: In denen sie zur Verbrennung transportiert

00:28:59: werden.".

00:29:12: Wenn Tiere vor den Augen anderer Tiere getötet werden, ist das für die Artgenossen sicherlich ganz gruselig.

00:29:27: Ich glaube, sie merken viel mehr als wir Menschen so denken und dass es ganz grausam.

00:29:32: Und in Tötungsstationen auszuharren?

00:29:35: Ist natürlich die Tiere auch ganz furchtbar!

00:29:37: Ja, Tiere haben ja eben auch Gefühle und so sind diese Zustände in den Tötungstationen eben gleich doppelt schlimm.

00:29:44: Man fragt sich wirklich warum wird in Rumänien nichts dagegen getan?

00:29:48: doch das hat der Informant mal erklärt

00:29:51: Dieses System ist sehr profitabel.

00:29:54: Wenn die Verträge mit Hundefängern und Tötungsstationen unterzeichnet werden, fließt ein Teil der von den Kommunen gezahlten Gelder an den Bürgermeister zurück.

00:30:03: So entsteht ein geschlossener Kreislauf in dem niemand ein Interesse daran hat, die Situation nachhaltig zu verändern.

00:30:10: Im Kern handelt es sich um ein korruptes Netzwerk das wie eine Mafia funktioniert Ein System dass sich selbst erhält und vergrößert.

00:30:18: Das Veterinäramt unternimmt dagegen absolut nichts.

00:30:21: In den meisten Fällen schützen sie sogar die Täter.

00:30:24: Ja, das Ganze scheint also ein korruptes System zu sein, dass bis in die Politik reicht.

00:30:29: Es geht um jede Menge Geld Ein System an dem sich viele Menschen bereichern Und einen Grund warum es für Nathan und seine Leute auch für den Moment nicht mehr sicher ist.

00:30:39: Zunächst fliegen Sie zurück nach Deutschland Um weiter zu recherchieren Aber Nathan kommt wieder und besucht in Rumänien beispielsweise das größte Tierheim der Welt, die Smeura betrieben von einem Deutschen.

00:30:53: Dort leben sechstausend Hunde und rund vierhundert Katzen auf fünftausend Hektar.

00:30:58: Dort können Menschen ihre Hunde kostenlos kastrieren – finanziert wird das Ganze durch Spentengelder!

00:31:05: Denn was wirklich absurd ist, obwohl das Tierheim mit der Hundekastrierung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation leistet, bekommt es keinerlei staatliche Förderung.

00:31:15: Experten sind sich einig – langfristig kann die Strategie nur sein alle Hunde zu kastrieren?

00:31:21: Dann wird das Kastrien auch irgendwann billiger sein als das Töten!

00:31:25: Wir haben mal bei Tierärztin Karin nachgefragt wie das Kasten überhaupt abläuft, wie aufwendig es ist und was es eigentlich kostet… Und das sagt sie dazu.

00:31:35: Bei einer Kastration werden in voller Kose bei der Hündin die Eierstöcke und beim Rüden die Hoden entfernt, dann dürfen halt die Hunde sich mehrere Tage nicht an der Wunder lecken.

00:31:48: Da muss man entsprechend versorgen entweder mit Malzkragen oder aber mit einem guten Klebe, Pflaster.

00:31:55: als wir es in Portugal gemacht haben Da haben wir da nichts drauf geklebt und bei manchen hat es sich durchs Belecken ein bisschen entzündet, aber auch nicht hochdramatisch.

00:32:03: Eine Rüdenkastration muss die natürlich vorbereiten.

00:32:06: Die kriegen alle eine Narkose über eine braunühle so einen Wenenzugang.

00:32:10: Und die Operation an sich, die dauert beim Rünen will ich mal sagen wenn alles Problemlos abläuft fünfzehn Minuten und bei einer Hündin ohne Probleme ne halbe Stunde.

00:32:22: Aber es ist eigentlich ein Routine-Eingriff und keine große Operation.

00:32:26: Zwischen zweihundertundfünfhundert Euro sollte das auf jeden Fall funktionieren, Hündin und auch Rüden zu kastrieren, dass die sich nicht unendlich fortpflanzen.

00:32:36: Und ich weiß, dass es in vielen Ländern auch so praktiziert

00:32:40: wird.".

00:32:41: Also für das Geld, das in die Tötung investiert wird, ist eine Kastration ja locker möglich?

00:32:47: Und wir haben nachher mal gefragt, warum die rumänische Regierung nicht eben auf Kastration setzt und er sagt das dazu.

00:32:53: Das ist eine richtig gute Frage weil das Kastrien ja nicht nur moralisch viel vertretbarer wäre und sie als Land entsprechend viel besser dastehen würden.

00:33:02: und ich glaube auch den Wählerinnen in Rumänien würde das gefallen.

00:33:05: Es gibt ja in Rumänien über fünf Millionen Hundebesitzerinnen, die bestätzt nicht gut finden, dass da Hund im großen Stil getötet werden und es ist nicht nur moralisch vertretbar, sonst auch finanziell viel sinnvoller.

00:33:17: Eine Kastration kostet gut gerechnet sechszig Euro und die Tötung von einem Hund vom Einfangen bis zu Tötungen wird dann alles abgerechnet also.

00:33:26: Das heißt, da die Unterbringung wird bezahlt, dann das Futter an der Zeit wird vom Staat finanziert, dann die medizinische Versorgung wird finanzieren was natürlich Alles nicht stattfindet, also der Hund bekommt meistens kein oder sehr wenig Futter.

00:33:38: Kein bzw.

00:33:39: sehr schlechte medizinische Versorgung.

00:33:42: Dann wird der Hund kastriert bevor er getötet wird weil er könnte ja adoptiert werden in diesen vierzehn Tagen.

00:33:47: und was von zweihundert bis fünfhundert Euro pro Hund kostet für mich nicht zu erschließen warum da der rumänische Staat sagt wir gehen weiter mit diesem Hunde Tötungsgesetz statt auf Kastrationen zu setzen In dem Gespräch mit einer der größten politischen Instanzen, da wurde mir als einziges richtiges Gegenargument gesagt, naja sie können ja nicht aggressive Hunde zurück auf die Straße setzen.

00:34:09: Das verstehe ich bis zu einem gewissen Punkt auch.

00:34:11: Da gibt es aber natürlich Lösungen für.

00:34:13: Der absolute Großteil aller Hunde in Hundetötungsstationen ist definitiv nicht aggressiv.

00:34:18: das sind die allerliebsten Mäuse die es gibt und die... potenziell aggressiv sind.

00:34:23: Da hat zum Beispiel die Smurer, das größte Tier im der Welt – es ist auch in Rumänien ein richtig gutes Konzept entwickelt.

00:34:28: Es sind einfach so Waldareale wo sie einmal am Tag gefüttert werden und dann dort leben können.

00:34:33: Das heißt eine richtige Antwort warum die rumänische Politik das nicht macht?

00:34:36: Und verstehen wir alle nicht so richtig?

00:34:39: Also das versteht man wirklich nicht!

00:34:42: Offenbar ist in Rumänen niemand an einer langfristigen Lösung interessiert Weil zu viele eben am Tod der Hunde mitverdienen.

00:34:49: Und deshalb geht das grausame Töten auch weiter.

00:34:52: Matthias Schmidt, der Leiter des Tierheims erzählt noch mal – Mit welchen Methoden die Tötungsstation da arbeiten?

00:35:00: Es gibt Einrichtungen wo die nachweislich die Hunde mitschrossschutzmittel vergischtet haben.

00:35:04: Das ist ein innerliches Verbrännen.

00:35:06: Es gibt einrichtungen in Bucharest gerade... mit Wasser und elektrischem Strom die Hunde elektrokurtiert haben.

00:35:15: Und es gibt dann halt einfach oft auch noch die Schelle, wo Tod geschlagen wird, wobei das auf heute in Rumänien, wenn du sowas beweisen könntest, dass würde zu einer ganz, ganz massive Anzeige führen, die auch mit Erfolg durchgehen würde und so eine Einrichtung oder die Betreiber solcher einer Einrichtungen würden da auch nicht erst ab der Strafe fliegen.

00:35:34: Ja, wir haben uns gefragt wie können Menschen so etwas eigentlich tun?

00:35:38: Warum haben diese Menschen kein Gewissen, verspüren offenbar keine Empathie den Tieren gegenüber.

00:35:44: Also wie schafft man es Tiere zu quälen und zu töten?

00:35:48: Danach haben wir unseren Psychologen Christian Nütke mal gefragt.

00:35:52: Solche Taten wirken für uns unbegreiflich weil sie unsere moralischen Grundwerden widersprechen.

00:35:57: Psychologisch gibt es jedoch mehrere Mechanismen die erklären wie Menschen zu solcher Gewalt fähig werden.

00:36:03: Ein zentraler Punkt ist die sogenannte Dehumanisierung.

00:36:07: In diesem Fall eine Entwertung des Tieres, wenn ein Lebewesen nicht mehr als fühlendes Individuum wahrgenommen wird sondern als Problem-, als Objekt- oder als Plage sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt ganz drastisch.

00:36:20: Das Gewissen wird dabei nicht ausgeschaltet, sondern umgangen!

00:36:23: Ein weiterer Mechanismus ist moralische Rechtfertigung.

00:36:27: Täter erzählen sich selbst dass ihr handeln notwendig seid, zum Beispiel um Ordnung zu schaffen oder Kosten zu sparen.

00:36:34: Dadurch wird die Gewalt innerlich legitimiert.

00:36:37: auch Gruppendynamiken spielen eine große Rolle.

00:36:39: in Systemen in denen Gewalt normalisiert ist passen sich Menschen an.

00:36:43: Wenn Grausamkeit zum Alltag gehört, verschiebt sich die moralische Grenze.

00:36:47: Was von außen schockierend wirkt wird innerhalb der Gruppe als normal erlebt.

00:36:51: Dazu kommt emotionale Abstumpfung.

00:36:53: wer wiederholt Gewalt ausübt oder beobachtet entwickelt eine reduzierte Empathiereaktion.

00:36:59: Das bedeutet nicht, dass kein Gewissen vorhanden ist sondern das die emotionale Reaktion mit der Zeit gedämpft wird.

00:37:04: In manchen Fällen kommen zusätzlich Persönlichkeitsmerkmalien zu wie geringe Empathiefähigkeit, hohe Aggressionsbereitschaft oder antisoziale Persönlichkeit-Züge.

00:37:13: Diese Faktoren können die Schwille zur Grausamkeit weiter senken.

00:37:16: Wichtig ist diese Erklärung sind keine Entschuldigung – sie helfen uns nur zu verstehen, wie gewalt möglich wird!

00:37:22: Denn nur wenn wir psychologischen Mechanismen verstehen, können wir ihnen gesellschaftlichen

00:37:27: Gegenwirken.".

00:37:28: Ja, es ist echt wirklich wichtig darauf hinzuweisen und wie Christian auch gesagt hat das mag eine Erklärung für ein solches Verhalten sein aber eben auf keinen Fall einer Entschuldigung.

00:37:37: Nathan will solchen Menschen das Handwerk legen – deshalb braucht es jetzt Beweise!

00:37:43: Und nach denen sucht Nathan.

00:37:45: Er fährt mit zwei weiteren Influencern in den Norden des Landes um dort mit einer Stadträte eine Tötungsstation zu besuchen.

00:37:53: Sie ist auch Tierärztin und kämpft gegen die brutalen Machenschaften an.

00:37:57: Sie konnte bereits den zweitgrößten Hundetöter überführen, sie zeigt ihnen Aufnahmen davon wie Hunde teils noch lebendig verbrannt werden.

00:38:05: Es sind Bilder einer Tötungsstation die geschlossen wurde dank ihres Einsatzes – aber es gibt weitere, die genauso arbeiten!

00:38:25: Diese Station, die Besuchern nattern und seine Leute heimlich in der Nacht.

00:38:29: Sie wollen auch dort handfeste Beweise finden um den Machern einen Strich durch die Rechnung zu

00:38:34: machen.".

00:38:35: Auch diese nächtliche Aktion und auch den ganzen Kampf gegen Dr.

00:38:39: Lazar könnt ihr euch in seiner Doku How to Kill a Puppy and Get Rich, die Hunde-Mafia anschauen!

00:38:44: Und dabei muss man sagen da kommt es wirklich zu einer richtig krassen brenzlichen Situation.

00:38:49: also Nathan und die anderen werden nämlich einfach verfolgt und beobachtet und geraten da wirklich in Gefahr.

00:38:56: Und außerdem besuchen sie auch noch mal eine weitere Station, wo Sie dann zumindest nochmal dreißig Hunde retten können.

00:39:03: Diese ganzen Szenen die Doku hat ja wie gesagt sechs Folgen.

00:39:06: das könnte euch im Detail im Fernsehen bei ProSieben oder auf Join angucken.

00:39:11: Janathan trifft den Bucharest außerdem einer Abgeordnete, die gegen das Hundetötungsgesetz kämpft.

00:39:17: Das Problem ist, die EU spricht nur Empfehlungen aus – also keine Regeln oder Gesetze.

00:39:23: Und es gibt zwar diesen Artikel XIII der Tiere als fühlende Wesen anerkennt aber im Umgang mit den Straßenhunden hat sich kaum etwas geändert und offiziell wird das Mittel Ketamin zur Tötung benutzt.

00:39:37: Häufig nutzen die Tiertöter das aber gar nicht sondern verkaufen es stattdessen auf dem Schwarzmarkt als Partydroge.

00:39:43: Das ist so heftig, also sie kassieren sowieso ja schon super viel Geld.

00:39:48: In Westin ist dann aber eben nicht in eine anständige Aufbewahrung oder in Futter und medizinische Versorgung sondern quälen die Tiere stattdessen und verkaufen das Medikament dann noch weiter als Droge.

00:40:00: Also das ist richtig, richtig schlimm!

00:40:02: Total, also das ist wirklich Wahnsinn weil Sie halt quasi dann so doppelt abkassieren.

00:40:09: Nathan ist mit weiteren Tierschützern im Kontakt rumänischer Aktivisten.

00:40:13: Die haben bei Dr.

00:40:14: Lazar in der Tötungsstation nämlich heimlich Kameras installiert und acht Tage lang gefilmt, und das zu sehen war auch richtig heftig für Nathan!

00:40:33: gemacht wird.

00:40:34: Das ist vielleicht eines der schlimmsten Dinge, die ich überhaupt jemals gesehen

00:40:38: habe.".

00:40:39: Unter anderem sehen sie nämlich wie Hunde bei vollen Bewusstsein ersticken.

00:40:44: Es ist unvorstellbar!

00:40:45: Es ist so grausam.

00:40:47: aber Nathan hat gesagt dass die Station geschlossen wurde oder?

00:40:51: Ja, das ist nämlich wirklich der größte Erfolg während der Dreharbeiten zu der Doku.

00:40:56: Denn diese Bilder zeigen ganz klar, dass gegen das Gesetz verstoßen, dass Tiere gequält und misshandelt werden – und daraufhin wird die Tötungsstation Wettmedan tatsächlich geschlossen und alle Zweihundertfünfzig Hunde können gerettet werden!

00:41:12: Und damit es eine der größten Tötungstationen des Landes dicht.

00:41:16: Das sagt Nathan dazu.

00:41:17: Auf der einen Seite hat es bestimmt geholfen, dass da diverse Tierschutz-NGOs seit einem Jahrzehnt Beweise sammeln gegen die Versicherungstationen und da vor Ort einfach grandiose Arbeit leisten.

00:41:26: Am Ende der Tropfen, das fast zum Überlaufen gebracht hat waren versteckte Kameraaufnahmen, die uns zugespielt wurden.

00:41:32: Und dann im Zuge dessen haben wir eben über eine Stadträthin und Rumänische Staatsbürgerinnen mit der viel Zusammenarbeiten dann einer Anzeige geschrieben.

00:41:41: Dieser hat dazu geführt, dass diese Tötungsstation von der Polizei geschlossen wurde.

00:41:45: Beziehungsweise eigentlich erst eine und dann im Zuge dessen sind diese Aufnahmen durch die rumänischen Medien gegangen.

00:41:51: Es sind Proteste in Rumänien ausgebrochen.

00:41:52: Da sich sogar der romanische Präsident eingeschaltet und geschaut, dass eben unsere Partnerin auch mit den passenden Behörden an Tisch kommt.

00:42:00: Und das wiederum hat dazu gehört, dass da auch die größte Runde-Tötungsstation in Rumänen geschlossen wurden.

00:42:05: Auch alle weiteren oder sehr viele weitere werden gerade unangekündigt kontrolliert.

00:42:10: Also da ist jetzt massiv... Druck und das ist sehr, sehr gut.

00:42:13: Wird das nachhaltig etwas bewirken?

00:42:14: Ich habe ein bisschen das Gefühl auch was ich jetzt gerade an neuen Infos aus Rumänien bekomme dass eigentlich alle gerade dort ein bisschen darauf warten dass das Thema wieder leise wird nicht so viele Menschen drüber sprechen um dann einfach genauso weiter zu machen wie davor.

00:42:27: Und das ist glaube ich jetzt genau grade die Aufgabe oder die Challenge zu gucken dass es eben nicht nur kurz aufschreibe war sondern im besten Fall eben tatsächlich das von der Tötungsgesetz beendet wird.

00:42:35: und dafür glaube ich braucht es an allererste Linie eins und das is ganz viel öffentlicher Druck

00:42:40: Ja, immerhin.

00:42:41: Ich meine der wird ja mit der Doku und unserem Podcast und ganz viel Unterstützung in den sozialen Medien auch aufrecht erhalten.

00:42:49: also da sieht man halt dass es schon Bewegung geben kann wenn sich halt genügend Menschen einsetzen.

00:42:55: Und dann hat das ja wirklich übers Social total gepusht.

00:42:57: er hat ja ganz ganz viele Influencer Content Creator einfach Leute mit Reichweite gebeten die Bilder zu teilen die Doku anzukündigen die Leute aufzurufen das Anzugucken.

00:43:08: Und mit diesem Druck schon während der Dreharbeiten haben sie es halt quasi geschafft, dann zu erreichen dass zumindest diese eine Station geschlossen wird und das ist ja schon mal ein erster guter Schritt.

00:43:18: Ja absolut!

00:43:19: Und auch sein Einsatz und das is so bewundernswert.

00:43:21: also du hast es ja vorhin schon gesagt das ist einfach so natürlicher Reflex dass man denkt okay ich möchte das gar nichts sehen das ist so schrecklich Ich kann mir nicht einmal die Bilder angucken.

00:43:30: Und er geht noch so viel weiter, also er fährt dahin.

00:43:33: Er guckt sich das Leid wirklich direkt mit eigenen Augen an.

00:43:37: Er kämpft dagegen an und mobilisiert andere.

00:43:39: Das ist so Wahnsinn was er da macht!

00:43:42: Und er hat echt meinen größten Respekt.

00:43:44: Ja total, es ist echt richtig cool, was er macht.

00:43:47: Es ist auch einfach ein absurdes System.

00:43:50: Jetzt muss man ja nochmal überlegen... hast ja quasi so was wie ein Kopfgeld auf die Hunde.

00:43:56: Und dadurch wird auch das Leid der Tiere noch mal verschlimmert, weil sie am meisten von diesen vier, fünfhundert Euro für sich behalten wollen und dass Sie eben keine Lust haben, das Geld so zu investieren, dass du die Hunder wenigstens auf sanfte Art und Weise einschläfern kannst sondern sie stecken sich jeden Cent in die Tasche und sorgen überhaupt nicht für die Tiere, weil sie sich wahrscheinlich denken, die werden ja eh getötet.

00:44:21: Und das finde ich halt so heftig.

00:44:22: Was ich ganz besonders absurd daran finde ist, dass es dann auch gar keinen Anreiz für die Zukunft gibt, das zu ändern, weil sozusagen immer wieder Hunde im Zweifel sogar ausgesetzt werden, produziert werden um am Ende des Geldes wiederzukassieren.

00:44:38: Du siehst es ja auch, weißt du?

00:44:39: Es gibt jetzt seit einem Jahrzehnt dieses Gesetzs kein bisschen die Straßenhunde verringert.

00:44:45: Dann denke ich mir so, was ist denn mit den Politikern da?

00:44:48: Dass sie das nicht sehen und einfach erkennen dass sie ein anderes System wählen müssen dass sowieso schon schlimm genug das Hunde eingeschlefert werden müssen.

00:44:56: Aber wenn man jetzt nicht sagen würde, die werden pro Kopf also pro Hundekopf bezahlt, sondern man würde wenigstens sagen es gibt einfach von mir aus irgendeine Organisation, die ein Pauschalgehalt bekommt dann hättest du halt nicht so diesen Kopfgeld Effekt, dass quasi es sinnvoll ist, dass immer mehr Hunde auf der Straße landen weil damit halt ein Geschäft gemacht wird.

00:45:13: Das finde ich halt zu krass!

00:45:15: Also ich will jetzt keine wilden Behauptungen aufstellen und hier irgendwie was unterstellen, aber es kann ja nicht sein dass die Politiker das nicht wissen.

00:45:22: Ich glaube also, dass das ganz bewusst so gemacht wird und dass diese Gesetze auch ganz bewusst nach wie vor so bestehen entweder weil sie selbst daran teilhaben, weil sie vielleicht mit denen unter einer Decke stecken keine Ahnung abhält.

00:45:35: Du kannst mir nicht erzählen, dass die nicht wissen, dass da eine absolut schlechte Idee ist und dass er das Gegenteil bewirkt.

00:45:40: Das kann ich mir nicht vorstellen.

00:45:41: Nee, das hat Nathan tatsächlich auch in der Doku so angedeutet.

00:45:44: Dass er vermutet dass einige von den Politikern sogar selbst da irgendwie mit drin stecken weil sie halt einfach mitverdienen.

00:45:50: und ich meine es ist halt so absurd wenn man halt hört dass es da einfach um Billionen geht ja um hunderte Millionen dann ist es natürlich auch klar bei allem wo man viel Geld verdienen kann wird es immer auch schwarze Schafe geben die dann richtig abkassieren.

00:46:03: ja deshalb müsste man das ist ja auch nathans Ziel nämlich dieses Gesetz zu kippen, dass es das einfach nicht mehr erlaubt diese Hunde zu töten und damit Geld zu verdienen.

00:46:12: Das wäre natürlich ein Riesenschritt und im Moment sind sie halt sozusagen.

00:46:16: status quo ist jetzt, dass Sie zumindest es schaffen Tötungsstationen schließen zu lassen.

00:46:22: aber jetzt muss quasi der Druck nochmal erhöht werden.

00:46:24: Es muss noch mal größer werden auch in den Medien und vielleicht auch nicht nur in Deutschland sondern auch international sich da wirklich was ändert und vielleicht das Gesetz dann gekippt wird.

00:46:36: Also, ich hoffe es wirklich sehr.

00:46:38: Und wahrscheinlich kann man sich dann auch direkt bei Peter melden oder wenn man jetzt der Meinung ist, man könnte vielleicht doch einen kleinen Hund aufnehmen und zumindest ein Tier retten.

00:46:46: Wir können euch ja noch mal die Kontaktdaten verlinken in den Turnouts.

00:46:50: Definitiv das machen wir!

00:46:52: Jetzt haben wir schon ganz viel über dieses Geschäft mit dem Töten der Hunde in Rumänien gehört.

00:46:57: aber es gibt noch ein weiteres Geschäft was auch an der Doku angesprochen wird nämlich der illegale Welpenhandel.

00:47:03: Auch den gibt's ja in Europa was eben auch wieder völlig absurd ist, weil auf der einen Seite gibt es tausende Herrenlose Straßenhunde die dringend zu Hause brauchen.

00:47:13: Die stattdessen getötet werden und auf der anderen Seite werden dann Welpen extra nachgezüchtet um sie dann zu verkaufen teilweise sogar um sie als Straßenhund zu verkauen.

00:47:23: also Sie behaupten das einfach nur weil das dann so ein bisschen Mitleid erregt ja?

00:47:29: Und dass hat uns Nathan dazu erzählt.

00:47:31: Der illegale Welpenhandel ist vom Aufbau sehr ähnlich wie der Drogenhandel.

00:47:37: Meistens wird im Ausland, im großen Stil ein Anführungszeichen produziert.

00:47:40: dafür gibt es Zuchtfarmen wo einfach auf Masse Welpen produziert werden auch unter schrecklichsten Bedingungen häufig.

00:47:46: diese werden dann nach Deutschland geschmuggelt und dann hier von den Anführungsszeichen Dealern verkauft.

00:47:51: Das ist ein unfassbar lukratives Business!

00:47:54: Ich glaube, man kann die sehr gut auch miteinander von der Größe vergleichen.

00:47:58: So eine Zahl, die mir im Kopf geblieben ist, dass pro Jahr in Deutschland ungefähr hundert Millionen Euro Steuergelder hinterzogen werden durch den illegalen Welpenhandel.

00:48:07: D.h.,

00:48:08: ich glaube, der Illegal-Welppenhandel ist sogar noch lukreativer als die Tötungsstation in

00:48:12: Rumänien.".

00:48:13: Und das sind so krass auch die Zahlen?

00:48:16: Also dieser illegale Welpenhandel ist ja eben das zweite große Thema... dass Nathan in seiner Doku behandelt und Welpen werden teilweise auf illegalen Märkten verkauft, nach denen sie viel zu früh von den Mutterhündern getrennt wurden.

00:48:30: Und auch dort ist Nathan mit versteckter Kamera unterwegs.

00:48:33: Wie gefährlich das war, hat er uns mal verraten.

00:48:40: aktiv kriminell sind, auch organisierte Kriminalität irgendwie im Umfeld haben.

00:48:46: Das heißt ungefährlich ist es auf jeden Fall nicht.

00:48:48: Ich hab meist Jana Hoge dabei die das Ganze sehr gut und professionell schon lange macht und das gibt mir viel Sicherheit.

00:48:55: aber ja man muss immer damit rechnen dass einer gerade wenn's dann Richtung Konfrontation geht und klar wird wir wollen den Hund nicht sondern die Polizei ist im Anmarsch dass die Person sauer wird.

00:49:04: bisher bei meinen Einsätzen lief alles immer relativ gut Aber ungefährlich ist es auf jeden Fall nicht.

00:49:10: Ja, das können wir uns absolut vorstellen!

00:49:12: Wir haben uns für diese Folge auf die Tötungsstation konzentriert, aber auch das Thema illegaler Welpenhandel ist natürlich total wichtig und kommt eben in der Doku vor.

00:49:22: Zum Schluss haben wir Natan noch mal gefragt wie er in die Zukunft blickt?

00:49:26: Und was er sich selbst wünscht und was er vorhat – so sehen seine Pläne aus.

00:49:31: Jetzt in Erster Linien natürlich ein Ende des Hundetötungsgesetzes in Rumänien.

00:49:35: Aber so grundsätzlich, also ich war ganz lange gegen Social Media.

00:49:39: Ich finde Social Media eigentlich total blöd gerade so TikTok und Instagram Reels konsumieren weil halt ganz viele der Inhalte dort super inhaltslos sind Und irgendwie gar keinen Mehrwert mit sich bringen.

00:49:50: aber Social Media hat eben auch eine ganz große Kraft und bringt ganz viele Möglichkeiten mit sich.

00:49:55: Und das möchte ich nutzen, ich möchte versuchen, Social Media zu benutzen um diese Welt ein bisschen zu einem besseren Ort zu machen.

00:50:01: Ich habe da schon ein paar Pläne für die Zukunft aber jetzt gerade ist der Fokus natürlich bei Rumänien.

00:50:06: Also es ist so toll dass Nathan das macht und es war super spannend und auch wichtig zu wissen.

00:50:11: Viel mehr seht ihr aber in Natanz Doku, die Hunde-Mafia How To Kill A Puppy In Get Rich.

00:50:17: Die könnt ihr jetzt schon auf Join sehen.

00:50:18: und wie gesagt ab dem vierzehnten April, zwanzig Uhr fünfzehn zur Primetime bei ProSieben.

00:50:24: Ja so weit diese Folge!

00:50:26: Und am Dienstag gibt's dann ja schon die nächste Folge Sisters And Crime Frauen, die töten... ...und da gehen wir mal wieder nach Wien in ein Krankenhaus.

00:50:36: Da kommt es nämlich zu mysteriösen und ungewöhnlichen Todesfällen stellt sich die Frage, ob es sich bei der harmlos klingenden Mundhygiene um etwas ganz anderes handelt.

00:50:48: Nämlich, um den Versuch unauffällig einen Menschen ins Jensatz zu

00:50:52: befördern.".

00:50:53: Da sind wir wieder bei den Österreichern und da denkt man immer das ist alles so beschaulich da!

00:50:57: Und da sind dann die schlimmsten Morde wie wir ja schon gemerkt haben.

00:51:00: Ja aber wirklich... und Wien kam mir jetzt auch schon das eine oder andere mal vor?

00:51:04: Ich

00:51:05: bin auf jeden Fall gespannt.

00:51:07: und jetzt euch noch einen schönen Sonntag, einen guten Wochenstart.

00:51:12: Kommt gut aus den Ferien falls ihr Ferien hattet.

00:51:15: Ich glaube es hat mir nicht alle Bundesländer so lange Osterferien gehabt.

00:51:18: zumindest in Bayern ist das der Fall!

00:51:20: Und dann hören wir uns am Dienstag

00:51:22: ganz genau.

00:51:23: bis dahin ein paar schöne Tage tschau tschow

00:51:26: machts gut

00:51:27: tschaw.

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